Deutsche Staatsräson: Wer ein korrekter Jude ist, bestimmt der Verfassungsschutz

Von Alexandra Nollok – 4. Juli 2026 

Der antizionistische Verein Jüdische Stimme bleibt im Visier des deutschen Inlandsgeheimdienstes. In seinem Bericht für 2025 erscheint er dieses Mal sogar groß mit Logo als „gesichert extremistisch“. Der Grund: Er protestiert gegen deutsche Beihilfe für Israels fortgesetzten Völkermord in Palästina.

„…einer geordneten Vollständigkeit im Detail, die keine Parallele in unserer Geschichte hat“

Der öffentliche Pranger ist eine deutsche Spezialität. Der Inlandsgeheimdienst nutzt ihn rege, um Medien, Organisationen und Bürger als „Staatsfeinde zu markieren. Wer in seinem jährlichen Bericht auftaucht, soll von der Gesellschaft gemieden werden und wissen, dass er bespitzelt wird. Dafür bedarf es keiner Gewalttaten, Hetzreden oder Anschlagspläne. Es reicht, der Staatsräson pro Israel zu widersprechen.

Das betrifft auch antizionistische und politisch linksorientierte Juden, die gegen Deutschlands Unterstützung israelischer Gräueltaten in Palästina mit Waffen und Appeasement protestieren. So listet der Verfassungsschutz erneut den Verein „Jüdische Stimme“ unter dem Label „säkularer palästinensischer Extremismus auf – und deklariert alle seine Mitglieder zu „Antisemiten. Vergeblich hatte der Verband zuvor versucht, sich juristisch gegen seine politische Verfolgung in Deutschland zu wehren.

Bullshit-Bingo um „Israelkritik

Angeblich sei „Kritik an konkreten Handlungen der israelischen Regierung“ in Deutschland legitim, hieß es beispielsweise vor zwei Jahren im öffentlich-rechtlichenSüdwestrundfunk (SWR). Ganze Essays sind dazu in der deutschen Presselandschaft zu finden. Diese kommen gerne als detailverliebte „Wissenschaft daher, verdeutlichen letztendlich der Bevölkerung jedoch: Haltet besser eure Klappe.

Liest man im kürzlich vom Bundesinnenministerium veröffentlichten Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2025, wird ganz schnell klar: Das ist nur Bullshit-Bingo. Auf Seite 282 etwa bescheinigt der Bericht allen „Veranstaltungen zum Nahostkonflikt mit „säkularen (nicht religiösen) Akteuren „propalästinensischen Extremismus“. Dazu spinnt der Geheimdienst verschwörerische Aktivitäten aller Gruppen innerhalb von „spektrenübergreifenden Netzwerken, die gemeinsam einen „Resonanzraum für israelfeindliche Propaganda und Agitation schüfen.

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Der EuGH beerdigt die Meinungsfreiheit

Von Dagmar Henn – 2. Juli 2026

Nein, in diesem Urteil geht es nicht um RT. Denn die EU ist mit ihren Sanktionen längst ziemlich großzügig; und das Urteil des EuGH macht aus einem Wirtschaftsdelikt einen Rammbock gegen die Grundrechte. Die scheint es nur noch für Migranten und Konzerne zu geben.

Der EuGH beerdigt die Meinungsfreiheit
Symbolbild (mit KI erstellt)

Dieses Urteil ist eine höchst erschreckende Lektüre. Denn entweder die versammelten Richter dieser vierten Kammer des EuGH wussten nicht, was sie tun – oder sie vertreten eine Welt, in der Grundrechte nur noch nach Maßgabe des europäischen Rats existieren, als Gnade und eben nicht länger als Recht.

Die beteiligten Richter waren Irmantas Jarukaitis aus Litauen, Massimo Coninanzi aus Mailand, Niilo Jääskinen aus Finnland, Ramona Frendo aus Malta und Alexander Kornezov aus Bulgarien. Nur einer der beteiligten Richter, Coninanzi, stammt aus einem der größeren EU-Länder; mit Litauen, Finnland und dem stark britisch beeinflussten Malta allerdings drei aus extrem russlandfeindlichen Ländern. Das dürfte den Tenor des Urteils massiv beeinflusst haben.

Schon das Verfahren, das der Auslöser der Frage war, ist ausgesprochen zweifelhaft. Es geht um eine Webseite, traugott-ickeroth.com, auf der inzwischen nur noch die Mitteilung der Polizei und Staatsanwaltschaft Saarland sichtbar ist:

„Die Plattform und der Inhalt wurden beschlagnahmt.“

Das Internet vergisst jedoch nur begrenzt. Wenn man sich die Mühe macht und nach dieser Website in der Wayback-Machine sucht, kann man zumindest einen Einblick in diese Seite erhalten. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft Saarbrücken lautet, dort seien Inhalte von RT geteilt worden. Allerdings war das keinesfalls die Haupttätigkeit dieser Webseite. Ickeroth (ein Pseudonym) schreibt esoterische Bücher über Außerirdische, die Seite selbst lieferte beispielsweise am 16. März 2022 Artikel zu UFO-Sichtung beim WTC, Die Entdeckung des Grabes von Alexander dem Großen, Der Bibel-Code und eine Reihe weiterer derartiger Themen, dazwischen eingesprenkelt ein Offener Brief Deutsch-Russische Beziehungen oder Gaza-Massaker. Freimaurer und andere Geheimbünde spielen auf jeden Fall eine weit größere Rolle als irgendwelche Inhalte von RT. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft Saarbrücken bezieht sich auch nur auf vier Videos, die im Jahr 2023 verbreitet worden seien.

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Donbass-Krieg: Deutscher Augenzeuge besucht von ukrainischen Drohnen zerstörtes Schüler-Wohnheim in Starobelsk

Von Ulrich Heyden – 5. Juli 2026

Das zerstörte Schulgebäude von Starobelsk (Foto Marco Samm)

In den vergangenen vier Wochen werden das russische Kernland und die von Russland eroberten Regionen fast täglich von ukrainischen Drohnenattacken gegen zivile Ziele, Schulen, Autobusse und Privathäuser überzogen. Diese Massivität erinnert an die Jahre 2014 bis 2021, als die ukrainische Armee und rechtsradikale Bataillone Wohngebiete in den 2014 auf Basis des von der UNO garantierten Selbstbestimmungsrechts der Völker gegründeten Volksrepubliken Donezk und Lugansk mit Artillerie, Raketen und aus Suchoi-Kampfflugzeugen beschossen. Der deutsche Aktivist Marco Leo Samm aus Freiburg im Breisgau besuchte Anfang Juni das Wohnheim und das College von Starobelsk, in dem am 22. Mai 21 Schüler durch ukrainische Drohnen getötet wurden.[1] 

Zu dem Drohnenangriff auf das Wohnheim in Starobelsk erklärte Kiew, in den zerstörten Schulgebäuden habe sich eine „russische Kommandozentrale“ befunden. Auf einer von Russland initiierten Sitzung des UNO-Sicherheitsrates erklärten westliche Delegationen, die Vorwürfe Russlands könnten nicht überprüft werden. 

Nur eine Handvoll deutscher freier Journalisten und Aktivisten berichten aus den Gebieten im Donbass, welche von Kiew seit 2022 nicht mehr kontrolliert werden. Zu ihnen gehört der Friseur-Meister Marco Leo Samm. 

Langwierige Anreise

Die Anreise nach Lugansk war nach Angaben von Samm nicht ganz einfach. Er flog von Kaliningrad nach Moskau und fuhr dann weiter mit dem Nachtzug nach Rostow am Don. Von dort wurde er von Vertretern der Volksrepublik Lugansk mit dem Auto abgeholt. So konnte Samm die Grenze zwischen der Volksrepublik Lugansk und der Russischen Föderation, die immer noch sehr streng kontrolliert wird, ohne große Verzögerungen überqueren. 

Samm war 2018 schon mal als Wahlbeobachter in Lugansk gewesen. Seitdem hat er mit der Stadt Kontakt gehalten. In der Verwaltung von Lugansk war man froh, ihn wieder zu sehen. 

Wie kommt nun ausgerechnet ein Friseur-Meister in den Teil des Donbass, der 2022 von der russischen Armee erobert wurde? Das hängt offenbar mit der Familiengeschichte des Friseur-Meisters zusammen. Er kommt aus einer multiethnischen Familie. Viele seiner Familienangehörigen wurden während der deutschen Besatzungszeit in Lettland ermordet und in den Wäldern vor Riga verscharrt. Das habe ihn veranlasst, sich mit Geschichte und Politik tiefer zu beschäftigen. Nach einer Ausbildung zum Friseur ging er frustriert über die politische Starrheit in der damaligen DDR, noch vor dem Mauerfall, in den Westen. Er begann eine Ausbildung als Maskenbildner am Staatstheater Oldenburg. 25 Jahre war er Unternehmer und Meister im Friseurhandwerk. Heute ist er freiberuflich in verschiedenen Bereichen tätig.

Was sah der Reisende aus Freiburg in Starobelsk?

Am 3. Juni fuhr Marco Samm mit dem Auto in Begleitung eines Vertreters der Volksrepublik Lugansk nach Starobelsk. Die Stadt liegt 120 Kilometer nördlich von Lugansk und etwa 70 Kilometer östlich der Front. In der Stadt leben 16.000 Menschen. 

Was sah der Beobachter aus Freiburg in Starobelsk? „Rechts und links von der Straße sah man ein zerstörtes Areal, auf der einen Seite das Schüler-Wohnheim, auf der anderen Seite das College mit seinen Hörsälen. Ich sah eine Schneise von 200 bis 300 Metern, die zerstört war. Die Gebäude waren von zehn Drohnen oder mehr angegriffen worden. Auch Privathäuser und ein Ball-Saal waren zerstört. Um die Häuser gab es einen Park. Dort gab es einen Krater von einer Explosion.“ Militärische Einrichtungen habe er in Starobelsk nicht gesehen. Aber dass man auf den Straßen der Volksrepublik Lugansk immer wieder Militärlaster sehe, sei in der Region nichts Ungewöhnliches. 

Sein Besuch sei nicht angekündigt worden, erzählt Samm. Er habe den Rektor des Colleges getroffen. In der Schule fanden Aufräumarbeiten statt. Der Schutt wurde weggeräumt. 

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Die Privatisierung der Menschenverfolgung

Von Günther Burbach – 5. Juli 2026

Die US-Einwanderungsbehörde ICE hat rund 1,5 Millionen Menschen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus durch private Auftragnehmer verfolgen, überprüfen und fotografieren lassen. Damit ist eine neue Schwelle überschritten. Der Staat überwacht nicht mehr nur selbst. Er lagert die Suche nach Menschen an Firmen aus.

Ein Mann steht vor seiner Wohnungstür. Draußen warten keine uniformierten Beamten, sondern private Ermittler. Sie haben seinen Namen, sein Geburtsdatum, ein Foto, vielleicht seine Telefonnummer, seine alte Adresse, seine E-Mail-Adresse. Sie sollen herausfinden, ob er wirklich dort wohnt. Wenn nötig, sollen sie ihn fotografieren. Möglichst schnell, denn Schnelligkeit wird bezahlt.

Das klingt nach einem dystopischen Thriller. Tatsächlich beschreibt es ein Programm der US-Einwanderungsbehörde ICE. Nach Recherchen der Washington Post begann ICE Ende 2025 ein landesweites „Skip Tracing“-Programm, um rund 1,5 Millionen Menschen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus durch private Auftragnehmer verfolgen, überprüfen und fotografieren zu lassen. Die Unternehmen sollen zunächst digitale Spuren nutzen und, wenn nötig, physisch vor Ort auftauchen. Für schnelle Treffer sind finanzielle Anreize vorgesehen.

Aus staatlicher Macht wird ein Geschäftsmodell

Damit ist eine neue Schwelle überschritten. Der Staat überwacht nicht mehr nur selbst. Er lagert die Suche nach Menschen an Firmen aus. Aus staatlicher Macht wird ein Geschäftsmodell. Aus Verwaltung wird Jagdlogik. Aus Daten werden Kopfgeldstrukturen.

Parallel dazu wächst in den USA eine technische Infrastruktur, die das Ganze beschleunigt. Eine aktuelle Recherche des Guardian berichtet, dass ICE und die Grenzschutzbehörde CBP im Jahr 2026 Verträge mit Überwachungstechnik-Firmen im Umfang von 513 Millionen Dollar vergeben haben sollen. 2025 waren es demnach etwas über 310 Millionen Dollar, 2013 weniger als 50 Millionen. Genannt werden unter anderem Palantir und Anduril, also Unternehmen, die längst nicht mehr nur Software liefern, sondern an der Schnittstelle von Polizei, Militär, Grenze und Datenanalyse arbeiten.

Hier geht es nicht um ein einzelnes Programm und auch nicht um eine technische Spielerei. Hier entsteht ein Markt, dessen Ware nicht mehr ein Auto, ein Telefon oder eine Maschine ist. Die Ware ist der Mensch: sein Gesicht, seine Adresse, sein Bewegungsmuster, seine Kontakte, sein Aufenthaltsstatus, seine Wahrscheinlichkeit, am nächsten Ort gefunden zu werden.

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Griechenland droht im Falle weiterer Drohnenvorfälle mit dem Ende der Unterstützung für Kiew

Von TASS (Übersetzung: Thomas Röper) – 5. Juli 2026

In den letzten Monaten wurden in griechischen Gewässern zwei ukrainische Seedrohnen gefunden, wogegen Griechenland heftig protestiert hat. Nun wurde bekannt, dass Griechenland der Ukraine mit einem Ende der Unterstützung droht, wenn sich solche Fälle wiederholen.

Stammleser des Anti-Spiegel kennen die russischen Telefonstreich-Experten Vovan und Lexus, die sich darauf spezialisiert haben, berühmte und wichtige Persönlichkeiten unter falschem Namen anzurufen und ihnen dabei interessante – und oft auch brisante – Informationen zu entlocken. Für alle, die von den beiden noch nichts gehört haben, gibt es am Ende dieses Artikels weitere Informationen.

In letzter Zeit ist es ihnen gelungen, als angeblicher Rustem Umerow, dem Sekretär des Ukrainischen Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates, mit den Nationalen Sicherheitsberatern europäischer Staaten zu sprechen. Über deren Telefonate mit den Sicherheitsberatern der Präsidenten Estlands und Litauens habe ich bereits berichtet.

Nun haben sie ein Telefonat veröffentlicht, das sie mit dem Nationalen Sicherheitsberater des griechischen Ministerpräsidenten geführt haben, das Original finden Sie hier auf Englisch.

Der Hintergrund des Telefonates waren die Funde ukrainischer Seedrohnen in griechischen Gewässern. Da in Deutschland darüber nur sehr spärlich und auch verspätet berichtet wurde, können Sie die Details hier nachlesen.

Aus Zeitgründen schreibe ich keine eigene Zusammenfassung des Gesprächs, sondern übersetze die Meldung der TASS darüber. Bei Interesse können Sie anhand des Originals selbst überprüfen, wie treffend sie die Zusammenfassung der TASS finden. […]

In Griechenland wurde erklärt, ein weiterer Drohnenvorfall würde Kiew die Unterstützung Athens entziehen

Diese Aussage machte Thanos Dokos, der Nationale Sicherheitsberater des griechischen Ministerpräsidenten, in einem Gespräch mit den russischen Prankstern Vovan und Lexus, die als der Sekretär des Ukrainischen Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates Rustem Umerow mit ihm sprachen.

MOSKAU, 2. Juli (TASS). Ein weiterer möglicher Zwischenfall mit einer ukrainischen Drohne in griechischen Gewässern könnte Kiew die Unterstützung Athens entziehen, erklärte Thanos Dokos, der Nationale Sicherheitsberate des griechischen Ministerpräsidenten, in einem Gespräch mit den russischen Prankstern Vovan und Lexus.

Vovan und Lexus sprachen als der Sekretär des Ukrainischen Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates Rustem Umerow mit dem griechischen Politiker.

„Es ist Touristensaison, und der Schiffsverkehr hat zugenommen. Natürlich ist es wichtig, die Notwendigkeiten des Krieges von Ihrer Seite zu verstehen. Wir sollten alles daransetzen, solche Vorfälle künftig zu verhindern“, erklärte Dokos.

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Aktuelle Entwicklungen im Ukrainekrieg

Von Michael Silnizki – 5. Juli 2026

Screenshot Drohnenvideo von Soldaten, die die russische Fahne zeigen, soll die Einnahme von Konstatinowka belegen (Overtone-Magazin].

Berichte aus Russland und der Ukraine.

1. Die Eroberung von Konstantinowka

    Am 4. Juli 2026 berichteten die russischen Medien: „Konstantinowka ist gefallen, russische Truppen stürmen Druschkowka.“ Das russische Verteidigungsministerium veranstaltete eine Pressekonferenz zur vollständigen Befreiung der Stadt Konstantinowka (ukr. Kostjantyniwka) in der Volksrepublik Donezk (VRD).

„Die Linien und Stellungen wurden auf der Grundlage eines gut entwickelten Systems von Straßen und Eisenbahnen, Wasserbauwerken, zehn Industriegebieten und zwölf Siedlungen in der Nähe der Stadt errichtet“, erklärte Generaloberst Sergei Rudskoi (Chef der Hauptoperationsdirektion des Generalstabs der russischen Streitkräfte).

Nach Angaben des Militärdepartements umfasste das Verteidigungssystem von Konstantinowka zwei Linien, mehr als 150 Kilometer Schützengräben und Panzerabwehrgräben mit drei Reihen von Barrieren sowie zwanzig Bataillonsbereiche.

Die erste Linie, die sich über 30 Kilometer lang erstreckte, bildete ein durchgehendes Netz aus Schützengräben, Verbindungsgängen und Sprengkörpern. Die zweite, bis zu 35 Kilometer lange Linie, ruhte auf einer Kaskade von Wasserreservoiren und umfasste über 30 Kilometer unterirdische Versorgungsleitungen. Innerhalb der Stadt selbst haben die ukrainischen Streitkräfte über 80 Barrieren und über 50 befestigte Stellungen errichtet, vom Bahnhof bis hin zu Schulen, Kindergärten und Fabriken.

Generaloberst Rudskoi betonte, dass Konstantinowka neben Slavjansk, Kramatorsk und Druschkowka eine der vier „Festungsstädte“ sei, die die Hauptverteidigungslinie der ukrainischen Streitkräfte im Donbass bilden.

„Das Kiewer Regime misst dieser Stadt eine besondere Symbolik bei und verlieh ihr 2025 den Ehrentitel ‚Heldenstadt der Ukraine‘“, bemerkte er. Um diese Linie zu halten, hat es sieben Brigaden (45 Bataillone) mit bis zu 15.500 Soldaten zusammengezogen, darunter die nationalistischen „Ljut´“-Formationen.

Trotz aller Bemühungen gelang es den ukrainischen Einheiten jedoch nicht, die Stadt zu halten. „Während der Offensive banden die Angriffsverbände der Heeresgruppe „Süd“ den Feind in Kämpfen um die östlichen und südöstlichen Stadtteile, kesselten Kostjantyniwka von den Flanken ein und sicherten die Feuerkontrolle über die wichtigsten Nachschubwege“, erklärte Rudskoi.

Die Isolation der Garnison und die Schwierigkeiten bei der Truppenrotation ermöglichten es den russischen Truppen in die Stadtgrenzen vorzurücken. Das eroberte Gebiet umfasste mehr als 66 Quadratkilometer.

Laut dem Generaloberst erteilte das Oberkommando der ukrainischen Streitkräfte den Befehl, diese Festung bis zum Schluss zu halten, um den Westen von seiner Fähigkeit zu überzeugen, den Vormarsch der russischen Armee aufhalten zu können. „Infolge dieses scheinbaren Erfolgs erlitten die ukrainischen Streitkräfte erneut erhebliche Verluste“, behauptete Rudskoi.

„Bei der Operation verlor der Feind etwa 13.500 Soldaten, 14 Panzer, 283 gepanzerte Kampffahrzeuge, 1.400 Fahrzeuge, 200 Feldartilleriegeschütze und acht MLRS-Werfer.“

Die Stadt steht nun vollständig unter der Kontrolle der russischen Einheiten, die die Viertel von kleinen Gruppen militanter Kämpfer säubern. Generaloberst Rudskoi bestätigte, dass Truppen in allen Teilen Kostjantyniwkas, von den südlichen bis zu den nördlichen Ausläufern, präsent sind.

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Interview mit der „Weltwoche“: Roger Köppel im Gespräch mit Thomas Röper

4. Juli 2026

Roger Köppel, der Chefredakteur der Weltwoche, ist in Moskau und hat sich mit Thomas Röper zu einem Gespräch über die aktuelle politische Lage und die Kriegsgefahr in Europa getroffen.

Im Mai 2014 habe ich der Schweizer Weltwoche ein Interview gegeben, und seitdem stand die Idee im Raum, dass auch Roger Köppel, der Chefredakteur der Weltwoche, und ich mal ein Gespräch führen. Herr Köppel und ich hatten bisher aber noch nicht einmal direkten Kontakt, sondern der Kontakt lief über die Redaktion der Weltwoche.

Angesichts der wachsenden Kriegsgefahr in Europa, vor der sowohl Roger Köppel als auch ich immer eindringlicher warnen, habe ich die Weltwoche kontaktiert und an die Idee erinnert. Und wie es der Zufall wollte, stellte sich heraus, dass sowohl Herr Köppel als auch ich derzeit in Moskau sind. So haben wir uns am Freitag spontan auf dem Roten Platz zu einem Gespräch über die Politik der EU, die Sanktionen gegen EU-Bürger wie mich und natürlich die wachsende Kriegsgefahr in Europa getroffen, das die Weltwoche am Samstagmorgen online gestellt hat.

[Zum Beitrag auf dem Anti-Spiegel]

Russland entlarvt die neue dreigleisige Informationskriegskampagne der Ukraine

Von Andrew Korybko – 4. Juli 2026

Die neue dreigleisige Informationskriegskampagne der Ukraine zum Thema Schlachtfeld zielt darauf ab, Russlands Geländegewinne herunterzuspielen, möglicherweise weitere Terroranschläge und symbolische Einfälle vorzubereiten und offen über die eigenen Erfolge zu lügen.

Russlands Präsident Putin besuchte am Freitag einen russischen Vorposten, um sich von hochrangigen Militärs über die neuesten Entwicklungen bei der militärischen Sonderoperation informieren zu lassen. Die am häufigsten berichtete Erkenntnis war die Bestätigung, dass Konstantinowka, ein entscheidender Teil des Festungsverbunds im nördlichen Donbass, von der Ukraine erobert wurde. Im Gegensatz dazu wurde der neuen dreigleisigen Informationskriegskampagne der Ukraine zum Geschehen am Schlachtfeld, die Russland gerade aufgedeckt hat, weitaus weniger Aufmerksamkeit geschenkt; diese wird in diesem Artikel zunächst zusammengefasst und anschließend analysiert.

Generalstabschef Waleri Gerassimow sprach zunächst darüber, wie „das Kiewer Regime versucht, seine westlichen Geldgeber davon zu überzeugen, dass es uns die Initiative entrissen und bedeutende Fortschritte auf dem Schlachtfeld erzielt habe. Zu diesem Zweck führt es eine Informationskampagne durch, in der es die angeblichen Erfolge der Formationen der ukrainischen Streitkräfte demonstriert, während es die von russischen Truppen befreiten Gebiete unter der neutralen Formulierung ‚sie sind in die Grauzone vorgedrungen‘ verschleiert.“

Darauf folgten später zwei damit zusammenhängende Warnungen von Putin. Zur ersten sagte er: „Was nun die angeblichen Erfolge des Feindes auf dem Schlachtfeld betrifft, so müssen wir erstens bedenken, dass der Feind, um seine Legenden und Lügen, seine falschen Behauptungen zu untermauern, bestimmte Sabotage- und Terroraktionen durchführen und Vorstöße starten könnte – wenn auch mit geringen Kräften, aber mit großem propagandistischem Aufgebot –, um seine Behauptungen über angebliche Erfolge zu bestätigen. Wir müssen auf diese möglichen Vorstöße vorbereitet sein.“

Anschließend leitete er zur zweiten Warnung über, indem er darüber sprach, dass „die großspurigen Äußerungen der Führer des Kiewer Regimes über Erfolge, von denen wir wissen, dass sie nicht existieren, grundsätzlich zu unserem Vorteil sind, da sie Schauspieler sind und wirklich nichts anderes kennen und nie etwas anderes gelernt haben. Doch mit ihren Handlungen und Äußerungen bringen sie zweifellos sowohl sich selbst als auch ihre Geldgeber aus dem Konzept. Ich wiederhole: Das ist zu unserem Vorteil.“

Fasst man alles zusammen, so zielt die neue dreigleisige Informationskriegskampagne der Ukraine zum Schlachtfeld darauf ab, Russlands Vorstöße vor Ort als Ausweitung der „Grauzone“ herunterzuspielen, möglicherweise weitere Terroranschläge und symbolische Einfälle als Ablenkungsmanöver zu planen und über ihre eigenen Erfolge regelrecht zu lügen. Ersteres war bereits für diejenigen offensichtlich, die die von pro-Kiewer Accounts erstellten Karten genau studieren, während die terroristische Dimension mit der Serie von Anschlägen der Ukraine gegen Russland schon im Gange ist.

Symbolische Einfälle könnten etwa in Form einer weiteren „Kursk“-ähnlichen grenzüberschreitenden Kampagne gegen Russland und/oder Weißrussland erfolgen, wobei letzteres kürzlich im Fadenkreuz der Ukraine stand. Währenddessen sind unverblümte Lügen über die eigenen Erfolge der Ukraine auf dem Schlachtfeld bereits an der Tagesordnung, könnten sich aber aber noch häufen. Den größeren Kontext, innerhalb dessen diese neue Informationskriegskampagne geführt wird, bildet Selenskys ausdrücklich erklärte 40-tägige Einflussoperation gegen Russland, die darauf abzielt, Russland zu zwingen, den Konflikt einzufrieren.

Vor dem Hintergrund, dass Generalstabschef Gerassimow außerdem erklärte, die jüngsten Angriffe Russlands hätten die Langstreckenangriffsfähigkeiten der Ukraine geschwächt, besteht die einzige echte Bedrohung durch die neue Informationskriegskampagne der Ukraine in Terroranschlägen gegen Grenzgebiete und einem weiteren Einfall nach dem Vorbild von „Kursk“. Es ist unmöglich, beides präventiv perfekt zu vereiteln, daher ist es möglich, dass diese Bedrohungen in naher Zukunft Realität werden könnten; Beobachter sollten jedoch bedenken, dass es sich dabei eher um Show als um Strategie handelt und dass die Ukraine nicht wirklich am Gewinnen ist.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors. Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der Redaktion von Globale Gleichheit wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.

[Zum Originalbeitrag in englischer Sprache auf dem Substack-Blog des Autors.]

Zum Autor: Andrew Korybko ist ein in Moskau lebender US-amerikanischer politischer Analyst, der sich auf die geopolitische Entwicklung sowie insbesondere den globalen systemischen Übergang zur Multipolarität spezialisiert hat.

Heute, 4. Juli 2026: Die USA feiern ihren 250. Geburtstag – ja, aber

Von Werner Rügemer – 4. Juli 2026

Welches Datum wird da eigentlich gefeiert? So fragt sich Werner Rügemer, der eben ein Buch zur Geschichte der USA herausgegeben hat. Wir kennen Werner Rügemer persönlich und können nur eines sagen: Sein neustes Buch ist äußerst lesenswert! Hier ein Ausschnitt aus seinem Vorwort … (cm)

An diesem Tag, dem 4. Juli 1776, wurde die Unabhängigkeitserklärung verabschiedet. Darin wird zwar beschworen, dass alle Menschen gleich geboren sind, aber in ihr steht kein Verbot der Sklaverei. Und es wird gehetzt „gegen die Bewohner unserer Grenzen, jene unbarmherzigen Indianer […], deren bekannte Kriegsweise ein rücksichtsloses Vertilgen jedes Alters, Geschlechts und Standes ist“. Als dann 1787 die Verfassung beschlossen wurde, ist gar keine Rede mehr davon, dass „alle Menschen gleich geboren“ sind. Auch wird nirgends die Sklaverei verboten, zum Wahlvolk zählen nur die „freien Personen“. Und nun soll die Regierung „Ruhe im Inneren“ herstellen und „Vorkehrungen treffen“, um „Aufstände zu unterdrücken“. Dies gilt bis heute. So wurden die USA als rassistischer, kolonialer Sklavenstaat gegründet – aber sie geben sich als Demokratie aus: Lügen von Anfang an.

Im Verfassungszusatz von 1791, den „Bill of Rights“, Artikel 1, steht: Eine Staatsreligion ist verboten! Aber die USA machten sich schnell zu „Gottes eigenem Land“, um jenseits aller Menschenrechte auch die nicht verbotene Sklaverei weiter zu praktizieren und sich für die weitere Expansion zu vergöttlichen, auch mit Völkermord. Arbeitsausbeutung, Kriege, Völkermord, begründet mit Gott und Lügen: bis heute! Das muss beendet werden!

USA: Der führende Lügen-Staat

»Wir stehen für Demokratie«: Die USA inszenieren sich lügenhaft und gegen ihre Verfassung als Demokratie – aber sind weltweit die größten Unterstützer, Kreditgeber, Rüstungslieferanten aller faschistischen und ähnlichen Diktatoren auf allen Kontinenten, zum Teil jahrzehntelang und jeweils ganze Clans betreffend. Zum Beispiel
— in Europa Mussolini (Italien), Salazar (Portugal), Franco (Spanien), Hitler (Deutschland)
— in Asien z. B. Chiang Kai-shek (China, gleichzeitig mit Hitler; dann Taiwan), Rhee Syng-man (Südkorea), Suharto (Indonesien), Marcos (Philippinen)
— in Afrika z. B. Seko (Kongo), Doe (Liberia), an-Numairi (Sudan) und das Apartheidsregime in Südafrika
— in Lateinamerika z. B. Batista (Kuba), Somoza (Nicaragua), Videla (Argentinien), Branco (Brasilien), Pinochet (Chile)
— im Mittleren Osten z. B. Schah Reza Pahlevi (Iran) und seit einemhalben Jahrhundert den Besatzungs- und Völkermörderstaat Israel.

«Wir haben die Sklaverei abgeschafft»: Nur die alte Sklaverei wurde abgeschafft, aber es wurden und werden neue Formen modernisierter Sklavenarbeit entwickelt, mit illegalen Migranten in den USA selbst, vor allem mit ungezählten Millionen Niedrigstlöhnern, im Westen unsichtbar gemacht, zusammengepfercht in Massenunterkünften in armen Staaten wie Indien: Dort montieren junge Frauen aus den ärmsten Regionen die modernsten iPhones von Apple, ohne Arbeitsvertrag, und werden nach ein paar Jahren krank weggeschickt und durch neues „Frauenmaterial“ ersetzt. Die Gewinne für Apple & Co. und ihre führenden Aktionäre BlackRock & Co. sprudeln.

«Wir sind die Heimat des Friedens»: Aber die USA haben in ihren 250 Jahren 469 Kriege und Regierungsstürze organisiert, Staats- und Regierungschefs hingerichtet wie Patrice Lumumba im Kongo und im Jahr 2026 Dutzende Führungskräfte des Iran, ähnlich in Venezuela zur Vorbereitung des Maduro-Kidnappings, vielfach mithilfe eingeschleuster Geheimdienstler und ihrer IMs mit viel Geld, auch durch Terroristen. 1941 gaben die USA zum letzten Mal eine formelle Kriegserklärung ab – seitdem führen sie Hunderte Kriege ohne Kriegserklärung ihres Parlaments, des US-Kongresses, bis heute. Unter dem lügenhaften „Board of Peace“ des aktuellen US-Präsidenten Trump geht jetzt in Groß-Israel der Völkermord des US-Stellvertreter- Kriegers weiter, zudem ausgeweitet auf die Nachbarstaaten Libanon, Syrien und Iran.

»Wir unterstützen Menschenrechtler gegen Diktatoren«. Die USA haben ihre Gründung und Expansion in Nordamerika mit Völkermord vollzogen, haben ihn nie bedauert, haben dann weitere Völkermorde begangen wie in Indonesien und Vietnam. Die USA stehen weltweit einsam an der Spitze der Nicht-Ratifizierung der Arbeits- und Sozialrechte der UNO bzw. der dafür zuständigen Unterorganisation International Labor Organization (ILO). Gegner missliebiger Regierungen werden als „Menschenrechtler“ inszeniert und medial und finanziell aufgepäppelt, so zuletzt zum Beispiel in Weissrussland, Moldawien, Hongkong, Venezuela und Iran.

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Berichte über geplante russische Provokationen gegen Polen sind Fake News des „Deep State“

Von Andrew Korybko – 4. Juli 2026

Russland ist keineswegs an einer Eskalation der Spannungen mit Polen interessiert, sondern strebt eine Normalisierung der Beziehungen an; doch solange der Stellvertreterkrieg in der Ukraine tobt, ist dies nicht möglich, und Warschau scheint ohnehin kein Interesse daran zu haben.

The Telegraph griff letzte Woche einen Bericht des polnischen Medienunternehmens Onet auf, in dem von angeblichen amerikanischen Warnungen die Rede war, Russland plane Provokationen gegen Polen. Laut deren Quellen könnte dies verschiedene Formen annehmen, darunter unter anderem einen Drohnenangriff auf kritische Infrastruktur, simulierte Luftangriffe, die Polen zwingen würden, seine Luftabwehrsysteme zu aktivieren, und/oder ein versehentliches Eindringen russischer und/oder belarussischer Truppen über die Grenze, das auf einen GPS-Ausfall zurückgeführt würde. Das Ziel wäre, Polen zu zwingen, die Hilfe für die Ukraine reduzieren.

Der größere Zusammenhang, der in beiden Berichten auffällig ausgelassen wird, betrifft den eskalierenden polnisch-ukrainischen Konflikt, nachdem Selenskyj die Täter der OUN-UPA des WolhynienVölkermords auf staatlicher Ebene verherrlicht hatte. Seitdem sind in Polen Stimmen laut geworden, die ein Ende der Hilfe ihres eigenen Landes für die Ukraine fordern und verlangen, dass Polen auch die Unterstützung anderer Länder für die Ukraine nicht länger erleichtert. Darüber hinaus sehen viele Polen die Ukrainer nun in einem negativen Licht, nachdem diese die Verherrlichung der OUN-UPA gerechtfertigt haben, was die zwischenmenschlichen Beziehungen möglicherweise für eine ganze Generation zerstört hat.

Unter solchen Umständen wäre es für Russland absolut kontraproduktiv, irgendetwas zu unternehmen, was die Unterstützung der polnischen Gesellschaft für die Ukraine und die Sympathie für deren Bevölkerung wiederherstellen könnte; weshalb es sehr wahrscheinlich keine Provokationen gegen Polen plant. Es ist daher höchstens zu erwarten, dass es alle Aspekte dieses Streits innerhalb seines „globalen Medienökosystems“ verstärkt und seine Reaktion somit auf den Bereich der Informationskriegsführung beschränkt, ohne sie auf kinetische Maßnahmen auszuweiten.

Die Durchführung einer der gemeldeten Provokationen würde zudem das Risiko einer unkontrollierbaren Eskalationsspirale mit sich bringen – etwas, das der typischerweise vorsichtige Putin in den vergangenen viereinhalb Jahren konsequent zu vermeiden gesucht hat, was wiederum einer der Gründe ist, warum er weiterhin zögert, gegenüber der Ukraine zu eskalieren. Beobachter sollten zudem wissen, dass Polen mittlerweile über die drittgrößte Streitmacht der NATO verfügt, die die größte innerhalb der europäischen NATO ist – ein weiterer Grund, warum Russland keinen Konflikt mit Polen riskieren will.

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass einige russische Raketen aufgrund elektronischer Störmaßnahmen versehentlich nach Polen gelangen sollten, wird erwartet, dass der polnische Präsident Karol Nawrocki ruhig reagiert, anstatt sich vom „Deep State“ in einen Krieg mit Russland hineinmanipulieren zu lassen, wie dies im vergangenen September versucht wurde, als dies erstmals geschah, wie hier erläutert. Es ist möglich, dass dieselben Kräfte des „Deep State“ und ihre amerikanischen Verbündeten für diesen jüngsten Bericht über russische Provokationen gegen Polen verantwortlich sind, um ihrem gescheiterten Komplott neues Leben einzuhauchen.

Schließlich liegt es durchaus im Bereich des Möglichen, dass künftige russische Angriffe auf militärische Ziele in der Westukraine aufgrund elektronischer Störmaßnahmen erneut vom Kurs abkommen, woraufhin diese Kräfte des „Deep State“ auf die früheren Warnungen der USA und den jüngsten Bericht verweisen könnten, um fälschlich zu behaupten, es handele sich um eine absichtliche Provokation. Die anderen Szenarien eines simulierten Angriffs und versehentlicher Grenzüberschreitungen sind aufgrund Putins zuvor erwähnter Eskalationsängste und Polens neu ausgebauter, robuster Grenzverteidigung ohnehin unwahrscheinlich.

Aus diesen Gründen kann der jüngste Bericht als Provokation im Rahmen der Desinformationskriegsführung durch die polnischen und US-amerikanischen Mitglieder des „Deep State“ betrachtet werden und nicht als getreues Abbild der russischen Absichten. Russland ist keineswegs an einer Eskalation der Spannungen mit Polen interessiert, sondern strebt eine Normalisierung der Beziehungen an; dies ist jedoch nicht möglich, solange der Stellvertreterkrieg in der Ukraine tobt, und Warschau scheint ohnehin kein Interesse daran zu haben. Es wird daher erwartet, dass Russland den Frieden mit Polen wahrt und keinen Krieg mit dem Land riskiert, zumal auch Polens Präsident Nawrocki keinen Krieg mit Russland will.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors. Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der Redaktion von Globale Gleichheit wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.

[Zum Originalbeitrag in englischer Sprache auf dem Substack-Blog des Autors.]

Zum Autor: Andrew Korybko ist ein in Moskau lebender US-amerikanischer politischer Analyst, der sich auf die geopolitische Entwicklung sowie insbesondere den globalen systemischen Übergang zur Multipolarität spezialisiert hat.