Die Vergabe des Nobelpreises für Literatur an Peter Handke treibt die bürgerlichen Medien um

Von Gerd Schumann – 29. Oktober 2019

Ob gewollt oder, wohl eher, nicht gewollt: Das Thema Jugoslawien-Krieg ist zurück. Die Entscheidung, den Nobelpreis für Literatur an den österreichischen Dichter Peter Handke zu verleihen, befördert das ideologieträchtige Thema, seit Jahren in irgendwelchen Gewölben mehr oder weniger vor sich hin schlummernd, wieder ans Licht der Öffentlichkeit. Es stellt sich heraus: „Die Wunden sind offen wie am ersten Tag, wie damals, beim ersten Streit um Handke.“ So konstatiert die Zeit („Bleibender Schatten“, 17.10.2019), sich noch nicht so richtig trauend, den Kern des „Streits“ zu benennen, wie auch „damals“ schon. [Hier weiterlesen]