Russlandfeldzug, Völkermord und fehlende „Kirchenbuße“

Von Peter Bürger – 22. Juni 2026

Sowjetische Kriegsgefangene im Konzentrationslager Mauthausen. Bundesarchiv, Bild 192-208 / CC-BY-SA 3.0

Die deutschen katholischen und evangelischen Kirchenleitungen assistierten bei Hitlers Vernichtungsfeldzug gen Osten mit über 20 Millionen Opfern. – Wann werden sie endlich durch Taten ihre Reue unter Beweis stellen?

Die Spatzen pfeifen es förmlich von den Dächern der digitalen Bibliotheken. Wer bei Google im KI-Modus die Fragen „Welches ist bezogen auf die gesamte Geschichte der Vernichtungskrieg mit den meisten Opfern?“ und „War der deutsche Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion ein Völkermord?“ eingibt, erhält bereits grundlegende Aussagen zum Stand der kritischen Geschichtsforschung.

Weiterführende Eingaben zum sogenannten deutschen „Russlandfeldzug“ hinsichtlich des Komplexes „Hungerplan und Wehrmacht“, betreffs der völkermörderischen Zielsetzungen im „Generalplan Ost“ oder zur juristischen Bewertung im Licht der UN-Völkermordkonvention münden in die Aussage: Es „qualifiziert die moderne Rechts- und Geschichtswissenschaft das deutsche Vorgehen in der UdSSR heute als eine Kaskade mehrerer, miteinander verflochtener Genozide“ (KI-Abfrage 17.06.2026).

Doch solch ein Übergang der fachwissenschaftlichen Forschungen in die von allen Menschen leicht aufrufbaren Informationssysteme ficht den deutschen Staat auch 85 Jahre nach den am 22. Juni 1941 ins Werk gesetzten Verbrechen wider die Menschheit nicht an. Die unter den Vorzeichen von Antislawismus und Herrenmenschentum durchgeführten Massenvernichtungen dürfen auf keinen Fall als Völkermordkomplex ins deutsche Geschichtsgedächtnis gelangen.

Die öffentliche Losung soll vielmehr auf allen Kanälen lauten: „Der Russe steht vor der Tür!“ Nur so nämlich kann man heute Billionen aus dem Volksvermögen umleiten in die Kassen der Kriegs- und Finanzindustrien einer reichen Minderheit. Derweil streicht der deutsche Staat, dieser selbsternannte Weltmeister der Geschichtsaufarbeitung, die Mittel für das gesellschaftliche Leben zusammen, um die Militärkomplexe des Todes zu mästen. Effektiver kann man den neuen – noch rüstungsfreundlicher gesinnten – Deutschnationalen und Völkischen – den Weg hin zu den Regierungsbänken wirklich nicht mehr bereiten.

Beim Völkermordkomplex des deutschen „Russlandfeldzuges“ mit mehr als 20 Millionen Opfern waren die beiden deutschen Großkirchen ab 1941 als ideologische und „pastorale“ Dienstleister kräftig beteiligt. Auch in dieser Sache erhält man bereits über KI-Abfragen bei Google einen durchaus brauchbaren ersten Überblick zur historischen Forschung. Wer die Abgründe des antibolschewistischen, antiasiatischen, antisemitischen und hitlerstaatstreuen Kriegskirchentums gründlicher erkunden möchte, findet im Anhang reichhaltige Lektürevorschläge (vgl. unten im Literaturverzeichnis die Internetpublikationen Q_2015 bis Q_2025b).

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Die Dämonisierung Putins – ein klassisches Instrument der Kriegsrhetorik

Von Uwe Froschauer – 22. Juni 2026

Vladimir Putin at press conference in Beijing
Kremlin.ruCC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Das erste Opfer eines Krieges ist die Wahrheit. Dieser Satz wird häufig zitiert, doch selten war seine Aktualität so offensichtlich wie heute.

Während Milliarden für Aufrüstung bereitgestellt werden und die Bevölkerung in Deutschland auf „Kriegstüchtigkeit“ eingeschworen wird, erleben wir zugleich eine massive Personalisierung und Moralisierung des Ukraine-Krieges.

Statt über geopolitische Interessen, Sicherheitsfragen, die Vorgeschichte des Konflikts oder mögliche Verhandlungslösungen zu sprechen, wird der Krieg zunehmend auf eine einzige Person reduziert: Wladimir Putin.

Putin erscheint in der öffentlichen Darstellung nicht als politischer Akteur mit Interessen, Strategien oder Motiven, sondern als Kriegsverbrecher, Friedensfeind, irrationaler Aggressor und personifiziertes Böse. Die politische Botschaft ist klar: Wenn das Problem ausschließlich Putin ist, dann können Verhandlungen mit ihm nicht sinnvoll sein. Wer dennoch nach Diplomatie ruft, gerät schnell unter Rechtfertigungsdruck.

Die ethische Herabwürdigung Putins ist ein Paradebeispiel für eines der ältesten Instrumente der Kriegspropaganda: die Dämonisierung des Gegners.

Dämonisierung

Dämonisierung bedeutet nicht einfach Kritik. Kritik beschäftigt sich mit Handlungen, Entscheidungen und politischen Zielen. Dämonisierung dagegen verschiebt die Aufmerksamkeit von den Handlungen auf die Person. Der Gegner erscheint nicht mehr als politischer Akteur mit Interessen, Motiven oder Sicherheitsvorstellungen, sondern als moralisch minderwertige, gefährliche oder gar böse Figur. Er wird als irrational dargestellt, als von Gewalt besessen, als unfähig zu Verhandlungen, als permanenter Aggressor und als alleinige Ursache sämtlicher Probleme.

Dadurch entsteht beim Publikum der Eindruck, mit einem solchen Gegner könne man nicht reden, man könne ihn nur bekämpfen.

Die Dämonisierung des Gegners ist keineswegs eine Erfindung des 21. Jahrhunderts. Bereits vor über hundert Jahren wurden Methoden entwickelt, die bis heute zum Standardrepertoire moderner Kriegspropaganda gehören.

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Der Streit zwischen Kiew und Warschau eskaliert

Von TASS (Übersetzung: Thomas Röper) – 22. Juni 2026

[…] Der Streit zwischen dem polnischen Präsidenten [Nawrocki] und dem ukrainischen Machthaber Selensky wegen der offenen Verehrung von Nazi-Kriegsverbrechern durch das offizielle Kiew eskaliert weiter. Hier übersetze ich eine Zusammenfassung der Ereignisse, die die TASS veröffentlicht hat. […]

Selensky wurde der Orden des Weißen Adlers aberkannt, er droht dem polnischen Präsidenten. Was bekannt ist

Wladimir Selensky erklärte, die Entscheidung sei eine Fortsetzung des politischen Kampfes in Polen, indem „eine Stimmung des Hasses gegen Ukrainer geschürt“ werde.

Wladimir Selensky drohte dem polnischen Präsidenten Karol Nawrocki, machte sich über dessen Namen lustig und erklärte, die Rhetorik des polnischen Präsidenten gegenüber der Ukraine könne „sehr böse enden“.

Zuvor hatte Nawrocki angekündigt, Selensky den Orden des Weißen Adlers abzuerkennen, da er einer Einheit der ukrainischen Streitkräfte den Namen „Helden der UPA“ (Ukrainische Aufständische Armee) verliehen hatte.

Die TASS hat die wichtigsten Informationen zu diesem Thema zusammengetragen.

Aberkennung des Ordens für Selensky

Der polnische Präsident Karol Nawrocki hat Wladimir Selensky den höchsten polnischen Staatsorden, den Orden des Weißen Adlers, aberkannt.

Laut Nawrocki steht der Schritt im Zusammenhang mit Selenskys Entscheidung, einer Einheit der ukrainischen Streitkräfte den Namen „Helden der UPA“ (Ukrainische Aufständische Armee) zu verleihen.

In Polen gelten die Mitglieder der UPA als Verbrecher, die für den Mord an über 100.000 polnischen Bürgern in Wolhynien im Jahr 1943 verantwortlich sind.

Selensky war der Orden von Andrzej Duda, dem ehemaligen polnischen Präsidenten (2015–2025), verliehen worden.

Nach der Aberkennung haben Selensky selbst sowie die ehemaligen ukrainischen Präsidenten Leonid Kutschma, Wiktor Juschtschenko und Petro Poroschenko erklärt, die polnische Auszeichnung zurückzugeben.

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Gibt es den Iran noch, nach dem gestrigen Wutausbruch Trumps?

Von Jochen Mitschka – 22. Juni 2026

Nach dem gestrigen Wutausbruch von Donald Trump fragte man sich heute Morgen „gibt es den Iran noch“? Und oh wunder, ja, es gibt ihn noch, und die Verhandlungen in der Schweiz scheinen sogar weiter zu gehen. Hier die neuesten Informationen zu der Krise, ausgelöst durch den Vernichtungsfeldzug Israels im südlichen Libanon, den der Iran nicht akzeptieren will.

Nach den explosiven Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen die iranischen Unterhändler – in denen er unter anderem via Fox News warnte, sie würden bei einer Schließung der Straße von Hormus „nicht einmal mehr in ihr verdammtes Land zurückkehren“ – sind die Friedensgespräche im Schweizer Luxusresort Bürgenstock in eine schwere Krise gestürzt und wurden temporär unterbrochen. TKP.AT berichtete darüber.

Der Eklat und die Reaktion vor Ort

Kurzzeitiger Walk-out

Als Reaktion auf Trumps aggressive Posts bei Truth Social und seine Medien-Statements legte die iranische Delegation unter Führung von Parlamentschef Mohammad Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghtschi scharfen Protest ein und verließ nach nur 80 Minuten den Verhandlungstisch. Aber glücklicherweise gab es heftige Vermittlungen durch Pakistan, die einen vorzeitigen kompletten Abbruch verhinderten.

Und so bestätigten die Diplomaten des Irans, dass trotz des vorübergehenden Verlassens des Gebäudes, die Verhandler nicht offiziell aus den Gesprächen ausgestiegen seien und weiterhin über die Vermittler Katar und Pakistan eingebunden bleiben.

Rhetorischer Gegenwind aus Teheran

Die Führung in Teheran versucht, die Drohungen herunterzuspielen. Ghalibaf konterte via X, man nehme die US-Drohungen „nicht ernst“. Irans Präsident Massud Peseschkian betonte zeitgleich bei einer Kabinettssitzung, dass der Iran aufgrund der verheerenden Wirtschaftskrise im Land weiterhin den Dialog und eine Lockerung der US-Sanktionen anstrebe.

Spagat der US-Delegation

Während Trump aus Washington mit der vollständigen Zerstörung des Iran droht, falls die Hisbollah-Miliz nicht eingedämmt wird, versucht die US-Delegation in der Schweiz unter Vizepräsident JD Vance, Jared Kushner und Steve Witkoff Schadensbegrenzung zu betreiben. Vance sprach trotz des schwierigen Starts von „großen Fortschritten“ und dem Versuch, „ein neues Kapitel aufzuschlagen“.

Verhandlung auf Sparflamme

Der iranische Außenministeriumssprecher Esmail Baghaei erklärte, dass die Gespräche wegen der US-Drohungen und der anhaltenden Instabilität im Libanon vorerst nur auf die reine Umsetzung der bereits geschlossenen Absichtserklärung (MoU) beschränkt werden. Weiterführende Verhandlungen, etwa über das iranische Atomprogramm, wurden blockiert.

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Trump droht iranischem Verhandlungsteam, nicht in den Iran zurückkehren zu können

Von Jochen Mitschka – 21. Juni 2026

Trump hat iranische Beamte in der Schweiz bedroht, dass sie nicht nach Iran zurückkehren werden, wenn sie die Straße von Hormus schließen, während Netanyahu den Libanon bombardiert, gemäß Fox News. Trump sagte, er habe mit iranischen Beamten gesprochen und ihnen gesagt: „Ihr schließt die Straße von Hormus, und ihr habt kein Land mehr.“ Er sagte ihnen auch: „Ihr schafft es nicht einmal zurück in euer verdammtes Land.“ Trotz dieser Behauptung hat der Iran die Straße von Hormus geschlossen.

Man mag es nicht glauben, aber es stimmt. Donald Trump hat diese Drohungen tatsächlich ausgesprochen. In einem am Sonntag (21. Juni 2026) ausgestrahlten Exklusiv-Interview mit dem Nachrichtensender Fox drohte der US-Präsident der iranischen Führung mit drastischen Konsequenzen, falls die Straße von Hormus blockiert bleibt.

Trumps Aussagen im Detail

Trumps Drohungen fielen im Gespräch mit dem Fox-Korrespondenten Trey Yingst und bezogen sich auf die aktuellen Friedensverhandlungen in Bürgenstock (Schweiz): „Ihr schließt sie, und ihr habt kein Land mehr“: Trump bestätigte im Interview, diesen Satz („You close it and you won’t have a country“) als direkte Warnung an die iranische Führung gerichtet zu haben.

„Ihr schafft es nicht einmal zurück…“: Auch diese Aussage ist korrekt. Bezogen auf die iranischen Unterhändler, die zu den Gesprächen in der Schweiz eingetroffen sind, sagte Trump: „You won’t even make it back to your f—— country“ (Ihr schafft es nicht einmal zurück in euer verdammtes Land).

Weitere Drohungen

Trump legte im Interview nach und drohte: „Ich werde die Scheiße aus ihnen herausschlagen“ (I’ll blow the s— out of them) und stellte eine komplette Übernahme der Straße von Hormus durch das US-Militär in den Raum.

Der geopolitische Kontext

Die extremen Töne fallen mitten in eine hochempathische Phase, in der das mühsam ausgehandelte Abkommen zwischen den USA und dem Iran zu scheitern droht:

Der Auslöser war, dass der Iran am Samstag erklärte, die strategisch wichtige Straße von Hormus wieder zu schließen. Teheran begründete dies mit anhaltenden israelischen Militärschlägen im Libanon gegen die Libanesen und die Hisbollah, welche laut Iran gegen die Bedingungen des frisch unterzeichneten Memorandums (MoU) verstoßen.

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„Wir wollen mit allen Völkern befreundet sein“: Russland darf kein Feind sein!

Von Stefano di Lorenzo – 21. Juni 2026

Diese Menschen hier vor dem Brandenburger Tor setzen ein kleines Zeichen: Russland und Deutschland müssen nicht unbedingt Feinde sein. (Foto: Stefano di Lorenzo, Globalbridge)

Es gibt sie in Deutschland, die Menschen, die sich der Geschichte erinnern und die mit der Russland-feindlichen Politik der jetzigen Regierung nicht einverstanden sind. Am Samstag haben sie es in Berlin gezeigt. (cm)

Am 22. Juni 1941 um 3.15 Uhr morgens begann an mehreren Fronten der Angriff Nazi-Deutschlands auf die Sowjetunion. Es war ein Krieg, der früher oder später kommen sollte, schließlich war der „jüdische Bolschewismus“ schon immer der Erzfeind Hitlers und seiner Nazi-Verbündeten gewesen. Der Nichtangriffspakt zwischen Nazideutschland und der Sowjetunion von 1939 erwies sich als nichts anderes als ein taktischer Schachzug, um einen unvermeidlichen Krieg hinauszuzögern.

Am Samstag, 20. Juni, anlässlich des 85. Jahrestags des Beginns der Operation Barbarossa versammelten sich in Berlin etwa 700 Menschen vor dem Brandenburger Tor unter dem Motto „Russland ist nicht unser Feind“. Zwei Stunden an einem sehr schwülen Nachmittag zu Beginn des Sommers, der nur kurz durch ein paar vereinzelte Regentropfen eines angekündigten, aber letztendlich ausbleibenden Regengusses erfrischt wurde.

Christiane Reymann ist Journalistin. Sie ist diejenige, die den Impuls zu dieser Veranstaltung gegeben hat. Sie eröffnet die Kundgebung mit einer eindringlichen und bewegenden Rede. Es geht um historische Verantwortung und auch um die Notwendigkeit, dass sich so etwas nicht wiederholt: „Vor 85 Jahren begann im Namen Deutschlands ein Morden, wie es die Welt noch nie gesehen hatte. Auf dem Russlandfeldzug hat Deutschland seinen Anspruch, eine Kulturnation zu sein, verwirkt.“ 

Auf der Bühne erinnert Christiane Reymann an den Vernichtungskrieg des nationalsozialistischen Deutschlands: „Wir wollen, dass das Massenverbrechen Deutschlands in der Sowjetunion endlich auch von der Bundespolitik als Völkermord anerkannt wird!“ Es handelt sich nicht nur um müßige Sorgen für Berufshistoriker, sondern um eine von der Zeit diktierte Notwendigkeit: „Der große Mantel des Vergessens ist die Vorbereitung darauf, die Geschichte umzuschreiben.“

Die Sowjetunion, sagt Reymann, habe gezeigt, dass eine andere Art der gesellschaftlichen Organisation möglich war, wenn auch nur für kurze Zeit: „Unsere Eliten verzeihen Russland nicht, dass die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg Deutschland besiegt hat. Sie verzeihen nicht, dass die Sowjetunion und andere gezeigt haben, dass eine Gesellschaft möglich ist, die nicht allein auf Profit aufgebaut ist.“

Am Ende der Rede ein Appell, bei dem die Rednerin fast Mühe hat, ihre Emotionen im Zaum zu halten: „Die Russen ehren ihre gefallenen Rotarmisten mit der Musik eines Deutschen. Das ist Großmut. Und wir können uns dankbar zeigen und tapfer wehren gegen Russenhass und Kriegsvorbereitungen gegen Russland. Russland ist nicht unser Feind!“

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Drei politisch heikle Kursänderungen könnten Russlands Image in den Augen der Polen schlagartig verbessern

Von Andrew Korybko – 21. Juni 2026

Dazu gehören die Rückgabe polnischer Militärsymbole an den Kriegsfriedhof von Katyn; die Einleitung einer umfassenden PR-Kampagne zu Russlands Haltung gegenüber Katyn, die die Beendigung jeglichen historischen Revisionismus‘ in dieser Frage innerhalb seines „globalen Medienökosystems“ beinhaltet; sowie die Verlegung von Denkmälern der Roten Armee aus Polen.

Die Entziehung der höchsten polnischen Auszeichnung – des Ordens des Weißen Adlers – durch den polnischen Präsidenten Karol Nawrocki gegenüber Selenskyj wegen dessen staatlicher Verherrlichung der Täter der OUN-UPA im Zusammenhang mit dem Volhynien-Völkermord veranlasste andere ukrainische Amtsträger und die berüchtigten Trollfabriken ihres Landes dazu, Polen auf X heftig anzugreifen. Diese Angriffe waren so massiv, dass ein Abgeordneter der hartgesottenen antirussischen konservativen Oppositionspartei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS) zu dem Schluss kam, dass die Ukrainer die Polen mehr hassen als die Russen.

Mit den Worten von Kazimierz Smoliński: „Die Kommentare über Polen unter Selenskys Beitrag sind erschreckend. Der Hass einiger Ukrainer auf Polen ist erschütternd. Es sieht so aus, als würden sie uns mehr hassen als die Russen. Wie schnell haben sie vergessen, dass sie unter anderem deshalb existieren, weil wir ihnen geholfen haben und weiterhin helfen.“ Dieses in Polen wachsende Bewusstsein bietet Russland die Chance, sein Image in den Augen der Polen sofort zu verbessern, sofern es den Willen hat, drei politisch schwierige Kursänderungen umzusetzen.

Die erste besteht darin, die polnischen militärischen Symbole auf den Kriegsfriedhof von Katyn zurückzubringen, nachdem sie Ende letzten Jahres entfernt worden waren – angeblich aus technischen Gründen, was damals als asymmetrische Reaktion auf die Schließung des russischen Konsulats in Danzig durch Polen interpretiert wurde. Dies steht im Einklang mit dem, was der polnische Populist Grzegorz Braun bereits in seinem offenen Brief an den russischen Außenminister Sergej Lawrow vorgeschlagen hatte. Die zweite politische Maßnahme baut auf der ersten auf und besteht in einer umfassenden PR-Kampagne über Russlands Haltung zu Katyn.

Die Polen sollten daran erinnert werden, dass die ehemalige Sowjetunion und die Russische Föderation für dieses Verbrechen Buße getan haben, indem sie die Schuld der UdSSR [unter Stalin; die Red.] eingestanden, Archivdokumente freigegeben haben, die dies belegen – nachdem sie jahrzehntelang die Nazis dafür verantwortlich gemacht hatten –, und sogar Putin selbst Spekulationen über Stalins Motive dafür angestellt hat. Parallel dazu sollte die Ausstellung der Russischen Militärhistorischen Gesellschaft zum Thema „Zehn Jahrhunderte polnischer Russophobie“, die die Geschichte umschreibt, indem sie den Nazis die Schuld an diesem Verbrechen zuschreibt, niemals wieder auf dem Katyn-Kriegsfriedhof gezeigt werden.

Ebenso sollte jeglicher Katyn-Revisionismus innerhalb des „globalen Medienökosystems“ Russlands ein Ende finden, und diejenigen, die ihn weiterhin vorantreiben, sollten darüber informiert werden, dass der Staat keine weiteren Beziehungen zu ihnen unterhalten wird. Die letzte politische Maßnahme ist politisch am schwierigsten, würde jedoch bei der überwiegenden Mehrheit der Polen einen bleibend positiven Eindruck hinterlassen: Russland muss – sei es auf Kosten der Steuerzahler oder eines wohlhabenden Unternehmers – dafür aufkommen, alle Denkmäler der Roten Armee aus Polen zu entfernen, da diese dort als „Symbole der Besatzung“ angesehen werden.

Dies würde keine Zustimmung zu Polens historischer Darstellung bedeuten, sondern wäre ein pragmatischer Schritt, um das zu retten, was noch übrig ist, anstatt alles unweigerlich zerstören zu lassen. In Moskau könnte sogar ein Ort ausgewiesen werden, an dem Russen all diese verlegten Denkmäler besichtigen könnten. Das übergeordnete Ziel dieser drei vorgeschlagenen politischen Maßnahmen besteht darin, den Polen zu vermitteln, dass der russische Staat sie nicht so hasst wie der neue anti-polnische ukrainische Staat, um den Prozess der Wiederherstellung der zwischenmenschlichen Beziehungen in Gang zu setzen.

Polen und Russland sind auf staatlicher Ebene seit Jahrtausenden Rivalen, doch keines ihrer Völker trägt kollektiv die Schuld für das, was ihre früheren Staaten dem jeweils anderen in der Vergangenheit angetan haben. Indem Russland die moralische Überlegenheit einnimmt, kann es sich unvergesslich von der Ukraine abheben, deren „Helden“ unter der falschen Prämisse der Kollektivschuld über 100.000 Polen einem Völkermord unterzogen haben. Noch schlimmer ist, dass Kiew Warschau nicht erlaubt, die Opfer zu exhumieren, ordnungsgemäß zu bestatten und ihrer zu gedenken, obwohl es Berlin gestattet, dies für über 100.000 gefallene Nazis zu tun, was eine Schande ist.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors. Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der Redaktion von Globale Gleichheit wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.

[Zum Originalbeitrag in englischer Sprache auf dem Substack-Blog des Autors.]

Zum Autor: Andrew Korybko ist ein in Moskau lebender US-amerikanischer politischer Analyst, der sich auf die geopolitische Entwicklung sowie insbesondere den globalen systemischen Übergang zur Multipolarität spezialisiert hat.

Ukrainekrieg vor der Eskalation mit Belarus?

Von Jochen Mitschka – 21. Juni 2026

Bild: tkp

Selenskyj hat vor wenigen Tagen ein einwöchiges Ultimatum an Lukashenko gestellt: Demontieren Sie die Grenzrelaisstationen, die angeblich russische Drohnen leiten und liefern sie keine Ölprodukte an Russland … oder die Ukraine wird sie angreifen.  Aber der belarussische Präsident kann unmöglich auf dieses Ultimatum eingehen.

Während Selenskyj dies als angeblichen Schutz der Zivilbevölkerung dargestellt, birgt dieser Schachzug die Gefahr, Belarus in einen vollständigen Krieg hineinzuziehen und eine gefährliche neue nördliche Front zu eröffnen. Es folgt dem schrittweisen Eskalationsschauspiel, das im RAND-Papier „Extending Russia“ detailliert wird – russische Streitkräfte in Europa binden, damit die USA sich auf China konzentrieren können. Das Script hat sich noch lange nicht geändert, sagen einige Beobachter.

Europas globalistische Eliten weigern sich, jede Niederlage hinzunehmen, und sehen Russland und den Iran als Sprungbretter für den größeren Zusammenstoß mit China. Und Selenskyjs Überlebensstrategie ist es, die NATO zum Krieg gegen Russland zu bewegen, Tod und Zerstörung auf ganz Europa auszudehnen. So zumindest die Meinung im Globalen Süden.

Sicher ist, dass die Risiken eines erweiterten Krieges und einer direkten Konfrontation zwischen Europa und Russland mit einem Eintritt Weißrusslands in den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine außer Kontrolle geraten.

Zunächst noch mal die Details

Am 19. Juni erklärte Selenskyj bei einer Pressekonferenz mit dem honduranischen Präsidenten Nasry Asfura, Belarus habe eine Woche Zeit, um Relaisstationen auf Grenztürmen in zwei Regionen abzubauen, die nach ukrainischen Angaben russische Drohnenangriffe auf Zivilgebiete steuern – andernfalls werde die Ukraine sie selbst ausschalten. Er begründete die Frist damit, dass täglich Zivilisten sterben und Kinder verletzt werden. Zusätzlich forderte er Belarus auf, seine Treibstofflieferungen einzustellen, die der russischen Armee zugutekommen, da Belarus einer der Hauptlieferanten der russischen Streitkräfte sei. Bemerkenswert: Nur drei Tage zuvor, am 16. Juni, hatte sich Lukaschenko in einem Interview mit Al Arabiya noch für frühere scharfe Äußerungen gegenüber Selenskyj entschuldigt und betont, von Belarus gehe „absolut nichts“ für die Ukraine zu befürchten. Nach dem Ultimatum drohte er dagegen mit einem Gegenschlag auf ein „sehr wichtiges“ Ziel in der Ukraine. Die Tonlage hat sich also innerhalb weniger Tage deutlich verschärft.

Schauen wir uns die verschiedenen Sichtweisen auf diese Entwicklung an

Die ukrainische/westlich-sicherheitspolitische Lesart: Selbstverteidigung mit klarer Adresse

Aus Kyjiws/Kiews Sicht ist das Ultimatum keine Aggression, sondern die öffentliche Markierung einer roten Linie gegen eine Infrastruktur, die de facto im Kriegsgeschehen genutzt wird. Die Argumentation: Wenn Belarus seit 2022 russisches Territorium für Angriffe zur Verfügung stellt, russische Atomwaffen und Militärinfrastruktur beherbergt und Bauteile für die russische Rüstungsindustrie liefert, dann ist die Behauptung Lukaschenkos, sein Land sei nicht in den Krieg involviert, in den Augen Kyjiws unglaubwürdig. Selenskyj hatte bereits Anfang Mai erklärt, die Ukraine sei zu „präventiven“ Maßnahmen bereit, falls sich militärische Bedrohungen aus dem Norden konkretisieren. In dieser Lesart ist das Ultimatum kalkuliert eng gefasst – es zielt auf konkrete technische Infrastruktur (Relaisstationen), nicht auf eine Invasion, und lässt Lukaschenko bewusst einen Ausweg, der ihm erlauben würde, sein Land formal aus dem Krieg herauszuhalten.

Die Frage ist, was, wenn diese Ansicht richtig sein sollte, mit den NATO-Ländern ist, welche ähnlich und noch weit darüber hinaus, für die Ukraine Leistungen erbringen.

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Selenskys Ultimatum an Lukaschenko gibt Putin die Chance, die Abschreckung wiederherzustellen

Von Andrew Korybko – 20. Juni 2026

Russland kann nicht zulassen, dass die von den USA unterstützte Ukraine ungestraft Belarus angreift, da es sonst riskiert, seinen engsten Verbündeten zu verlieren – sei es durch Zerstörung oder durch Lukaschenkos „Überlaufen“ zum Westen; beide Szenarien würden das strategische Kräfteverhältnis im Ukraine-Konflikt zu Russlands größtem Nachteil verschieben.

Selenskyj gab dem belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko eine Woche Zeit, um Luftabwehrsysteme und Drohnen-Relaisstationen entlang ihrer gemeinsamen Grenze zu entfernen, ansonsten werde die Ukraine dies für ihn tun. Dies geschieht vor dem Hintergrund wachsender Spannungen, die seit dem Frühjahr brodeln, nachdem Selenskyj andeutete, die Ukraine könne Lukaschenko festnehmen, so wie die USA Maduro gefangengenommen hatten – unter dem Vorwand, einer angeblich unmittelbar bevorstehenden belarussischen Invasion der Ukraine zuvorzukommen. Dies ähnelt stark der Krise der Beiden Länder vom Sommer 2024, über die Leser hier, hier und hier mehr erfahren können.

Der entscheidende Unterschied zwischen damals und heute besteht jedoch darin, dass der Westen und die Ukraine keinen Respekt mehr vor Russlands „roten Linien“ haben, nachdem Putins edle Bemühungen, einen gefährlichen Eskalationszyklus abzuwenden, der unbeabsichtigt zum Dritten Weltkrieg führen könnte, von ihnen als „Schwäche“ missverstanden wurden. Als vollendeter Pragmatiker projizierte Putin seine eigenen Überlegungen auf sie und ging daher davon aus, dass sie innehalten würden, sobald ihnen klar würde, dass sie mit dem Feuer spielen – doch das einzige, was geschah, war, dass sie Russlands Abschreckung nicht mehr ernst nehmen.

In den vergangenen zwei Jahren ist die Ukraine in die russische Region Kursk eingedrungen, hat die „Operation Spiderweb“ gegen die nukleare Triade Russlands durchgeführt, versucht, Putin in seiner Residenz in Valdai zu ermorden, hat mit Langstrecken-Drohnenangriffen auf Sankt Petersburg begonnen (von denen viele vermuten, dass sie den baltischen Luftraum durchqueren) und kürzlich auch auf Moskau, und Trump bereitet sich nun darauf vor, „zu eskalieren, um zu deeskalieren“, nachdem er bei Putin noch mehr „Schwäche“ als je zuvor gespürt hat. Dies hat eine scharfe Reaktion seitens führender russischer Vordenker ausgelöst.

Der führende Falke Sergej Karaganow beharrt weiterhin auf einem Erstschlag gegen Europa, zunächst mit konventionellen Waffen und dann mit Atomwaffen, falls diese zurückschlagen, um die Abschreckung wiederherzustellen, obwohl Putin Anfang Juni erklärte, dass solche Äußerungen „nicht einfach nur Unsinn sind; sie sind eine Provokation“. Unterdessen warnte der ehemalige russische Top-Spion Andrey Bezrukov, dass der Westen versuche, „den Frosch zu kochen“, wobei eines ihrer Ziele darin bestehe, die russischen Nuklearstreitkräfte zu neutralisieren. Er forderte Russland auf, nicht mehr so „nett“ zu seinen Feinden zu sein und endlich seine „roten Linien“ durchzusetzen.

Selenskyjs Ultimatum an Lukaschenko gibt Putin die Chance, die Abschreckung endlich wiederherzustellen. Weißrussland ist Russlands Verbündeter im Rahmen der gegenseitigen Verteidigung, und beide Länder beteiligen sich am Projekt des Unionsstaates. Darüber hinaus verfügt Russland in Weißrussland auch über Hyperschallraketen vom Typ „Oreshnik“ sowie taktische Atomwaffen, die genau zu Abschreckungszwecken stationiert wurden. Wie Putin selbst im September 2024 erklärte: „Wir behalten uns das Recht vor, im Falle einer Aggression gegen Russland und Weißrussland als Mitglied des Unionsstaates Atomwaffen einzusetzen.“

Dementsprechend könnte Putin Lukaschenko raten, Selenskys Ultimatum zurückzuweisen, und versprechen, dass Russland im Falle eines Angriffs auf Weißrussland Vergeltungsmaßnahmen gegen die Ukraine ergreifen wird, indem es den ersten Kampfeinsatz der „Oreshniks“ genehmigt (Putin stellte kürzlich klar, dass frühere Einsätze dieser Raketen in der Ukraine Testzwecken dienten). Sollte die Aggression der Ukraine gegen Weißrussland erheblichen Ausmaßes sein – etwa wenn Kiew die 500 Ziele angreift, von denen ein hochrangiger Drohnenkommandeur Ende letzten Monats behauptete, sie seien dort identifiziert worden –, könnte Russland stattdessen mit taktischen Atomwaffen zurückschlagen.

Russland kann nicht zulassen, dass die von den USA unterstützte Ukraine ungestraft Belarus angreift, da es sonst riskiert, seinen engsten Verbündeten zu verlieren – sei es durch Zerstörung oder durch Lukaschenkos „Überlaufen“ zum Westen; jedes dieser Szenarien würde das strategische Kräfteverhältnis im Ukraine-Krieg zu Russlands größtem Nachteil verschieben. Putin muss daher endlich die Abschreckung wiederherstellen oder riskiert das Worst-Case-Szenario in diesem Stellvertreterkrieg. Der Ausgang des Konflikts ist noch lange nicht entschieden, doch das könnte sich je nach seinem Handeln schlagartig ändern.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors. Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der Redaktion von Globale Gleichheit wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.

[Zum Originalbeitrag in englischer Sprache auf dem Substack-Blog des Autors.]

Zum Autor: Andrew Korybko ist ein in Moskau lebender US-amerikanischer politischer Analyst, der sich auf die geopolitische Entwicklung sowie insbesondere den globalen systemischen Übergang zur Multipolarität spezialisiert hat.

US-Biowaffenprogramme: Das russische Verteidigungsministerium reagiert auf die Enthüllungen der US-Geheimdienste

Übersetzung: Thomas Röper – 20. Juni 2026

Auch wenn deutsche Medien nicht darüber berichten, schlagen die Warnungen und Enthüllungen der US-Geheimdienste über die Machenschaften der US-Biolabore im Ausland Wellen. Nun hat sich auch das russische Verteidigungsministerium geäußert, das schon lange vor eben diesen Aktivitäten warnt.

Deutsche Medien verschweigen beharrlich, dass die US-Geheimdienstkoordinatorin vor den Aktivitäten der über 120 Biolabore weltweit warnt, die von den USA betrieben werden, weil dort an gefährlichen Biowaffen geforscht wird. Aber auch wenn die deutsche Öffentlichkeit davon nichts erfahren soll, schlagen die Erklärungen der US-Geheimdienstkoordinatorin international hohe Wellen.

Nun hat sich das russische Verteidigungsministerium dazu geäußert, das vor vielen der nun in den USA veröffentlichten Gefahren schon lange warnt. Allerdings weist es in seiner Erklärung auch darauf hin, dass die Presseerklärungen aus den USA unvollständig sind, weil darin konkrete Programme, an denen in der Ukraine geforscht wird, nicht erwähnt werden.

Ich übersetze nun die russische Erklärung und danach füge ich die Chronologie der russischen Veröffentlichungen an. Die vom russischen Verteidigungsministerium dazu veröffentlichten Bilder, füge ich nicht in die Übersetzung ein, weil sie im Grunde nur die in den Presseerklärungen der US-Geheimdienste enthaltenen Bilder, Landkarten und Grafiken oder öffentlich zugängliche internationale Verträge zeigen. […]

Briefing des russischen Verteidigungsministeriums zur Analyse der Dokumente des US-Geheimdienstes über die Aktivitäten von Biolaboren in der Ukraine

Die Russische Föderation hat wiederholt in relevanten internationalen Foren, darunter dem UN-Sicherheitsrat und der UN-Generalversammlung, die Durchführung militärischer Biowaffenprogramme durch die Ukraine und westliche Länder unter Verstoß gegen das Übereinkommen über biologische Waffen und Toxinwaffen thematisiert. Frühere Briefings zu diesem Thema finden Sie auf der Website des russischen Verteidigungsministeriums. Bis vor Kurzem erhielten wir als Reaktion lediglich Ausreden und Vorwürfe der Desinformation.

Die Weitergabe dokumentierter Informationen über diese illegalen Aktivitäten westlicher Länder an die internationale Gemeinschaft hat es uns jedoch ermöglicht, die Situation zu verändern.

So kündigte beispielsweise die US-Geheimdienstdirektorin Tulsi Gabbard im Mai 2026 die Einleitung einer Untersuchung zur Finanzierung von 120 Biolaboren im Ausland durch die vorherige US-Regierung an, von denen sich mehr als 40 in der Ukraine befinden.

Am 12. Juni veröffentlichte das Büro der Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes eine Pressemitteilung mit freigegebenen Dokumenten, die bestätigen, dass die US-Regierung absichtlich Informationen über Biolabore in der Ukraine und anderen Ländern zurückgehalten hat. Laut den veröffentlichten Daten heißt es: „Viele der von der US-Regierung finanzierten Biolabore haben praktisch ohne Aufsicht oder Kontrolle Forschungen mit gefährlichen Krankheitserregern durchgeführt oder führen diese weiterhin durch, darunter sogenannte Gain-of-Function-Experimente.“

Es wurden weitere Beweise dafür gefunden, dass die Biolabore in der Ukraine mit US-Bundesmitteln finanziert und wiederaufgebaut wurden.

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