20 Jahre Kosovo-Krieg Das Ereignis und die Folgen für die Balkan-Region und das Völkerrecht

Veranstaltung mit Andreas Zumach, Journalist und Publizist. Dienstag, 4. Juni 2019, 19:30 Uhr, Ebene 3 im Kulturforum K3, Berliner Platz 12, 74072 Heilbronn

Der Angriff der NATO-Luftwaffe vor 20 Jahren im März 1999 auf Serbien, an dem sich erstmals auch die deutsche Bundeswehr beteiligte, war in vielerlei Hinsicht ein Präzedenzfall. Ohne ein Mandat der Vereinten Nationen markiert das Eingreifen im Kosovo-Krieg eine Wende in der Ausrichtung der NATO: vom militärischen Verteidi-gungsbündnis des westlichen Blocks im Kalten Krieg zum weltweiten Interventions-bündnis. Die neue Strategie der NATO machte Schule und erscheint im Nachhinein als der Beginn einer Reihe von Kriegseinsätzen wie in Afghanistan oder dem Irak. Das Vorgehen der NATO trug dazu bei, das Vertrauen in das Völkerrecht zu untergraben.

Dem Waffenstillstand im Juni 1999 folgte eine faktische Besetzung der serbischen Provinz Kosovo, bei der sehr schwerwiegende Eingriffe in die wirtschaftliche Struktur vorgenommen wurden. Die Privatisierung staatlicher und genossenschaftlicher Betriebe und die vollständige Öffnung für ausländische Importe schädigten die lokalen Industrien und führen bis heute zu hoher Arbeitslosigkeit, Armut und Perspektivlosigkeit. Konflikte zwischen den verschiedenen Teilen der Bevölkerung bestehen gleichzeitig weiter und lassen den Kosovo nicht zur Ruhe kommen. Für Deutschland hat der Kosovo-Krieg besondere Bedeutung, weil erstmals nach 1945 deutsche Soldaten an einem Krieg im Ausland teilnahmen.

Der Vortrag zeichnet die Ereignisse im März 1999 nach und beleuchtet einerseits die Folgen der NATO-Intervention in Hinblick auf das Völkerrecht und die Autorität der UNO und andererseits auf die politische und soziale Lage in der Region.

Andreas Zumach ist Journalist, Publizist und UNO-Korrespondent für die tageszeitung. Er schreibt unter anderem zu den Themen Friedenspolitik, Völkerrecht, Rüstungs-kontrolle und beschäftigt sich mit der Rolle und der Entwicklung der Vereinten Nationen (UNO).

Eine gemeinsame Veranstaltung des Rosa-Luxemburg-Clubs Heilbronn und von Globale Gleichheit. Das unabhängige Portal für Nachrichten und Analysen

Kundgebung für die Freilassung von Julian Assange

Die Sozialistische Gleichheitspartei (SGP) ruft am 18. Mai um 11 Uhr zusammen mit den IYSSE und der WSWS zu einer Kundgebung für die Freilassung von Julian Assange vor der britischen Botschaft in Berlin auf.

„Julian Assange wird verfolgt, weil er die Kriegsverbrechen der Herrschenden aufgedeckt hat“, heißt es dazu im Aufruf. „ Seine Verhaftung in London und seine drohende Auslieferung in die USA sind ein Angriff auf die demokratischen Rechte aller.“ Auf der Kundgebung werden Sprecher aus der ganzen Welt ein Zeichen gegen Militarismus und Krieg und für die Meinungsfreiheit setzen.

[Weitere Infos zur Veranstaltung finden Sie hier]

Demonstration am 23.02.2019 in Genf gegen die US-Einmischung in Venezuela

Von Kaspar Trümpy – 22. Februar 2019

Nicolas Maduro kommentierte in einer Direktübertragung auf Tele-Sur die Ankunft mehrerer Tonnen an medizinischen Gütern in Venezuela, die aus Russland geliefert werden. Auch Kuba, China, die Türkei sowie US-amerikanische Organisationen helfen, die finanzielle Blockade der USA zu durchbrechen. Maduro betont, dass Venezuela imstande sei, für die gelieferten Güter zu bezahlen. Gleichzeitig lassen die Vene-zolaner keine Zweifel bezüglich ihrer Entschlossenheit aufkommen, sich mit allen Mitteln der von US-Präsident Trump angedrohten „humanitären“ Hilfe zu widersetzen. Die Grenzübergänge zu Brasilien und diversen Inseln der Karibik wurden schon komplett geschlossen. In ihrer hysterischen Art will die venezolanische Opposition mit Guaidó an der Spitze am 23. Februar die Übergabe der US-Almosen erzwingen, was auch die Schließung der Grenze zu Kolumbien zur Folge haben wird. Für Samstag, 23. Februar, 15:00 Uhr, haben verschiedene Organisationen in Genf zu einer Demon-stration gegen die völkerrechtswidrige Einmischung der USA in die Angelegenheiten des souveränen Staates Venezuela und dessen militärische Bedrohung durch die USA aufgerufen.

Roger Waters unterstützt Kampagne für die Freilassung von Julian Assange

Von der Socialist Equality Party (Australien) – 12. Februar 2019

Der weltbekannte Musiker, Songschreiber und Sänger Roger Waters hat die folgende Solidaritätserklärung gesandt, um die Demonstrationen für Julian Assange zu unterstützen. Die Socialist Equality Party (SEP) hat in Australien zu zwei Demonstrationen aufgerufen: am 3. März in Sydney und am 10. März in Melbourne. Waters fordert von der australischen Regierung sofortiges Handeln, um sicherzustellen, dass der WikiLeaks-Herausgeber seine Freiheit zurückerlangt. Auf der Kundgebung in Sydney wird der angesehene Journalist und Filmemacher John Pilger sprechen.

https://www.wsws.org/de/articles/2019/02/12/wate-f12.html

Der Matrosenaufstand von Kronstadt 1921. Erster „Sündenfall“ der Bolschewiki?

Vortrag von Dr. Alexander Bahar mit anschließender Diskussion

20. März 2019, 20:00 Uhr – Heilbronn, Ebene 3, Kulturforum K3 – Berliner Platz 12


Im Februar/März 1921 revoltierten Matrosen und Soldaten der vor Petrograd auf der Insel Kotlin gelegenen Marinefestung Kronstadt gegen die bolschewistische Regierung in Moskau. Vielen konservativen, aber auch nominell „linken“ Historikern gilt die Niederschlagung der Revolte durch die Rote Armee als der erste Sündenfall der regierenden Kommunisten und Meilenstein auf dem Weg in den Stalinismus. Laut der Sowjetregierung um Lenin und Trotzki waren die Drahtzieher und Organisatoren des Aufstands Agenten einer „Weißen Verschwörung“, angeleitet von konterrevolutionären russischen Emigranten und ihren ausländischen Unterstützern. War Kronstadt der Prototyp späterer Ereignisse und Beweis für den „Verrat“ der Bolschewiki an den Idealen der Revolution? Oder war die Niederschlagung des Aufstands eine „Notwendigkeit“, um die Revolution gegen ihre Gegner im Im- und Ausland zu verteidigen? Und welche Lehren für die Gegenwart sind daraus zu ziehen? Mit diesen Fragen wird sich der Referent in seinem Vortrag auseinandersetzen und zu ihrer Klärung auch weniger bekannte Dokumente vorstellen.

Alexander Bahar ist promovierter Historiker und Politikwissenschaftler. Veröffentlichungen u.a. Der Reichstagsbrand. Geschichte einer Provokation (PapyRossa, Köln 2013); Folter im 21. Jahrhundert. Auf dem Weg in ein neues Mittelalter? (Dtv, München 2009).



„Krieg nach innen – Krieg nach außen. Intellektuelle als Stützen der Gesellschaft“ – Kongress der Neuen Gesellschaft für Psychologie (7.-9. März 2019)

Donnerstag und Freitag (7. und 8. März 2019) am Kongressstandort 1: Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin (nahe Berlin Ostbahnhof).
Samstag (9. März) Kongressstandort 2: Tagungswerk in der Lindenstraße 85, 10969 Berlin (nahe Jüdisches Museum).

[Weitere Programminformationen hier]

Russland vor den Wahlen – Vortrag von Reinhard Lauterbach

Russland vor den Wahlen

Vortrag von Reinhard Lauterbach mit  anschließender Diskussion. Donnerstag, 22. Februar 2018, 20:00 Uhr, Ebene 3 im Theaterforum (K3), Berliner Platz 12, Heilbronn

2018 strebt Wladimir Putin eine vierte Amtszeit als Präsident Russlands an. Dass er gewählt wird, das bezweifeln auch seine Gegner nicht; das Interesse der Beobachter richtet sich eher auf Nebenfaktoren wie die Höhe des Ergebnisses und die Wahlbeteiligung. Aus denen versucht man Rückschlüsse auf die Verankerung des „Systems Putin“ in der Bevölkerung zu ziehen. Und Antworten auf die eigentliche Frage westlicher Medien und Politiker zu finden: Sind die Russen den Mann nicht langsam leid? Kaum jemand fragt unterdessen danach, worin dieses „System Putin“ überhaupt besteht. Dabei lohnt es durchaus, über die gängigen Klischees hinauszugehen…[Hier weiterlesen: Russland vor den Wahlen]

Weitere Vortragstermine:

21.02.: Stuttgart

100 Jahre Russische Oktoberrevolution ‒ Lehren und Legenden

Vortrag von Prof. Dr. Werner Röhr

In seinem Vortrag wird sich der Referent u.a. mit der Frage auseinandersetzen, worin die weltgeschichtliche Bedeutung der Russischen Oktoberrevolution besteht und welche Lehren wir heute ‒ angesichts ihrer Pervertierung durch den Stalinismus sowie des späteren Niedergangs und Zerfalls der Sowjetunion ‒ aus ihr ziehen können.

[PDF – hier weiterlesen: 100 Jahre Russische Oktoberrevolution ]

Donnerstag, 26. Oktober 2017, 20.00 Uhr
Ebene 3 im Theaterforum (K3)
Berliner Platz 12
74072 Heilbronn
Eintritt: 6 € (empfohlen)

Veranstalter:
Initiative für globale Gleichheit
Rosa-Luxemburg-Club, Heilbronn

Schluss mit der Aggression! Aufruf zur Demonstration für Syrien am 2. September 2017 in Frankfurt/M.

Frankfurter Solidaritätskomitee für Syrien
11. August 2017

Die seit Jahren von den NATO-Staaten unter Führung der USA betriebene Regime-Change-Politik hat seit dem Angriffskrieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien 1999 zur Zerstörung von zahlreichen Gesellschaften und Ländern geführt. Damit muss es ein Ende haben, bevor sich die Kette der Kriege gegen den Iran, Russland und China fortsetzt! Schluss mit der Aggression!

Aufruf zur Syrien-Demonstration

Spendenaufruf für die Syrien-Demonstration