UN-Berichterstatter Nils Melzer warnt: Julian Assange könnte in britischem Gefängnis sterben

Von Oskar Grenfell – 5. November 2019

Der Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für Folter, Nils Melzer, hat eine erschreckende Warnung ausgesprochen: Wenn der WikiLeaks-Gründer Julian Assange nicht umgehend aus dem Gefängnis entlassen und die nötige medizinische Versorgung für ihn bereitgestellt wird, könnte er in Großbritannien hinter Gittern sterben. In Begleit-kommentaren gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Free Press sagte Melzer, seine Aussage basiere auf „neuen medizinisch relevanten Informationen“. „Die Gesund-heit von Herrn Assange ist in eine Abwärtsspirale aus zunehmend schwerer Angst, Stress und Hilflosigkeit geraten, die für Personen typisch ist, die einer längeren Isolation und ständiger Willkür ausgesetzt sind“, sagte der UN-Beamte.

https://www.wsws.org/de/articles/2019/11/05/pers-n05.html

Wer arm ist, muss früher sterben

Von Anna Rombach und Marianne Arens – 17. Oktober 2019

Am 9. Oktober hat die Bertelsmann Stiftung eine neue Studie über die Zukunft der Gesetzlichen Krankenversicherungen herausgegeben. Darin prophezeit sie einen drastischen Anstieg des Defizits der Krankenkassen in den nächsten zwanzig Jahren. Als Antwort darauf fordert sie „Kostendämpfung“ und „Anpassungen der überalterten Infrastruktur“. Das sind Euphemismen für weitere drastische Sparmaßnahmen im Gesundheitsbereich auf Kosten der Arbeiterklasse.

https://www.wsws.org/de/articles/2019/10/17/bert-o17.html

„Wettlauf um die Arktis“: Russland setzt schwimmendes Atomkraftwerk in Kraft

Von Clara Weiss – 11. Oktober 2019

Russland hat am 23. August ein schwimmendes Kernkraftwerk, die „Akademik Lomonossow“ in die arktische See vom Hafen in Murmansk ausgesandt. Das Schiff soll Siedlungen und Unternehmen mit Strom versorgen, die Kohlenwasserstoffe und Edelsteine in der Tschuktschen-Region fördern.

https://www.wsws.org/de/articles/2019/10/11/arkt-o11.html

Menschenrechte: Psychisch krank im Basler Gefängnis – Menschenrechtler schlagen Alarm

Von Leif Simonsen – 29. September 2019

Das Gefängnis Waaghof an der Inneren Margarethenstrasse steht im Fokus von Menschenrechtsorganisationen: Besonders bei psychisch Kranken Insassen sei die Gefängnisleitung überfordert. Beispiel: Eine 22-jährige Baslerin geht mit dem Sackmesser auf zwei Männer los. Knapp eineinhalb Jahre sitzt sie danach im Waaghof unter extremen Bedingungen wie der Isolationshaft. Sie wird zunehmend krank, letztlich gar paranoid schizophren. Menschenrechtsorganisationen sind alarmiert. [Hier weiterlesen]

GM-Arbeiter kampfbereit: Ford- und Chrysler-Arbeiter wollen sich dem Streik anschließen

Von Jerry White – 18. September 2019

Bereits am ersten Tag ihres Streiks äußerten die Arbeiter von General Motors ihre Entschlossenheit, dem Autokonzern Widerstand zu leisten. Sie erhalten in der Öffentlichkeit große Unterstützung für ihren Kampf zur Verteidigung der Gesundheits-versorgung und für ein Ende der ungerechten Behandlung von jungen Arbeitern der zweiten Lohnstufe und von befristeten Teilzeitkräften.

https://www.wsws.org/de/articles/2019/09/18/auto-s18.html

US-Studie zeigt: Armut und soziale Ungleichheit sind tödlich

Von Patrick Martin – 13. September 2019

Die Wahrscheinlichkeit, vor Erreichen des Rentenalters zu sterben, ist für arme Amerikaner fast doppelt so hoch wie für reiche. Das ist das düstere Ergebnis einer Studie, die diese Woche vom Government Accountability Office (GAO), dem Untersuchungsorgan des Kongresses, veröffentlicht wurde. Die Studie untersuchte die Auswirkungen der wachsenden Einkommens- und Vermögensunterschiede in den Vereinigten Staaten.

https://www.wsws.org/de/articles/2019/09/13/pers-s13.html

Wasserkrise in Newark: Der Kapitalismus vergiftet die Bevölkerung Amerikas

Von Kate Randall – 28. August 2019

Newark, die größte Stadt im US-Bundesstaat New Jersey erlebt derzeit eine Wasserkrise von historischem Ausmaß. Mit Blei vergiftetes Trinkwasser wurde durch das Versorgungssystem an Privathaushalte wie Unternehmen geleitet. Bluttests bestätigen, dass ein erheblicher Prozentsatz der Kinder in Newark Blei ausgesetzt war, einem starken Nervengift, das bereits in kleinen Mengen dauerhafte Schäden verursachen kann.

https://www.wsws.org/de/articles/2019/08/28/pers-a28.html

Medienhype um die Klinikstudie der Bertelsmann-Stiftung: ein Beleg für versteckten Lobbyismus und die Blindheit der Medien

Von Tobias Bevc – 16. Juli 2019

Es ist schon sehr interessant. Da macht eine der bekanntesten Stiftungen Deutschlands eine Studie zu der Krankenhausversorgung in Deutschland und kommt zu dem Schluss, dass viele Kliniken geschlossen werden sollten. Der Gründer und Finanzier dieser „Stiftung“ ist der Bertelsmann Konzern, der durch diese Stiftung viele Steuern sparen und gleichzeitig riesigen Einfluss auf die Politik nehmen kann. Eine Win-Win-Situation also für den Konzern. [Hier weiterlesen]

Schleichender Genozid: An den Wirkungen von abgereichertem Uran, das bei der Bombardierung Ex-Jugoslawiens 1999 verwendet wurde, sterben die Menschen dort noch heute.

von Barbara Hug – 13. Juli 2019

Der Krieg ist vorbei, und sein völkerrechtswidriger Charakter kann heutzutage nicht mehr bestritten werden. Die öffentliche Aufmerksamkeit wandert weiter zu den nächsten Kriegsschauplätzen, auf denen meist ebenfalls NATO-Staaten aktiv sind. Während die Kampfhandlungen in Jugoslawien jedoch aus dem kollektiven Gedächtnis verschwinden, sind die Folgen des Krieges für viele Menschen vor Ort grausige Gegenwart. Die Krebsrate in Serbien und im Kosovo ist in Folge der dort eingesetzten Uranmunition extrem angestiegen. Eine Warnung auch im Hinblick auf künftige Kriegshandlungen, die es zu verhindern gilt.

https://www.rubikon.news/artikel/schleichender-genozid

Abtreibungsverbot in Alabama: Zurück zur Barbarei

Von Patrick Martin – 17. Mai 2019

Die Gouverneurin von Alabama, Kay Ivey, unterzeichnete am Mittwochnachmittag das strengste Abtreibungsverbot aller US-Bundesstaaten. Sie kriminalisierte damit den medizinischen Eingriff in allen Fällen, in denen nicht das Leben oder die Gesundheit der Mutter in ernster Gefahr ist. Ein Zusatzartikel, der Abtreibungen in Fällen von Vergewaltigung und Inzest erlaubt, wurde aus dem Gesetzentwurf gestrichen, als er dem Senat des Bundesstaats am 9. Mai vorgelegt wurde.

https://www.wsws.org/de/articles/2019/05/17/pers-m17.html