Die neuesten Behauptungen, Russland habe Nawalny vergiftet, zielen darauf ab, die US-Friedensbemühungen zu sabotieren

Von Andrew Korybko – 17. Februar 2026

US-Außenminister Rubio spielte den Bericht der Europäer jedoch herunter, was darauf hindeutet, dass dieses Ziel nicht erreicht werden wird, selbst wenn diese Desinformationsprovokation einen Teil der westlichen Öffentlichkeit ablenkt.

Das Vereinigte Königreich, Schweden, Frankreich, Deutschland und die Niederlande behaupteten unerwartet, dass der vor zwei Jahren im Gefängnis verstorbene Alexei Nawalny durch Giftstoffe eines südamerikanischen Pfeilgiftfrosches getötet worden sei. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Zakharova, verurteilte dies als Falschmeldung, die von den Ermittlungen zu Nord-Stream und der Veröffentlichung der Epstein-Akten ablenken solle. Es ist zwar möglich, dass die Regierungen der genannten Staaten damit die Aufmerksamkeit „gelegentlicher Ermittler” von diesen beiden Fällen ablenken wollten, aber möglicherweise steckt noch mehr dahinter.

Bevor wir erklären, was das sein könnte, ist es wichtig, die Leser daran zu erinnern: „Putin hatte keinen Grund, Nawalny zu töten, aber der Westen hatte jeden Grund, zu lügen, dass er es getan habe.“ Später wurde auch bekannt, dass Putin zugestimmt hatte, Nawalny gegen nicht namentlich genannte russische Gefangene auszutauschen, die im Westen inhaftiert waren. Darüber hinaus „kamen US-Geheimdienste überraschenderweise zu dem Schluss, dass Putin den Tod Nawalnys nicht angeordnet hatte“, sodass es nicht einmal einen halbwegs glaubwürdigen Grund gibt, zu spekulieren, dass Russland dafür verantwortlich sei. Leider taten die Europäer es dennoch.

Die russische Botschaft in London erklärte: „Der Zweck dieser Farce ist klar: die schwindende antirussische Stimmung in den westlichen Gesellschaften wieder anzufachen. Wenn es keinen wirklichen Vorwand gibt, erfinden sie einfach einen.“ Der russische Botschafter in Deutschland ist jedoch glaubt jedoch, dass dies eigentlich dazu dienen soll, „die Versuche zu untergraben, einen direkten Dialog mit Moskau aufzubauen, über den in Europa in letzter Zeit zunehmend gesprochen wird“, nachdem Macrons diplomatischer Berater Berichten zufolge Moskau besucht hatte.

Der ständige Vertreter Russlands bei der Organisation für das Verbot chemischer Waffen scheint diese Ansicht zu teilen. Ihm zufolge „ist klar, dass es in absehbarer Zukunft keinen sinnvollen Dialog mit dem Westen geben kann. Sie haben sich bereits entschieden und sich selbst davon überzeugt, dass unser Land alle mit Polonium, Nowitschok und Froschgift vergiftet und dabei gegen alle möglichen Normen und seine Verpflichtungen aus internationalen Verträgen verstößt.“

Was diese Beamten nicht erwähnen ist der größere Zusammenhang der laufenden Gespräche Russlands mit den USA und der Ukraine, wobei letztere von den USA vermittelt werden, sowie der Bemühungen der Europäer, diese zu sabotieren. Es ist daher wahrscheinlich, dass die jüngsten Behauptungen über eine Vergiftung Nawalnys durch Russland dazu dienen sollen, „gelegentliche Ermittler” von den Ermittlungen zu Nord Stream und der Veröffentlichung der Epstein-Akten abzulenken und gleichzeitig eine Wiederaufnahme des russisch-europäischen Dialogs zu verhindern sowie die Gespräche Russlands mit den USA und der Ukraine zu sabotieren.

Die Verfolgung all dieser Zielen passt in der jetzigen sensiblen Phase des Ukraine-Konflikts zum Vorgehen der europäischen Regierungen, insbesondere des Vereinigten Königreichs, dessen Rolle in diesem Spektakel nicht unterschätzt werden sollte. Es ist sehr gut möglich, dass es sich in erster Linie um eine britische Desinformationsprovokation handelt, der sich dann mehrere seiner westeuropäischen Partner angeschlossen haben, um dieser jüngsten Behauptung falsche Glaubwürdigkeit zu verleihen, obwohl es etwas überraschend ist, dass Frankreich sich angeschlossen hat, nachdem Macrons diplomatischer Berater Berichten zufolge gerade Moskau besucht hatte.

Eine Erklärung dafür ist, dass Frankreich ein doppeltes Spiel treibt, indem es sich zwar als Stimme Westeuropas und als Vermittler für eine Annäherung Russlands an Westeuropa präsentiert und so sein Ansehen steigert, dabei aber letztlich nicht aufrichtig ist, weshalb es sich der aktuellen britischen Provokation angeschlossen hat. Auf jeden Fall hat Rubio den Bericht der Europäer heruntergespielt, was darauf hindeutet, dass ihre Bemühungen, die Friedensvermittlungen der USA gegenüber Russland und der Ukraine zu sabotieren, nicht von Erfolg gekrönt sein werden, selbst wenn es ihnen gelingen sollte, einen Teil der westlichen Öffentlichkeit abzulenken.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors.

[Zum Originalbeitrag in englischer Sprache]

Appell von Militärs an jeden Bürger, sich auf „Verteidigung“ vorzubereiten – militärisch-politischer Verlautbarungsjournalismus vom „Spiegel“

Von Marcus Klöckner – 17. Februar 2026

Der Generalinspekteur der Bundeswehr und der britische Generalstabchefs fordern in einem offenen Brief die Aufrüstung Europas. Darin appellieren sie an jeden einzelnen Bürger, sich auf „Verteidigung“ vorzubereiten. Ein solcher Brief des ranghöchsten deutschen Offiziers ist im Hinblick auf eine Entschärfung des Konflikt mit Russland eine Katastrophe. Der Spiegel berichtet zwar vordergründig sachlich über den Brief – doch „sachlich“ ist hier nicht „neutral“. Bestellt die Politik das Feld der Kriegspropaganda, müssen Redaktionen ihr den Pflug aus der Hand nehmen – und sich nicht als Esel davor spannen lassen. Sonst entsteht dabei ein politisch-militärischer Verlautbarungsjournalismus. Eine Medienanalyse von Marcus Klöckner.

In Zeiten, in denen Politiker, Militärs und Experten unaufhörlich von einem Krieg sprechen, der angeblich „droht“, ist echter Journalismus gefragt. In Zeiten, in denen Politiker, Militärs und Experten immer wieder vor dem Angriff eines als feindlich betrachteten Landes reden, brauchen Staat, Land, Demokratie und Gesellschaft die „Vierte Macht“. Jetzt kommt es darauf an: Sind Medien dessen gewachsen, was in einer solchen Zeit den Bürgern in zunehmend hoher Dosierung verbreicht wird?

Journalisten müssen im Allgemeinen und in Zeiten der Kriegstrommelei erst recht, Propaganda so schnell erkennen, wie ein Tier Nahrung riecht. Journalisten müssen in der Lage sein, Propaganda zu dekonstruieren und publizistisch in Richtung der Absender zu schleudern. Denn mit das Schlimmste, was einer Gesellschaft passieren kann, ist, dass sie der Kriegspropaganda anheim fällt.

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Der Morgan-McSweeney-Komplex

Von Maike Gosch – 17. Februar 2026

Die Epstein-Akten richten einen hellen Scheinwerfer in viele dunkle Ecken – nicht nur in die der Sexskandale, Pädophilie oder der US-amerikanischen Politik. Auch Akteure der europäischen Politik geraten durch die Enthüllungen in den Fokus. In Großbritannien haben die Informationen bereits zum Rücktritt des ehemaligen britischen Botschafters Lord Peter Mandelson (Spitzname „Fürst der Finsternis“) aus dem Oberhaus des britischen Parlaments (House of Lords) geführt. In den letzten Tagen folgten noch weitere prominente Mitglieder aus dem engen Umkreis des Premierministers Keir Starmer, die Mandelson nahestanden. Aber das ist erst der Anfang einer viel größeren Geschichte von politischen Intrigen, Rufmordkampagnen und Korruption auf der britischen Insel, in der ein gewisser Morgan McSweeney eine zentrale Rolle spielt.

Am 8. Februar 2026 trat Morgan McSweeney als Stabschef des britischen Premierministers Keir Starmer zurück und übernahm dabei die „volle Verantwortung” für seinen Rat an Keir Starmer, Lord Mandelson zum britischen Botschafter in den USA zu ernennen.

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„Und das ist nur der Anfang“: Rede von der Leyens auf Sicherheitskonferenz wird zum friedenspolitischen Albtraum

Von Marcus Klöckner – 17. Februar 2026 um 9:14

Ursula von der Leyen hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz gesprochen – hätte sie nur geschwiegen! In ihrer Grundsatzrede offenbart sie den Kitt für eine EU, die bald nur noch aus Feindbilddenken, Aufrüstung und kollektivem Realitätsverlust zusammengehalten wird. Jene EU, die aus den Trümmern eines zerstörten Europas entstand und dem Krieg abgeschworen hatte, zerschellt gerade wie ein Schiff an einer Klippe. Die Mittel für die Rüstungsindustrie, die von der Leyen beschönigend als „Verteidigungsinvestitionen“ bezeichnet, sollen bis 2028 sogar noch die von den USA im vergangenen Jahr getätigte Summe „übertreffen“. Wir sehen eine EU, die längst im Rausch der Kriegstreiberei taumelt.

Die Präsidentin der Europäischen Kommission beginnt ihre Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz mit den Worten: „Sehr geehrte Damen und Herren“. Es sind die einzigen Worte im Vortrag der EU-Politikerin, die keiner Kritik bedürfen. Vieles von dem, was Ursula von der Leyen danach sagt, kommt einer friedenspolitischen Zumutung gleich.

„Wir sehen uns einer unübersehbaren Bedrohung durch Kräfte von außen gegenüber, die versuchen, unsere Union von innen zu schwächen“, sagt die Christdemokratin ganz so, als ob diese politisch herbeifantasierte „Bedrohung“ von außen der Realität entspräche. Nicht, dass es keine Bedrohung gäbe, nein, nein. Allerdings kommt die Bedrohung nicht von einem äußeren Feind, sondern von innen. In der EU nämlich, wo vom Grundsatz her der Geist der Demokratien aus den Mitgliedsstaaten zusammenfließen sollte, ist eine Politik machtelitärer Großmannssucht entstanden – zum schweren Schaden der Demokratie.

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ICE-Memo skizziert massive 38,3 Milliarden Dollar teure Erweiterung des Netzwerks an Konzentrationslagern

Von Jacob Crosse – 16. Februar 2026

Ein Memorandum der Immigration and Customs Enforcement (ICE) vom 13. Februar legt den Plan der Behörde für einen massiven, dauerhaften Ausbau der Hafteinrichtungen überall in den Vereinigten Staaten dar. Dazu gehören die Bereitstellung von zweistelligen Milliardenbeträgen, die Einstellung von tausenden zusätzlichen Bundesagenten und der Bau von „Mega-Zentren“, in denen Menschen monatelang festgehalten werden sollen.

Laut dem Memorandum wird die Behörde bis Ende November 2026 – dem Monat, in dem die Zwischenwahlen stattfinden sollen – „acht groß angelegte Haftzentren und 16 Aufnahmeeinrichtungen“ beaufsichtigen. „Zudem sollen zehn bestehende ,schlüsselfertige‘ Einrichtungen übernommen werden, in denen die ICE ERO [Enforcement and Removal Operations] bereits aktiv ist.“

Während für Sozialleistungen, das öffentliche Gesundheitswesen, Bildung oder Wohnraum „kein Geld“ da ist, wird die ICE laut eigenen Schätzungen 38,3 Milliarden Dollar für die „Detention Reengineering Initiative“ (Initiative zur Umstrukturierung der Haftsysteme) ausgeben. Der Plan macht deutlich, dass die US-Regierung trotz der Beendigung der „Operation Metro Surge“ in Minneapolis (Minnesota) Massenverhaftungen und Massenabschiebungen von Personen, die sie als „illegal“ einstuft, auch im Jahr 2026 und darüber hinaus fortsetzen will.

In dem Memorandum heißt es, das „neue Modell ist darauf ausgelegt, die Bettenkapazität strategisch auf 92.600 zu erhöhen“. Die Ausweitung der Haftplätze wird ergänzt durch die Einstellung von „12.000“ zusätzlichen Agenten für die Einwanderungs-Gestapo.

Das Memorandum macht deutlich, dass es sich nicht um eine vorübergehende Maßnahme als Reaktion auf eine erfundene „Grenzkrise“ handelt, sondern um den Ausbau eines Polizeistaats, der sich gegen die Arbeiterklasse richtet, unabhängig von Immigrantenstatus. Es betont, dass die Einrichtungen „so gebaut werden, dass sie die unmittelbaren Spitzenkapazität als auch den dauerhaften Betrieb bewältigen kann, und damit eine einheitliche, anpassbare Lösung liefert, die für Kontinuität, Sicherheit, Einhaltung der Vorschriften und Kontrolle sorgen wird“.

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Münchner Sicherheitskonferenz: Alexandria Ocasio-Cortez wirft Trump mangelndes Engagement im Krieg gegen Russland vor

Von Andre Damon – 16. Februar 2026

Alexandria Ocasio-Cortez, Mitglied der Democratic Socialists of America und Demokratische Kongressabgeordnete aus New York, sprach am vergangenen Wochenende auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Das Jahrestreffen von NATO-Vertretern, Verteidigungsministern und Führungskräften der Rüstungsindustrie dient seit dem Kalten Krieg als wichtigstes Forum für westliche Militärstrategie.

Im Vorfeld ihres Auftritts bezeichnete die World Socialist Web Site Ocasio-Cortez‘ Auftritt als „ihr Debüt als imperialistische Strategin“. Und dieser Prognose wurde sie gerecht.

In einer Rede auf einer von Lockheed Martin, Raytheon und BAE Systems gesponserten Konferenz warf Ocasio-Cortez der Trump-Regierung mangelndes Engagement im US-NATO-Krieg gegen Russland vor. Auch wiederholte sie den Vorwurf der Trump-Regierung, der Iran habe „Zehntausende Demonstranten“ getötet. Im Kampf um Taiwan schloss sie den Einsatz amerikanischer Truppen gegen China nicht aus.

Die Strategie der Alexandria Ocasio-Cortez (auch AOC genannt) bestand während der gesamten Konferenz darin, Trumps „Autoritarismus“ mit dem des russischen Präsidenten Wladimir Putin gleichzusetzen und zu versuchen, die weit verbreitete Opposition gegen Trump in eine Unterstützung für den Krieg gegen Russland umzumünzen. Sie warnte, dass Trump und Rubio „die Vereinigten Staaten aus der ganzen Welt zurückziehen wollen, damit wir in ein Zeitalter des Autoritarismus eintreten können, (…) wobei Putin in Europa mit dem Säbel rasseln und versuchen kann, unsere eigenen Verbündeten dort zu schikanieren“.

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Trump 2.0 muss dringend seine Position zu Polens Atomwaffenplänen klarstellen

Von Andrew Korybko – 16. Februar 2026

Eine Aufforderung zum Rückzug würde die potenziell unkontrollierbare Verbreitung von Atomwaffen in der Welt nach dem Ende des New-START-Vertrags verhindern, während die stillschweigende Akzeptanz einer möglichen Unterstützung durch Frankreich, geschweige denn eine direkte Hilfe für Polen bei der Entwicklung von Atomwaffen, das ohnehin schon gefährliche Sicherheitsdilemma zwischen der NATO und Russland radikal verschärfen könnte.

Der polnische Präsident Karol Nawrocki erklärte kürzlich gegenüber Polsat News, er sei „ein großer Befürworter des Beitritts Polens zum Atomprojekt. Dieser Weg, unter Einhaltung aller internationalen Vorschriften, ist der Weg, den wir einschlagen sollten. (…) Wir müssen in diese Richtung handeln, damit wir mit der Arbeit beginnen können.” Obwohl er sich nicht sicher sei, ob die Regierung tatsächlich in diese Richtung handeln wwerde, fügte er hinzu, dass Polen zumindest sein „nukleares Potenzial” ausbauen sollte, und deutete damit an, dass das geplante, von den USA gebaute Kernkraftwerk dabei helfen könnte.

Bereits im September letzten Jahres wurde nach Nawrockis unverhohlenem Hinweis gegenüber französischen Medien auf die damaligen Absichten Polens eingeschätzt, dass „die USA Polens Pläne für Atomwaffen stillschweigend unterstützen dürften“. Zum Hintergrund: Frankreich hatte zu diesem Zeitpunkt bereits vorgeschlagen, dass Polen an seinem Programm zur gemeinsamen Nutzung von Atomwaffen teilnehmen könnte, was Nawrocki sehr begrüßen würde. Es besteht daher die Möglichkeit, dass Frankreich, entweder in Abstimmung mit den USA oder mit deren Zustimmung, Polen auch bei der Entwicklung von Atomwaffen unterstützen könnte.

Die vorangegangene Analyse, auf die der Hyperlink verweist, kam auch zu dem Schluss, dass „Russland wahrscheinlich keinen Krieg mit der NATO riskieren wird, indem es einen Präventivschlag gegen französische Atomwaffen in Polen oder polnische Nuklearanlagen durchführt“, da die USA weiterhin zu Artikel 5 stehen, insbesondere in Bezug auf Polen, einem ihrer wichtigsten Verbündeten überhaupt. Nachdem Trump 2.0 jedoch Anfang dieses Monats das New-START-Abkommen auslaufen ließ, ohne es gemäß Putins Vorschlag zu verlängern, kamen Befürchtungen hinsichtlich eines globalen nuklearen Wettrüstens auf, auf die hier eingegangen wurde.

Diese Analyse erinnerte die Leser daran, dass „das Völkerrecht nur dann eingehalten wird, wenn es glaubwürdige Durchsetzungsmechanismen oder den politischen Willen gibt, das Völkerrecht einseitig durchzusetzen, sollten die vorgenannten Mechanismen nicht mehr existieren, was aufgrund der dysfunktionalen Pattsituation im UN-Sicherheitsrat in den letzten zehn Jahren derzeit wohl der Fall ist“. Solange eine aufstrebende europäische Atommacht wie Polen noch unter dem nuklearen Schutzschild der USA steht, wird es Russland, so wurde den Lesern ebenfalls in Erinnerung gerufen, aller Wahrscheinlichkeit nach nicht riskieren, mittels eines Angriff auf ihre Nuklearanlagen einen Dritten Weltkrieg auszulösen.

Die oben genannte Erkenntnis sollte jedoch nicht so interpretiert werden, dass Polen, Deutschland, die nordischen Länder oder andere Länder in Europa bald Atomwaffen entwickeln werden, da es unvorstellbar ist, dass eines dieser Länder ein solches Programm ohne zumindest die stillschweigende Zustimmung der USA in Angriff nehmen würde. Bislang ist Polen das einzige Land, das seine Absichten offen erklärt hat. Nun liegt es an den USA, zu entscheiden, ob sie einen ihrer wichtigsten Verbündeten dazu auffordern, sich zurückzuziehen, über seinen Vorstoß hinwegzusehen oder ihm gar dabei zu helfen.

Einige Mitglieder der Trump-Regierung mögen vielleicht davon ausgehen, dass ein nuklear bewaffnetes Polen nach dem Ende des Ukraine-Konflikts zur Eindämmung Russlands in Europa beitragen könnte. Dies würde aber voraussetzen, dass die polnische Führung stets rational bleibt, und es ist bereits fraglich, ob sie derzeit überhaupt rational agiert. Es besteht auch die begründete Sorge, dass Polen seine Atomwaffen in Drittländern wie den baltischen Staaten und/oder der Ukraine stationieren und ihnen möglicherweise sogar die Befugnis zum Einsatz taktischer Varianten dieser Waffen erteilen könnte, was das Risiko eines Dritten Weltkriegs erheblich erhöhen würde.

Trump 2.0 muss daher dringend seine Position zu diesem Thema klarstellen, damit keine Unklarheiten darüber bestehen, wo die US-Regierung in dieser Frage steht. Selbst wenn die USA aus Gründen der „glaubhaften Abstreitbarkeit” und um die Spannungen mit Russland zu entschärfen, ein Auge zudrücken würden, sollte Frankreich Polen bei der Entwicklung von Atomwaffen helfen, könnte dies das ohnehin schon gefährliche Sicherheitsdilemma zwischen der NATO und Russland radikal verschärfen. Dies zuzulassen, birgt die reale Gefahr, die Büchse der Pandora zu öffnen und zu einer unkontrollierbaren Verbreitung von Atomwaffen in Europa und der ganzen Welt zu führen.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors.

[Zum Originalbeitrag in englischer Sprache]

Britische Regierung: „Nur Russland hatte die Mittel, das Motiv und die Möglichkeit“

Von Florian Rötzer – 16. Februar 2026

Natürlich kann es sein, dass der in einer russischen Strafkolonie eingesperrte und körperlich bereits geschwächte russische Oppositionspolitiker Nawalny kurz vor einem geplanten Gefangenenaustausch, dem Putin zugestimmt haben soll, noch schnell am 24. Februar 2024 mit einem Gift ermordet wurde – genau zum Auftakt der Münchner Sicherheitskonferenz, auf der der Vorfall entsprechend propagandistisch aufgenommen wurde. Hintergrund dürfte sein, dass mit dem Ausscheren von Washington aus der antirussischen Front und einem möglichen baldigen Friedensabkommen die Position der meisten europäischen Länder untergraben würde, die durch die Gegnerschaft zu Russland, die militärische Unterstützung der Ukraine und die beschworene Gefahr eines russisches Angriffs nach Kriegsende zementiert wird.

Vielleicht wollte man ihn [Herrn Nawalny; die GG-Red.] aus der Aufmerksamkeit verschwinden lassen, auch wenn er in Russland selbst nicht so bekannt und beliebt war. Nach seiner eher suizidalen Rückkehr nach Russland, durch die vermutlich eine Protestbewegung entzündet werden sollte, vielleicht auf Anraten westlicher Geheimdienste, wurde er sofort festgenommen, zu harten Strafen verurteilt und verlor dann schnell an Bedeutung. Es wäre also [rein theoretisch zwar] denkbar, dass der Kreml oder irgendwelche russischen Kreise verhindern wollten, dass Nawalny wieder in den Westen gelangt, um dort Unruhe zu stiften.

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Eine Ölblockade gegen den Iran ähnlich wie in Venezuela könnte es den USA ermöglichen, nach dem Prinzip „Teile und herrsche“ vorzugehen

Von Andrew Korybko – 16. Februar 2026

Die kaskadenartigen Folgen einer solchen Blockade, die letztendlich aufgrund des hohen Risikos eines Krieges mit dem Iran möglicherweise nicht verhängt werden wird, könnten gleichzeitig Russland, Indien und China schwächen.

Das Wall Street Journal berichtete, dass Trump 2.0 erwägt, eine venezolanische Ölblockade gegen den Iran zu verhängen. Bislang wurde dies noch nicht umgesetzt, da befürchtet wird, dass der Iran die regionalen Militärgüter der USA angreifen und/oder die Öltanker ihrer Verbündeten am Golf beschlagnahmen könnte, was in beiden Fällen den globalen Ölmarkt destabilisieren und das Kriegsrisiko erhöhen würde, sodass es letztendlich vielleicht nie dazu kommen wird. Sollte es den USA jedoch gelingen, eine solche Blockade durchzusetzen, könnten sie Russland, Indien und China (RIC) geschickt spalten und beherrschen.

Die USA wollen das venezolanische Modell im Iran replizieren“, indem sie den Iran dazu zwingen, sich und seine Energieindustrie den USA unterzuordnen. Die „Trump-Doktrin“, die von der „Strategie der Verweigerung“ des Unterstaatssekretärs für Politik, Elbridge Colby, geprägt ist, zielt darauf ab, den Rivalen der USA strategische Ressourcen vorzuenthalten. Dementsprechend hat sie ein Interesse daran, Chinas durchschnittliche Importe von 1,38 Millionen Barrel iranischem Öl pro Tag im letzten Jahr zu unterbinden, was die chinesische Wirtschaft hart treffen könnte, wenn diese nicht ersetzt werden (was schwierig sein dürfte).

Diese Exporte könnten dann nach Indien umgeleitet werden, wodurch Indien seinen durchschnittlichen Import von einer Million Barrel russischem Öl pro Tag im letzten Monat mehr als ersetzen könnte, wobei die Einnahmen gemäß dem venezolanischen Präzedenzfall auf ein Treuhandkonto eingezahlt würden, um an den Iran freigegeben zu werden, wenn dieser ein Atom- und Raketenabkommen mit den USA schließt. Auf diese Weise könnte Indien seine Importe von russischem Öl auf Null reduzieren und gleichzeitig die Rolle der USA für seine Energiesicherheit genau so stärken, wie es Trump 2.0 will, was letztlich RIC unglaublichen Schaden zufügen würde.

Die Haushaltseinnahmen Russlands aus solchen Verkäufen würden sinken und könnten realistischerweise nur teilweise durch mehr Verkäufe an China ersetzt werden, was jedoch möglicherweise nicht so einfach ist, wie es klingt. Das Vereinigte Königreich bereitet eine Kampagne vor, um Russlands „Schattenflotte” im Ärmelkanal zu beschlagnahmen, nachdem es durch die Beschlagnahmung eines unter russischer Flagge fahrenden Öltankers vor seiner Küste durch die USA ermutigt wurde. Wenn Russland dem Vereinigten Königreich keine inakzeptablen Kosten auferlegt und es auch den USA keine Kosten für diese Maßnahme auferlegt hat, dann könnten seine Tanker aus der Ostsee China möglicherweise nie erreichen.

Auch die Tanker aus dem Schwarzen Meer könnten ihr Ziel nicht erreichen, wenn sich das Vereinigte Königreich mit Griechenland und Zypern verbündet, um Russlands „Schattenflotte” auch auf dieser Route zu stoppen. Pipeline-Exporte, deren Umfang begrenzt ist, wären dann neben den relativ geringen Tanker-Exporten aus Fernost das einzige Mittel, um einen Teil der verlorenen russischen Ölexporte nach Indien durch China zu ersetzen. Der daraus resultierende wirtschaftliche Druck auf Russland und China könnte sie anfällig für einseitige Vereinbarungen mit den USA in Bezug auf die Ukraine und den Handel machen.

Was Indien betrifft, so hat es bereits eine teilweise einseitige Vereinbarung mit den USA getroffen, indem es sich informell bereiterklärt hat, seine Importe von russischem Öl im Gegenzug für das Handelsabkommen vollständig einzustellen, und der wachsende Einfluss der USA auf die Energiesicherheit Indiens könnte dessen hart erkämpfte strategische Autonomie einschränken. Dies könnte dann genutzt werden, um Indien zu einer Reduzierung seines Einkaufs chinesischer Waren und Dienstleistungen zu zwingen, um so mehr Druck auf die Volksrepublik auszuüben, einem eigenen einseitigen Handelsabkommen mit den USA zuzustimmen.

Dieses Worst-Case-Szenario der Teilungs- und Herrschaftspolitik der USA kann verhindert werden, indem der Iran eine US-Blockade seines Öls abschreckt oder durchbricht, während Russland dasselbe in Bezug auf eine britische Blockade seiner „Schattenflotte“ tut. Diese Optionen erfordern einen immensen politischen Willen, da sie das Risiko eines heißen Krieges zwischen den Großmächten mit sich bringen. Es ist daher unklar, ob sie umgesetzt werden, aber ebenso könnten die USA und Großbritannien aus dem gleichen Grund letztendlich von ihren möglichen Blockaden Abstand nehmen.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors.

[Zum Originalbeitrag in englischer Sprache]

Epstein-Enthüllungen und kein Ende

Von vesti7.ru (Übersetzung: Thomas Röper) – 16. Februar 2026

Darüber, wie deutsche Medien wie der Spiegel vom Fall Epstein ablenken, indem sie ihn mit Artikel-Überschriften wie „Männlicher Blick auf Frauen – Dieser verdammte Epstein in uns allen“ banalisieren und mit leider täglich vorkommenden Fällen von Missbrauch vergleichen, will ich demnächst noch einen gesonderten Artikel schreiben.

Hier soll es darum gehen, wie anders als in Deutschland die russischen Medien darüber berichten, denn der Fall Epstein war auch an diesem Sonntagabend wieder das beherrschende Thema des Beitrages des USA-Korrespondenten, den das russische Fernsehen in seinem wöchentlichen Nachrichtenrückblick gezeigt hat und den ich übersetzt habe. […]

Die Epstein-Akten: Der Westen die geheimen Orgien seiner Eliten jahrzehntelang beobachtet

Kommen wir zurück zu einem Thema, das die internationale Presse seit Wochen beschäftigt. Das sind dieselben Epstein-Akten, über die wir letzten Sonntag gesprochen haben.

Zur Erinnerung: Jeffrey Epstein war ein US-amerikanischer Finanzier, der 2008 wegen Kindesmissbrauchs zu 18 Monaten Haft verurteilt wurde. Anschließend wurde er lebenslang als Sexualstraftäter registriert. Insgesamt fielen, wie inzwischen bekannt ist, mehr als tausend Mädchen und Frauen diesem Serientäter zum Opfer. Er wurde im Juli 2019 erneut verhaftet. Im August desselben Jahres hat er sich angeblich in einer New Yorker Gefängniszelle erhängt.

Die Polizei hat Millionen von Computerdateien mit Aufnahmen von Gewalt, Pädophilie und geradezu satanischen Orgien auf Epsteins Privatinsel in der Karibik. Zu den Teilnehmern gehörte die globale Elite: vom US-Präsidenten Bill Clinton über Regierungsmitglieder, Milliardäre und Popstars bis hin zu Mitgliedern europäischer Monarchien.

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