Eine amerikanische „Armada“, bestehend aus dem Flugzeugträger USS Abraham Lincoln und mehreren Lenkwaffenzerstörern, hat das Arabische Meer erreicht. Von dort aus könnte sie verheerende Luftschläge gegen den Iran zum Zweck eines Regimewechsels durchführen. Das Central Command des Pentagon kündigte am Dienstag eine mehrtägige „Übung“ an. Möglicherweise handelt es sich dabei um eine Tarnung für das, was der zweite direkte Angriff des US-Imperialismus auf den Iran innerhalb von nur sechs Monaten werden könnte.
Laut dem Pentagon werde die Übung „die Fähigkeit demonstrieren, Luftstreitkräfte zu verlegen, zu verteilen und dauerhaft einzusetzen“. Auch Großbritannien hat Kampfflugzeuge nach Katar entsandt und mehrere europäische Fluggesellschaften haben bereits ihre Flüge in die Region ganz oder teilweise eingestellt.
Bereits letzte Woche hatte Trump bei seiner Abreise vom Weltwirtschaftsforum in Davos dem Iran gedroht. Nachdem er darauf hingewiesen hatte, dass Schiffe in den Persischen Golf unterwegs seien, warnte er, dass ein jeder kommende Angriff den US-Schlag auf die iranischen Urananreicherungsanlagen im letzten Jahr „wie Peanuts aussehen“ lassen würde. Gemeint war der unprovozierte und völkerrechtswidrige zwölftägige Krieg, den die USA und Israel im letzten Juni gegen den Iran geführt hatten. Dabei wurden die Atomanlagen des Iran mehrfach bombardiert und über Tausend Menschen getötet.
Am Mittwochmorgen unterstrich Trump, dass ein Militärschlag gegen den Iran bevorstehe, und erklärte, die Flotte unter Führung der USS Abraham Lincoln sei größer als die, die Washington im Vorfeld der Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro vor Venezuela stationiert hatte. Die Flotte sei „bereit, ihre Missionen schnell und, falls nötig, mit Gewalt zu erfüllen“.
„Ich habe dem Iran schon einmal gesagt: MACHT EINEN DEAL!“, schrieb Trump auf Truth Social. „Das haben sie nicht, und die Folge war ‚Operation Midnight Hammer‘, ein schwerer Zerstörungsschlag gegen den Iran. Der nächste Angriff wird weitaus schlimmer werden! Sorgt nicht dafür, dass das noch einmal passiert.“
Im Gegensatz zu Venezuela handelt es sich beim Iran um einen wichtigen Handelspartner Chinas, der Vereinigten Arabischen Emirate und der Türkei. Dies zeigt eine Auswertung der Außenhandelsdaten des Landes. Der Iran ist zudem BRICS-Mitglied sowie ein militärischer Partner Russlands. Ein möglicher US-Angriff auf das Land hätte daher weitreichende Folgen und könnte einen Konflikt zwischen den BRICS-Ländern und dem Westen provozieren. Einem geopolitischen Analysten zufolge könnte genau dies das Ziel von US-Präsident Donald Trump sein.
Derzeit ist die Verlegung eines großen Aufgebots der US-amerikanischen Streitkräfte in den Nahen Osten zu beobachten. Unter anderem ist der US-Flugzeugträger „Abraham Lincoln“ mitsamt Begleitschiffen im Indischen Ozean angekommen, um „bei möglichen US-Operationen gegen den Iran zu helfen“, wie der US-Nachrichtensender CNN berichtet. Ein hochrangiger Vertreter der israelischen Armee (IDF) habe gegenüber dem US-Onlinemagazin The War Zone geäußert, die IDF bereiteten sich auf einen „möglichen amerikanischen Angriff“ vor.
Bereits Mitte 2025 hatten die USA im Rahmen des zwölftägigen israelischen Angriffskrieges gegen den Iran mit B-2-Langstreckenbombern und von U-Booten abgefeuerten Tomahawk-Marschflugkörpern die Atomanlagen des Landes attackiert. Angeblich aufgrund der Proteste im Iran wolle Trump aktuell mit seinem militärischen Aufgebot einen „Deal“ mit dem Land erzwingen. Dessen Inhalte sind jedoch nicht bekannt.
Die nachfolgende Auswertung der Handelsdaten des Irans zeigt, dass ein möglicher US-Angriff auf das Land weit größere Folgen nach sich ziehen dürfte als die Militäraktion in Venezuela. Der Iran ist trotz – oder gerade wegen – der langjährigen Sanktionen der Vereinigten Staaten und der EU wichtiger Handelspartner vieler Länder im Nahen Osten und des Globalen Südens.
Wie schon seine Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos war die gestrige Regierungserklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz eine aggressive Tirade für eine neue deutsch-europäische Großmachtpolitik. Noch unverhüllter als in Davos propagierte Merz ein Programm von Militarismus, Aufrüstung und wirtschaftlichem Nationalismus, das in direkter Tradition der deutschen Weltmachtphantasien am Vorabend des Ersten und Zweiten Weltkriegs steht.
Merz stellte seine Ausführungen erneut unter das Leitmotiv einer neuen Epoche der „Großmachtrivalität“. „Wir sehen seit einigen Wochen immer deutlicher, dass sich eine Welt der Großmächte herauszubilden beginnt. In dieser Welt weht ein rauer Wind, und den werden wir auf absehbare Zeit zu spüren bekommen“, erklärte er. Diese Rhetorik dient dazu, die offiziell verkündete außenpolitische „Zeitenwende“ durchzusetzen, die massive Aufrüstung, Sozialabbau und autoritäre Maßnahmen bedeutet.
Die Antwort, die Merz auf die von ihm konstatierte neue Weltlage formulierte, hätte dabei ebenso gut aus einer programmatischen Rede Hitlers Anfang der 1930er Jahre stammen können. „Wir werden unsere Vorstellungen nur dann auf der Welt, jedenfalls zum Teil, durchsetzen können, wenn wir auch selbst die Sprache der Machtpolitik sprechen lernen, wenn wir selbst eine europäische Macht werden“, rief er den Abgeordneten zu. Gemeint ist nichts anderes als die Verwandlung Europas in eine eigenständige militärische Großmacht unter deutscher Führung.
Merz führte weiter aus: „Erstens: Wir müssen unsere Sicherheit selbst in die Hand nehmen. Das erfordert Maßnahmen zur Reduzierung von Abhängigkeiten … Es erfordert, dass wir massiv in unsere eigene europäische Verteidigungsfähigkeit investieren.“ Die Beschwörung von „Souveränität“ und „Unabhängigkeit“ ist das ideologische Deckmäntelchen für eine historische Aufrüstungsoffensive, deren Ausmaß nur mit den Rüstungsprogrammen vor den beiden Weltkriegen vergleichbar ist.
Ist die angestrebte Mitgliedschaft der Ukraine in der EU in Wahrheit eine „NATO durch die Hintertür“? Angesichts der militärischen Neuausrichtung Brüssels warnt der ungarische Diplomat und Botschafter a. D. György Varga vor einer massiven Fehlkalkulation Putins, der die EU-Mitgliedschaft Kiews bislang als zweitrangig einstufte. In einer Ära, in der sich die USA finanziell zurückziehen, droht Russland laut dem langjährigen Experten für den postsowjetischen Raum die dauerhafte politische und wirtschaftliche Isolation durch ein militarisiertes Europa. Aus dem Ungarischen übersetzt von Éva Péli.
Der russische Präsident Wladimir Putin hat in den vergangenen Monaten mehrfach bekräftigt, dass Moskau keine Einwände gegen eine EU-Mitgliedschaft der Ukraine erhebt. Es ist verständlich, dass für die traditionell sicherheitspolitisch orientierte russische politische Elite und die im militärischen Bereich seit jeher sensible russische Gesellschaft das Erscheinen der NATO in der Ukraine die Hauptherausforderung darstellte. Auch der seit 2022 geführte Krieg sowie der früher oder später eintretende Friedensschluss werden offensichtlich hauptsächlich entlang der Handhabung militärischer Herausforderungen beurteilt.
Russland hat in seiner Geschichte jedoch bereits mehr als einmal bewiesen, dass es in der Lage ist, selbst einen militärisch siegreichen Krieg auf dem Verhandlungsweg durch einen schlechten Friedensschluss zu verlieren. Ich halte es für beweisbar, dass der kollektive Westen mit der EU-Mitgliedschaft der Ukraine inhaltlich einen bedeutenderen geopolitischen Raumgewinn gegenüber Russland erzielen kann als mit der von der Tagesordnung genommenen NATO-Mitgliedschaft.
Wer kennt es nicht, das geflügelte Wort «Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen»? Michael Hollister wagt es trotzdem, basierend auf den Trumpschen Dokumenten «National Security Strategy» und «National Defense Strategy» und auf den politischen Aussagen Trumps in den letzten Wochen und auf den politischen und militärischen Ereignissen der letzten Tage. Es ist nicht leicht, Gegenargumente zu finden, obwohl es nur eine Hoffnung gibt: dass Trump mit seinen angekündigten Plänen definitiv scheitert. (cm)
Akt 1: Der Tabubruch
Am 3. Januar 2026, um 4:37 Uhr Ortszeit, bombardierten US-Kampfjets den Präsidentenpalast Miraflores in Caracas. 80 Menschen starben. Spezialkräfte enterten den Palast, entführten den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro samt Ehefrau und flogen sie nach New York. Zwei Tage später stand Maduro vor einem US-Bundesgericht – angeklagt wegen Drogenhandels. Caracas brennt. Die Toten werden in Massengräbern verscharrt. Und Donald Trump verkündet auf Truth Social: „Die USA werden Venezuela regieren, bis eine neue demokratische Regierung eingesetzt ist. Wir werden ihr Öl fördern und verkaufen.“
Kein Kriegsgrund. Keine UN-Resolution. Keine Selbstverteidigung. Nur: Wir wollen euer Öl, also nehmen wir es uns.
Der Völkerrechtler Markus Krajewski von der Universität Augsburg nennt es beim Namen: „Die klarsten Verstöße gegen die UN-Charta, die ich in meiner Karriere gesehen habe.“ Gewaltverbot verletzt. Interventionsverbot verletzt. Entführung eines Staatsoberhaupts – ein Kriegsverbrechen. Die UNO? Verurteilte die Aktion. Russland und China? Verurteilten die Aktion. Konsequenzen? Null.
Denn niemand kann die USA stoppen. Niemand will es. Niemand traut sich.
Wer 2026 volljährig wird, bekommt Post von der Bundeswehr. Der Staat verlangt, dass die 18-Jährigen einen Fragebogen ausfüllen. Betroffen sind Männer und Frauen, wobei das Ausfüllen des Fragebogens nur für Männer verpflichtend ist. Der WDR wollte nun wissen: Wie gehen die 18-Jährigen damit um? Das Fazit des Senders: „Es gibt viel Ablehnung.“ Das ist ein Lichtblick. Die Propaganda von der angeblichen Bedrohung Russlands scheint bei den jungen Leuten im Land auf etwas zu treffen, was weiten Teilen der Politik abhanden gekommen ist: Vernunft! Ein 18-Jähriger sagt: „Ich will nicht morden.“ Das sollte der Leitspruch für eine neue Friedensbewegung werden.
5.000 junge Leute haben im Januar schon Post von der Bundeswehr bekommen. Ende des Jahres 2026 werden 700.000 Männer und Frauen im Alter von 18 Jahren von der Bundeswehr angeschrieben worden sein. Worum es geht, ist klar: Der neue Wehrdienst steht an – und die Bundeswehr will personell aufstocken. Unter der von Politik und Medien herbeihalluzinierten „Zeitenwende“ sollen Deutschland und Europa in großer Gefahr sein. Die Bedrohung kommt angeblich aus dem Osten, genauer gesagt: aus Russland. „Kriegstüchtig“ werden, lautet das Motto.
Dieses Video ist Teil unserer REWIND-Reihe und ordnet die Atombombenabwürfe auf Japan historisch ein. Es greift auf Beiträge aus unserem Archiv zurück, um langfristige politische, militärische und ideologische Muster sichtbar zu machen, die in der tagesaktuellen Berichterstattung häufig ausgeblendet bleiben. Im Mittelpunkt stehen Interviews mit Prof. Peter Kuznick, Historiker, Autor und Professor an der American University. In diesem Video untersuchen wir einen der zentralen Mythen der amerikanischen Geschichte: die Behauptung, der Einsatz der Atombomben im August 1945 sei notwendig gewesen, um amerikanische und japanische Leben zu retten.
Es zeichnet sich die Erzählung ab, dass die Ukraine den Krieg gewonnen hätte, wenn Biden die Eskalationsleiter schneller erklommen hätte.
Die bevorstehende Niederlage der Ukraine, d. h. das Scheitern, bis zum Ende des andauernden Kriegs alle verlorenen Gebiete zurückzuerobern, hat eine Schuldzuweisung darüber ausgelöst, wer für dieses epische Debakel verantwortlich ist. Adrian Karatnycky, Senior Fellow beim liberalen Think Tank Atlantic Council, veröffentlichte Anfang Dezember einen Artikel in Foreign Policy, in dem er argumentierte, dass „die Regierung [Bidens] die Ukraine in fast jeder Hinsicht im Stich gelassen und den Krieg bis heute geprägt hat“. Sein angeblicher Beweis ist das [zu] vorsichtige Erklimmen der Eskalationsleiter.
Weit davon entfernt, ein Zeichen von Schwäche und der Grund für die Niederlage der Ukraine zu sein, war es tatsächlich ein unerwarteter Beweis von Pragmatismus, wenn auch einer, der den Sieg Russlands nicht verhindern konnte. Der Ausgang dieses Stellvertreterkrieges war angesichts des groben Machtungleichgewichts zwischen den beiden Konfliktparteien vorbestimmt, wurde jedoch aufgrund der Unterstützung der Ukraine durch die von den USA geführte NATO bis jetzt hinausgezögert. In diesem Zusammenhang wurde jedes größere Hilfspaket im Voraus angekündigt, was dazu beitrug, die Spannungen mit Russland zu entschärfen. Wie Ende 2024 erklärt wurde:
„Die vergleichsweise pragmatischeren Rivalen [der US-Falken], die immer noch das Sagen haben, signalisieren ihre Eskalationsabsichten immer weit im Voraus, damit Russland sich vorbereiten kann und somit weniger wahrscheinlich in irgendeiner Weise „überreagiert”, die einen Dritten Weltkrieg riskiert. Ebenso hält sich Russland weiterhin davon zurück, die „Shock-and-Awe“-Kampagne der USA zu wiederholen, um die Wahrscheinlichkeit einer „Überreaktion“ des Westens zu verringern, der direkt in den Konflikt eingreifen könnte, um sein geopolitisches Projekt zu retten, und damit den Dritten Weltkrieg zu riskieren.
Es kann nur spekuliert werden, ob dieses Zusammenspiel darauf zurückzuführen ist, dass die jeweiligen militärischen, nachrichtendienstlichen und diplomatischen Bürokratien („Deep State“) angesichts der enormen Tragweite der Lage eigenverantwortlich handeln, oder ob es das Ergebnis eines „Gentlemen’s Agreement“ ist. Was auch immer die Wahrheit sein mag, das oben genannte Modell erklärt die unerwarteten Schritte oder das Ausbleiben solcher Schritte von beiden Seiten, wobei die USA entsprechend ihre Eskalationsabsichten signalisieren und Russland niemals ernsthaft eskaliert.“
Die einzigenAusnahmen waren zwei Einsätze der Oreshniks, die Putin genehmigte, der erste als Reaktion darauf, dass die angloamerikanische Achse der Ukraine erstmals den Einsatz ihrer Langstreckenraketen gegen Ziele innerhalb Russlands genehmigte. Abgesehen davon blieb die oben beschriebene Dynamik während des gesamten Kriegs bestehen und trug damit mehr als alles andere außer Putins heiliger Geduld dazu bei, den Dritten Weltkrieg abzuwenden. Selbst Trump 2.0 behielt diese Politik bei, indem er seine Tomahawk-Pläne ankündigte, bevor er sie schließlich auf Eis legte.
Genau wie die Liberalen kritisierte auch er Biden dafür, dass er „die Ukraine nicht zurückschlagen, sondern nur verteidigen ließ“, wie Karatnycky in seinem Artikel zitiert. Angesichts der geteilten Erkenntnisse lässt sich jedoch argumentieren, dass es politisch opportun ist, Biden für die Niederlage der Ukraine verantwortlich zu machen, und dass dies nicht der Realität entspricht. Hätte seine Regierung zu Beginn den Transfer moderner Waffen an die Ukraine angekündigt, hätte dies Russland zu einer extremen Eskalation und einer Gegenreaktion der NATO veranlassen können, wodurch leichtfertig ein Dritter Weltkrieg riskiert worden wäre.
Die ehrlichste Kritik, die man an der Biden-Regierung üben kann, ist, dass sie den Konflikt provoziert hat, sich nicht auf einen „Zermürbungskrieg“ vorbereitet hat und Selenskyj nicht zum Frieden gedrängt hat, nachdem die Ukraine Ende 2022 in Charkiw und Cherson Gegenoffensiven gestartet hatte, bevor sie irreversibel an Boden gegenüber Russland verlor. Ihr vorzuwerfen, dass sie die Eskalationsleiter nicht schneller erklommen habe, ist unehrlich, aber es ist zu erwarten, dass mehr Liberale dies tun werden, um von ihrer Befürwortung der oben genannten Politik abzulenken, die zu diesem epischen Debakel geführt hat.
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors.
Von Marcus Walker (Übersetzung: Thomas Röper) – 29. Januar 2026
Das Wall Street Journal hat in einem Artikel drei mögliche Szenarien für ein Kriegsende in der Ukraine aufgezeigt und ich habe den Artikel übersetzt. […]
Mehr Krieg ist am wahrscheinlichsten, doch die zunehmenden Spannungen in diesem Jahr könnten die Position Kiews oder Moskaus schwächen.
Die US-Vision für ein Ende des russisch-ukrainischen Krieges ist simpel. Die Ukraine gibt Gebiete auf, die seit über einem Jahrzehnt den Grundstein ihrer Verteidigung gegen Russland bilden. Im Gegenzug wird Kiew ein militärischer Schutz des Westens versprochen, der Moskau ein Gräuel ist.
Und alle machen Geld.
Die von den USA vermittelten Gespräche zwischen Russen und Ukrainern am Freitag und Samstag in Abu Dhabi verliefen laut US-Beamten, die anschließend Journalisten informierten, positiv und konstruktiv. Die beiden Delegationen hätten so viel gegenseitigen Respekt und Höflichkeit gezeigt und eine so gute Chemie bewiesen, dass sie zeitweise fast wie Freunde gewirkt hätten, so die US-Beamten. Für Sonntag ist ein weiteres Treffen in Abu Dhabi geplant.
Unterdessen bombardiert Russland weiterhin die ukrainische Energieinfrastruktur mit Raketen und Drohnen und entzieht den eiskalten Städten Heizung und Strom, um ihren Widerstand zu brechen. Der russische Präsident Wladimir Putin hat seine Kriegsziele, die auf die Unterwerfung der Ukraine und den Rückzug des Westens aus Osteuropa hinauslaufen, nicht aufgegeben.
Steht Europas längster Krieg seit dem Zweiten Weltkrieg also kurz vor einem Friedensabkommen, das es den Angreifern und den Angegriffenen ermöglicht, sich auf Wohlstand zu konzentrieren, wie Präsident Trumps Gesandte Steve Witkoff und Jared Kushner hoffen? Oder wird 2026 ein weiteres Jahr eines zermürbenden Abnutzungskrieges, in dem Moskau und Kiew die US-Vermittlungsbemühungen als weitere Front betrachten?
Neue Beweise deuten stark darauf hin, dass die Ermordung des Intensivpflegers Alex Pretti durch Bundesbeamte am 24. Januar ein gezielter Mordanschlag war. Die paramilitärischen Kräfte der Trump-Regierung zielten darauf ab, Menschen in Minneapolis zu terrorisieren, die sich gegen ihre kriminellen Aktivitäten wehren und diese dokumentieren.
Laut einem am Dienstag veröffentlichten CNN-Bericht war Pretti etwa eine Woche vor seiner Ermordung in eine Konfrontation mit Bundesbeamten verwickelt. CNN schreibt: „Der frühere Vorfall begann, als er sein Auto anhielt, nachdem er beobachtet hatte, wie Agenten der [Einwanderungsbehörde] ICE eine Familie zu Fuß verfolgten. Laut einer Quelle, die aus Angst vor Vergeltungsmaßnahmen anonym bleiben will, begann er zu rufen und mit der Trillerpfeife zu pfeifen.“
Pretti habe der Person erzählt, „dass fünf Agenten ihn zu Boden warfen und sich einer auf seinen Rücken stützte – was ihm eine gebrochene Rippe einbrachte. Die Beamten ließen ihn schnell wieder frei. ‚An diesem Tag dachte er, er würde sterben‘, sagte die Quelle.“ CNN berichtet weiter, dass Pretti laut Angaben dieser Quelle „den Bundesagenten bekannt war“.
Wenn Agenten von ICE und der Grenzschutzbehörde CBP Pretti als Gegner identifiziert haben, so wirft diese Tatsache ein neues Licht auf die Ereignisse vom 24. Januar. Das Video zeigt, wie Pretti eingreift, um eine Frau zu schützen, die zu Boden gestoßen worden war. Daraufhin wird er selbst niedergeworfen und geschlagen, wobei er mit dem Gesicht nach unten auf dem Boden liegt. Ein Agent nimmt Pretti eine Waffe ab, die er legal besaß und bei sich hatte, aber nicht in der Hand hielt. Ein anderer Beamter, der nicht an dem ersten Angriff auf Pretti beteiligt war, stieß diesen Beamten dann weg und feuerte vier Schüsse in Prettis Rücken ab, während Prettis Arme auf dem Boden festgehalten wurden. Dieser Agent und ein zweiter Beamter feuerten dann sechs weitere Schüsse auf Prettis bewegungslosen Körper ab.