Von Peter F. Mayer und Jochen Mitschka – 19. März 2026

Es war Israel, das das größte Gasfeld des Irans, South Pars, angriff. Diese Quelle liefert 75 Prozent von Irans Erdgasproduktion und 85 Prozent der Elektrizität. Der Angriff erfolgte kurz nach der Ermordung des Generalsekretärs des Nationalen Sicherheitsrats des Irans, Ali Larijani. Und Simplicius meint, damit haben „die Dinge den Ventilator getroffen“. D.h. die nächste Eskalation wird unweigerlich durch den Iran definitiv eine Energiekrise auslösen, denn das Land übt regelmäßig spiegelgleiche Vergeltung.
„Dies führte dazu, dass der Iran die Angriffe umgehend auf Energieziele in Israel und am Golf eskalierte und insbesondere den Gasknotenpunkt Ras Laffan in Katar angriff, der als der größte der Welt gilt. Der Angriff war erfolgreich und soll massive Schäden an der Anlage verursacht haben, die nach Ansicht einiger Experten irreparabel sind. (…) Die bedeutendste Entwicklung in diesem plötzlichen Sturm der Enthüllung ist jedoch, dass die USA diese einseitigen israelischen Angriffe weder autorisiert noch daran teilgenommen haben, obwohl erste Berichte auf eine gemeinsame Durchführung hindeuteten. Gerüchte sickerten den ganzen Tag über durch, bis Trump es schließlich selbst in einem Wutausbruch in den sozialen Medien bestätigte, in dem er Israel für seine Unverfrorenheit scharf kritisierte und gleichzeitig dem Iran mit weiterer barbarischer Zerstörung drohte.“ (Weiterlesen in Englisch) Wir sehen also deutlich, wer die Welt in Katastrophe treibt, denn ohne Energie entstehen nicht nur Hungersnöte, sondern wird ein großer Teil der Welt um Jahre, wenn nicht Jahrzehnte in der Entwicklung zurückgeworfen. Aber das ist nicht die einzige Eskalation durch Israel in den letzten 24 Stunden.
Und schon brennt Ras Laffan in Katar.
07 Uhr 00
Aus Sicht des Globalen Südens haben sich in den letzten acht Stunden im Irankrieg weitere Eskalationen ereignet, die vor allem als Fortsetzung einer illegalen Aggression der USA und Israels gegen die Souveränität Irans wahrgenommen werden. Israels Armee hat erstmals seit Kriegsbeginn Ziele im Norden Irans angegriffen, darunter laut israelischen Medien Schiffe der iranischen Marine im Kaspischen Meer; dies wird im Globalen Süden als unerlaubte Ausweitung des Konflikts auf neutrale Gewässer und als Verletzung internationalen Rechts kritisiert.
Während Länder, die glauben stark zu sein, inzwischen ganz offen Völkerrecht und Menschenrecht missachten, versuchen schwache Länder immer noch, es am Leben zu erhalten. Gleichzeitig startete Israel eine neue Angriffswelle gegen militärische Infrastruktur im ganzen Land, bei der in der Nacht erstmals ein Öllager in Teheran bombardiert wurde – ein Schritt, der aus Sicht vieler Staaten des Globalen Südens die Energieversorgung der Region gezielt destabilisiert und vor allem Entwicklungsländer durch steigende Ölpreise trifft, weil unweigerlich eine Vergeltung folgen wird.
Der Iran reagierte mit einer neuen Welle ballistischer Raketen auf Israel, wobei Sirenen in Tel Aviv ausgelöst wurden und drei Privatflugzeuge beschädigt wurden; diese Gegenangriffe gelten im Globalen Süden nicht als Eskalation, sondern als legitime Verteidigung eines souveränen Staates gegen anhaltende Bombardements. Länder wie Südafrika und andere Vertreter des Globalen Südens fordern seit Beginn des Krieges einen sofortigen Waffenstillstand und bieten Vermittlung an, da sie den Konflikt als „illegalen Angriffskrieg“ der USA und Israels sehen, der die UN-Charta verletzt und globale Instabilität schürt.


