Aufrufe & Appelle

Hervorgehoben



Bis hierher und nicht weiter! Wir protestieren gegen die rechtswidrigen Sanktionen gegen Oberst Jacques Baud und den Kriegskurs der EU


Fordert die Freilassung des sozialistischen Kriegsgegners Bogdan Syrotiuk aus einem ukrainischen Gefängnis!


Waffenstillstand sofort! Sofortiger Stopp aller Waffenlieferungen an die Ukraine! Kein Krieg gegen Russland! Abzug aller Atomraketen aus Europa!


Freiheit für Julian Assange! Aufruf des Komitees zur Verteidigung von Julian Assange und Chelsea Manning …


Kein Krieg gegen den Irak! – Kein Blut für Öl und Macht! Aufruf der Initiative gegen den Irak-Krieg vom November 2002…


Israelische Quellen: Irans Trefferquote 80 Prozent – und Luftabwehr versagt

Von Peter F. Mayer – 28. März 2026

Abschussrampen des THAAD-Systems der US-Armee in Südkorea vor ihrem Abzug und ihrer Verlegung in den Nahen Osten (Quelle: TKP)

Zu Wirksamkeit der Luftverteidigung gibt es bisher komplett widersprüchliche Berichte. Die offiziellen US-Quellen beteuern hohe Wirksamkeit. Videos zeigen aber ein Versagen der US-Israel-Luftabwehr, und auch die weitgehend zerstörten Militärstützpunkte sprechen nicht für wirkungsvolle Abwehr.

Die israelische Zeitung Haaretz hat bestätigt, dass 8 von 10 gegen israelische Ziele abgefeuerten iranischen Raketen ihr Ziel erreichen, nachdem immer mehr Berichte und Bildmaterial auf das Versagen der israelischen und US-amerikanischen Raketenabwehr hindeuten, so das Military Watch Magazine. Der Bericht stellte ferner fest, dass sich die Erfolgsquote für den Iran weiter verbessert hat, da die Luftabwehr zunehmend überlastet ist. Israelische Analysten stellten fest, dass zu den mitwirkenden Faktoren die systematische Erschöpfung des Luftabwehrnetzes sowie die Zerstörung von US-Vorwärtsradarsystemen in verbündeten arabischen Staaten wie Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten gehörten, was die Menge der bereitstellbaren Zielerfassungsdaten eingeschränkt habe.

Dazu kommen massive Bombardements durch die Widerstandsbewegung der Hisbollah im Libanon, welche die israelische und US-amerikanische Verteidigung zusätzlich belastet hätten.

Vor dem Beginn eines groß angelegten Angriffs der USA und Israels gegen den Iran am 28. Februar stationierten die US-Armee und die US-Marine ballistische Raketenabwehrsysteme in und um Israel, um die lokale Raketenabwehr zu unterstützen. Dazu gehörten Berichten zufolge drei THAAD-Systeme der US-Armee in Israel und Jordanien, denen ballistische Abfangraketen aus der ganzen Welt zugewiesen wurden, darunter vom US-Festland, von Hawaii, Guam und Südkorea, sowie AEGIS-Zerstörer der Marine, die SM-2-, SM-3- und SM-6-Abfangraketen abfeuern können.

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29. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran (Ticker 16:15 Uhr)

Von Peter F. Mayer und Jochen Mitschka – 28. März 2026

Die USA und Israel eskalierten die Raketenangriffe gegen den Iran weiter, indem sie begannen die Schlüsselindustrie des Landes, zunächst die Eisenverarbeitung, anzugreifen. Der Iran antwortete mit Warnungen, spiegelgleich zu antworten. Was brachte die Nacht und werden die USA am Wochenende die Bodeninvasion beginnen?

Noch nie in der Geschichte der US-Kriege seit dem Korea-Krieg haben die USA so viele Flugzeuge, einschließlich großer Drohnen. verloren wie in diesem Angriffskrieg. Niemand weiß, welche Vorräte an Raketen und Drohnen der Iran noch hat, und welche Möglichkeiten zur unterirdischen Produktion bestehen. Aber weder China noch Russland scheinen sich genötigt zu sehen, größere sichtbare Lieferungen zu schicken. Was darauf hindeutet, dass der Iran die Pläne der USA, den Krieg in wenigen Wochen zu beenden, zunichte machen könnte.

Hatten die Kriege der USA in der Vergangenheit eher regionale Auswirkungen, ist dieser Krieg von weltweiter Bedeutung. Nicht nur durch die Zerstörung von Produktionskapazitäten, von denen die ganze Welt profitiert, nicht nur von Öl und anderen Rohstoffen, wegen der drohenden Zerstörung von Datenzentren und Banken. Sondern auch, weil dieser Krieg der Welt vor Augen führen wird, dass [es möglich ist] Widerstand gegen die USA [zu] leisten und damit die Verwundbarkeit des Riesen zeigen kann. Wenn die Elite des [gegnerischen] Landes keine Konten in den USA hat und sich strategisch auf die Auseinandersetzung vorbereitet.

Es wird spannend sein zu sehen, so zynisch das auch klingen mag, ob die USA es wieder schaffen, Terrorgruppen für den Bodenkrieg zu motivieren, auszurüsten und zu bezahlen, und das Syrien-Szenario zu wiederholen. Oder ob der Krieg schnell beendet sein wird, wenn die ersten „Body-Bags“ mit toten US-Soldaten aus dem Nahen Osten in die USA zurückgebracht werden. Wichtig wird sein, ob Katar diesmal wieder auf der Seite der Angreifer stehen wird, weil durch die Medienmacht von Al Jazeera das Land über einen enormen Einfluss verfügt.

07 Uhr 00

USA kann keine Seekriege mehr erfolgreich führen

Nach den Konflikten mit dem Iran und dem Jemen ist es ausgeschlossen, dass die Vereinigten Staaten jemals wegen Taiwan einen Krieg gegen China führen werden. Die Ära der Seeherrschaft ist zu Ende gegangen und wurde durch die Drohnenkriegsführung abgelöst. Ähnlich den großen Panzerschlachten und schnellen Vorstößen – das hat uns der Krieg in der Ukraine gezeigt, auch hier dominieren mitllerweile die Drohnen.

Raketen sind oft sehr teuer und können abgefangen werden, während Drohnen weitaus billiger sind und Luft- und Seeverteidigungsanlagen viel leichter umgehen können. Das bedeutet natürlich, dass die US-Marineeinheiten im Nahen Osten in Gefahr sind.

Die Straße von Hormus und das Rote Meer wurden nicht durch iranische oder jemenitische Raketen unter Kontrolle gehalten, sondern durch Drohnen wie die Samad-3 und Shahed-136. Die iranischen Shaheds sind nun mit Anti-Jamming-Chips aus Russland ausgerüstet.

Selbst im Falle des weitgehend landgestützten NATO-Stellvertreterkriegs in der Ukraine haben die Russen den Donbass unter Kontrolle gehalten und die Fähigkeiten der ukrainischen Streitkräfte durch den Einsatz von Geran-Drohnen weitgehend geschwächt.

Sie haben Kampfhubschrauber überflüssig gemacht, Truppenverlegungen erzwungen und sind sogar über lange Zeiträume hinweg unentdeckt über Kiew geschwebt, was die extrem schwache und unzureichende Luftabwehr der Ukraine weiter bloßstellt.

Wenn die Iraner und Jemeniten den Vereinigten Staaten diesen Schaden in nur vier Wochen zufügen können, könnten die Chinesen mit Sicherheit noch mehr anrichten – und die Russen haben dies bereits getan.

Iran und der Atomwaffensperrvertrag

Der Nichtverbreitungsvertrag von Atomwaffen verpflichtet die Atomstaaten zu ernsthaften Gesprächen mit dem Ziel der Abrüstung und Ächtung von Kernwaffen. Stattdessen haben diese immer weiter modernisiert und aufgerüstet und Nichtatomstaaten mit Kernwaffen, wenn auch meist indirekt, bedroht. Nun tritt der Sprecher des iranischen parlamentarischen Komitees für nationale Sicherheit vor und erklärt, dass der Atomwaffensperrvertrag, dem das Land beigetreten war, nunmehr bedeutungslos geworden sei.

„Unser Festhalten am Atomwaffensperrvertrag ist bedeutungslos geworden. Der Atomwaffensperrvertrag nützt uns nichts mehr. Internationale Dokumente und Abkommen werden völlig und grundlegend ignoriert. Der Vertrag hat unser Land nicht nur nicht vor Angriffen von Atommächten geschützt, sondern unsere Atomanlagen sind selbst wiederholten Angriffen ausgesetzt.“ (Quelle)

Damit ist noch nicht die Fatwa aufgehoben, welche die Entwicklung von Massenvernichtungswaffen, insbesondere Kernwaffen, verbietet. Aber es zeigt die Meinung der nicht klerikalen Politiker des Landes zu dem Thema. Allerdings kann nur der neue Staatschef, der Sohn des ermordeten Ali Khamenei die Fatwa aufheben und die Entwicklung von Atombomben anstoßen. Wenn das geschieht war es dieser KRIEG, nicht der Wunsch und Wille des Irans, diese Massenvernichtungswaffen zu entwickeln.

Nicht vergessen: Die israelischen Atombomben, die Kernwaffen, mit denen Israel mit der Samson-Option die Welt erpresst, basieren auf kernwaffenfähigem Material der USA, Know How der Franzosen und Geld Deutschlands.

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Die „New York Times“ zertrümmert das Propagandamärchen vom iranischen Volksaufstand

Von Felix Abt – 28. März 2026

Ausgerechnet die New York Times räumt nun ein, was lange als „Verschwörungstheorie“ abgetan wurde: Die Proteste im Iran Ende 2025/Anfang 2026 waren kein spontaner Volksaufstand, sondern Teil einer gezielten Strategie ausländischer Akteure.

Die Demonstrationen, die Ende Dezember 2025 zunächst in Teheran ausbrachen, begannen friedlich und wurden maßgeblich von den Bazaaris – den Händlern und Ladenbesitzern des Großen Basars – getragen. Auslöser war der massive Wertverlust des iranischen Rials, der die Beschaffung und den Verkauf von Waren stark erschwerte oder teilweise unmöglich machte. Schon bald schlossen sich weitere Gruppen an, darunter Studenten, sodass sich die Proteste landesweit ausweiteten – zunächst weiterhin weitgehend friedlich.

Westliche Medien beschrieben die Bewegung jedoch schon früh als bedeutenden Aufstand: The Guardian sprach von „the largest nationwide uprising in years“. Das Wall Street Journal nannte die Ereignisse in mehreren Artikeln ein „popular uprising“ (Volksaufstand). Die New York Times bezeichnete sie als „the country’s largest uprising in decades“.

Auch im deutschsprachigen Raum verwendeten große Medien ähnlich dramatische Begriffe: Die NZZ titelte „Volksaufstand im Reich der Finsternis“ und berichtete vom „Aufstand aus dem Basar“. Der Deutschlandfunk sprach wiederholt von einem „Aufstand“ – bereits dem vierten innerhalb von acht Jahren – und benutzte Begriffe wie „Aufständische“. Der Spiegel bezeichnete die Ereignisse als „historischen Aufstand“ und spekulierte, ob dies der „letzte Akt der Islamischen Republik“ sein könnte. Auch Die Presse verwendete den Begriff „Aufstand“ deutlich und unmissverständlich.

Unberücksichtigt blieb in dieser Berichterstattung jedoch, dass sich laut eigenen Angaben des Mossad und Aussagen des ehemaligen CIA-Direktors Mike Pompeo ausländische Akteure unter die Demonstranten gemischt haben.

Ebenso unerwähnt blieb, dass laut verschiedenen israelischen Medienberichten ein bestimmter Staat Demonstranten bewaffnet haben soll. Tatsächlich wurden die anfänglich friedlichen Proteste in gewalttätige Unruhen verwandelt, bei denen Polizeistationen, Moscheen und andere Einrichtungen angegriffen oder zerstört wurden – sogar Ambulanzen brannten nieder. Auch die Tatsache, dass der Angriff auf die iranische Währung, der die Proteste überhaupt erst auslöste, laut US-Finanzminister Scott Bessent von außen vorangetrieben wurde, verschwiegen die genannten Medien.

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Britisches Militär will russische Schiffe beschlagnahmen – damit drohen Feuergefechte

Von Thomas Scripps – 28. März 2026

Das britische Militär soll Schiffe entern, die im Verdacht stehen, Teil der „Schattenflotte“ zu sein, mit der Russland die westlichen Wirtschaftssanktionen umgeht. Dabei könnte es zu Schusswechseln zwischen britischen und russischen Soldaten kommen.

Die abwegige Erklärung von Labours Premierminister Keir Starmer lautete, es gehe darum, „in einer zunehmend instabilen und gefährlichen Welt die Sicherheit dieses Landes zu gewährleisten und britische Interessen hier und im Ausland zu schützen.“ Tatsächlich droht damit ein direkter Konflikt zwischen Atommächten.

Eine Ankündigung der Regierung macht deutlich, wie fahrlässig die Pläne sind: „Militär- und Polizeiexperten wurden in den letzten Wochen intensiv auf verschiedene Szenarien vorbereitet, darunter das Entern von Schiffen, die sich nicht ergeben, bewaffnet sind oder modernste flächendeckende Überwachung einsetzen, um der Beschlagnahme zu entgehen.“ [Hervorhebung hinzugefügt].

Die BBC erklärte: „Spezialeinheiten des Militärs haben in den letzten Wochen trainiert, verschiedene Szenarien durchzuspielen, darunter den Umgang mit bewaffneten Besatzungen.

Man geht davon aus, dass dieses Training nun abgeschlossen ist, und Vertreter des Verteidigungsministeriums sind der Meinung, dass die erste Operation dieser Art in Kürze stattfinden wird.

Zu den Beteiligten könnten unter anderem der Special Boat Service und die Royal Marines gehören, abhängig vom Ausmaß des Widerstands, der von den Besatzungen an Bord der Schattenflotte erwartet wird.“ Dabei handelt es sich um die Elite-Kampfeinheiten der Royal Navy.

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Welche Rolle spielt Polen im „Kampf um Ungarn“?

Von Andrew Korybko – 27. März 2026

Polens Ministerpräsident Tusk und sein Außenminister Sikorski könnten die Ehefrau des Letzteren dazu benutzt haben, die Geschichte über den ungarischen Außenminister Szijjarto in der Washington Post zu platzieren. Sie könnten entweder selbst für dessen Abhörung verantwortlich gewesen sein oder zumindest davon gewusst haben – über Sikorskis Verbindungen zu dem Journalisten, der seine Nummer an einen ausländischen Geheimdienst weitergab.

RT hat im Vorfeld der nächsten Parlamentswahlen am 12. April eine fortlaufende Serie über den „Kampf um Ungarn“ veröffentlicht. Bislang gibt es drei Folgen: „Wie die EU Viktor Orbán zu besiegen gedenkt“, „Wie der ‚Russiagate‘-Plan gegen Orbán eingesetzt wurde“ und „Die Ukraine-Verbindung“. Kurz gesagt: Die EU und die Ukraine mischen sich in den Wahlkampf vorhersehbar ein, und eine der vielen Formen, die dies bislang angenommen hat, besteht darin, über ihre medialen Stellvertreter Orbáns Regierung als Marionetten Russlands darzustellen.

„Der Russiagate-Plan“ wurde von der Washington Post in einem kürzlich erschienenen Artikel vorgestellt, in dem behauptet wurde, dass „(Peter) Szijjarto, der Außenminister, während der Pausen bei EU-Treffen regelmäßig telefonierte, um seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow ‚Live-Berichte über das Besprochene‘ und mögliche Lösungen zu liefern, wie einer der europäischen Sicherheitsbeamten sagte.“ Die aus dem Zusammenhang gerissene Unterstellung lautet, dass Szijjarto jahrelang offen als de facto russischer Geheimdienstmitarbeiter innerhalb der EU tätig war.

Dieser verteidigte sich daraufhin mit der Erklärung: „Die Situation ist so, dass in der Europäischen Union viele Entscheidungen getroffen werden, die die Beziehungen und die Zusammenarbeit Ungarns mit anderen Ländern außerhalb der EU beeinflussen. Darum geht es in der Außenpolitik. Vielleicht drücke ich mich etwas derb aus, aber Diplomatie bedeutet, dass wir mit den Staats- und Regierungschefs anderer Länder sprechen.“ Das ist vernünftig, doch normale Bürger ohne jegliche Ahnung von Diplomatie halten dies fälschlicherweise für skandalös – von daher rührt die Wirksamkeit dieser Provokation.

Laut dem Brussels Signal könnte Polen diese Geschichte über die Ehefrau von Außenminister Radek Sikorski, Anne Applebaum, in der Washington Post platziert haben; sie war früher eine ihrer Autorinnen und ist eine langjährige Kritikerin Orbáns. Zlotan Kovacs, der Sprecher des ungarischen Regierungschefs, verlieh dieser Hypothese Glaubwürdigkeit, indem er den Artikel retweetete und ihn so einer breiten Öffentlichkeit bekannt machte. About Hungary, ein patriotisches Medienunternehmen, berichtete daraufhin über Polens Verbindungen zu dem Journalisten, der bei der Abhörung von Szijjarto geholfen hatte:

„Die polnische Dimension geht über institutionelle Verbindungen hinaus. (Szabolcs) Panyis Arbeit findet in polnischen Politik- und Medienkreisen regelmäßig großen Anklang, und seine Inhalte werden häufig von Polens Außenminister Radosław Sikorski geteilt, einer Schlüsselfigur, die denselben liberalen internationalen Netzwerken angehört und mit einer weiteren bekannten Orbán-Kritikerin, Anne Applebaum, verheiratet ist. [Zur Kriegstreiberin Anne Applebaum siehe hier; die Red.] Diese sichtbare Verbundenheit ordnet Panyi in ein breiteres regionales Ökosystem ein, in dem sich mediale Narrative und politische Agenden gegenseitig verstärken.“

Unmittelbar nach Bekanntwerden des Skandals twitterte der polnische Ministerpräsident Donald Tusk: „Die Nachricht, dass Orbáns Leute Moskau über EU-Ratssitzungen bis ins Detail informieren, sollte niemanden überraschen. Wir hatten schon lange unseren Verdacht. Das ist ein Grund, warum ich nur dann das Wort ergreife, wenn es unbedingt notwendig ist, und nur so viel sage, wie nötig.“ Wie Sikorski hasst auch Tusk Orbán, daher ist es gut möglich, dass beide Politiker durch diese beiden jüngsten Provokationen in die „Schlacht um Ungarn“ verwickelt sind.

Ein plausibles Szenario wäre, dass sie Applebaum dazu benutzt haben, die Geschichte über Szijjarto in der Washington Post zu platzieren, und dass es entweder Polen selbst war, der Szijjarto abgehört hat, nachdem Panyi seine Nummer weitergegeben hatte, oder dass Warschau zumindest davon wusste, ihn aber nicht informierte, weil man einen großen Skandal auslösen wollte. Tusk und Sikorskis Rivale, der konservative Präsident Karol Nawrocki, und sein Team wären darüber im Unklaren gelassen worden, aus Angst, sie könnten Orbán informieren. Das ist zumindest vorerst nur Spekulation, klingt aber durchaus plausibel.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors.

[Zum Originalbeitrag in englischer Sprache auf dem Substack-Blog des Autors.]

Zum Autor: Andrew Korybko ist ein in Moskau lebender US-amerikanischer politischer Analyst, der sich auf die geopolitische Entwicklung sowie insbesondere den globalen systemischen Übergang zur Multipolarität spezialisiert hat.

28. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran (Ticker 20:00 Uhr)

Von Peter F. Mayer und Jochen Mitschka – 27. März 2026

Laut US-Kriegsminister ist der Iran geschlagen, wie nie zuvor ein Land besiegt wurde, während der Iran die zwei wichtigsten Seeverkehrswege der Welt beherrscht. Zunächst also eine kurze Zusammenfassung was passierte, dann der Bericht über Ereignisse der Nacht und die übliche Chronologie des Tages.

Vor zwei Tagen stand Hegseth im Weißen Haus und erklärte, dass der Iran quasi von der Landkarte getilgt worden wäre. Am gleichen Tag startete der Iran seine 80. Welle von Raketenangriffen auf Israel und US-Interessen in der Golfregion. Nach iranischen und irakischen Angaben wurden alle amerikanischen Militärbasen im Nahen Osten zerstört, sie suchten nun nach geflohenen Soldaten und baten die Bevölkerungen um Hinweise. Der Iran veröffentlichte ein Video, in dem er behauptete, einen US-amerikanischen F-18-Kampfjet in der Nähe von Chabahar abgeschossen zu haben, was das US-Zentralkommando (CENTCOM) dementierte.

Der Iran beschloss ein Gesetz, welches die Straße von Hormus nunmehr mautpflichtig macht. Mehr als 20 Schiffe haben bereits die „Teheraner Mautstelle“ für die sichere Durchfahrt genutzt. Während die USA eine Bodenoffensive planen, warnt der Iran, in diesem Fall die Meerenge Bab al Mandab, also den Zugang zum Roten Meer, zu blockieren. Der Jemen, im Westen „die Huthis“ genannt, warten schon sehnsüchtig darauf, aktiv werden zu können. Durch die Straße von Hormus fließen 20% des weltweit gehandelten Öls, durch die Meerenge Bab al Manda ca. 12%.

Die USA bombardierten den Iran monatelang, ermordeten die Führung des Landes, zerstörten Schulen, Krankenhäuser, ganze Wohnblock, um einen Wissenschaftler mit seiner Familie zu ermorden. Der Iran reagierte darauf, indem er die Kontrolle über die wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt übernahm. Was wir derzeit erleben ist ein Vietnam auf Drogen für Donald Trump.

Die USA konnten den Krieg gegen die Sandalenkrieger der Taliban nicht gewinnen und mussten vor den sanktionierten Jemeniten die Flucht ergreifen. Aber sie glaubten, einen Hochtechnologiestaat mit einer mehrtausendjährigen Hochkultur und zwei Weltmächten als Freunde, mal eben in die Knie bomben zu können. Das ist so absurd, so abwegig, dass man sich fragen muss, ob dieser verlorene Krieg nicht ganz andere Gründe hat, als den Iran in die Knie zu zwingen.

Was passierte nun in der Nacht vom 26. März zum 27. März 2026?

07 Uhr 00

In den letzten neun Stunden hat sich der Irankrieg weiter intensiviert, wobei vor allem iranische Raketenangriffe und israelische Gegenschläge im Fokus standen. Iran feuerte eine Salve ballistischer Raketen auf die israelische Hafenstadt Haifa ab, die in der Nähe der strategischen Bazan-Ölraffinerie einschlugen und mindestens neun Menschen verletzten; Überwachungskameras zeichneten die Einschläge auf. Die Luftabwehr scheint immer geringere Erfolge zu haben.

EU-Vasallen erstaunt?

Gleichzeitig verbreitet sich in Europa die Nachricht, dass die USA Geldmittel, welche insbesondere die EU-Länder an die USA gezahlt hatten, damit daraus Luftabwehrraketen und Munition für die Ukraine finanziert werden kann, stillschweigend umleiteten, um damit den Krieg gegen den Iran zu finanzieren. (Titelbild)

„Das Pentagon erklärte laut einem Bericht der Washington Post von gestern Abend, man müsse ‚die eigenen Militärbestände wieder auffüllen, anstatt zusätzliche Hilfe an die Ukraine zu schicken‘. Militärexperten zufolge liegt der wahre Grund darin, dass die Iraner die Abhörfähigkeiten der USA schwer beschädigt haben. Das Pentagon versucht nun fieberhaft, diese Fähigkeiten wiederherzustellen, indem es Ausrüstung beschlagnahmt, die nach Südkorea und in die Ukraine geliefert wurde oder dort eingesetzt werden sollte.

Die Armeeführung informierte den US-Kongress am Montag darüber, dass sie plant, 750 Millionen US-Dollar, die von NATO-Staaten für das PURL-Programm gesammelt wurden, umzuleiten, berichtete die Zeitung. PURL (Priorisierte Liste der Ukraine-Anforderungen) ist ein von den USA initiiertes Programm, das Gelder von anderen NATO-Mitgliedern sammelte, um die Ukraine zum vorrangigen Empfänger von Waffen zu machen. Die Unterlagen für die drastische Planänderung legen fest, dass bestimmte Waffensysteme, wie beispielsweise über das PURL-Programm bestellte Abfangraketen, stattdessen den USA zur Verfügung gestellt werden sollen. Dies untermauert mehrere Berichte, wonach der Iran einen Großteil der US-amerikanischen Fähigkeit zur Abwehr iranischer Raketen zerstört hat. Auch Israels Raketenabwehrsystem ‚Iron Dome‘ ist instabil und hat in Tel Aviv und anderen Orten erhebliche Schäden erlitten.“ (Quelle)

Krieg geht unvermindert weiter

Nichts deutet darauf hin, dass die Eskalation des Krieges abflacht. Israel setzte seine Luftangriffe auf iranische Ziele fort, darunter offenbar auch auf Teheran und weitere militärische Einrichtungen und Wohngebiete, und meldete die gezielte Tötung des Kommandeurs der iranischen Revolutionsgarde-Marine, Alireza Tangsiri, bei einem Schlag auf Bandar Abbas.

Die iranischen Revolutionsgarden griffen ihrerseits militärische und energetische Ziele an und feuerten weitere Raketen und Drohnen auf Israel sowie US-Stützpunkte ab, was die Luftverteidigungssysteme beider Seiten erneut stark beanspruchte.

US-Präsident Donald Trump verlängerte das Ultimatum an Iran für ein Abkommen bis zum 6. April und erklärte, die Gespräche liefen „sehr gut“, während Teheran einen eigenen Gegenvorschlag zum US-15-Punkte-Friedensplan vorlegte und Verhandlungen weiter ablehnte. Es ist offensichtlich, dass Trump mit seinen Äußerungen lediglich versucht, Börsen und Ölpreise unter Kontrolle zu halten.

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Exklusiv von einem Insider

Trump ist nicht verrückt geworden, es gibt tatsächlich Verhandlungen mit dem Iran

Von Thomas Röper – 27. März 2026

Die widersprüchlichen Posts von Trump der letzten Tage und Wochen bedeuten nicht, dass Trump verrückt geworden ist. Es finden tatsächlich Verhandlungen mit dem Iran statt, aber die Lage ist viel komplizierter, als man denkt, wie mir nun ein Insider mitgeteilt hat.

Ich habe aus quasi erster Hand Informationen über die hinter den Kulissen laufenden Verhandlungen zwischen den USA, den arabischen Staaten und dem Iran bekommen, die einiges von dem, was derzeit passiert – vor allem Trumps wirr erscheinende Posts und Aussagen –, erklärt. Bevor ich dazu komme, will ich zuerst erklären, woher ich diese Informationen habe, da ich mich nur selten und nur sehr ungern auf ungenannte Quellen berufe. Aber in diesem Fall geht es nicht anders.

Meine Quelle

Zum Journalismus gehört, dass man Kontakte knüpft und sogenannte „Hintergrundgespräche“ führt. Dabei spricht man mit Insidern, die einem Dinge erzählen und erklären, über die man aber nicht schreiben darf. Dabei entsteht ein wechselseitiges Vertrauensverhältnis, denn als Journalist kann man mit der Zeit einschätzen, ob die Quelle vertrauenswürdig ist, weil sich deren Aussagen später entweder bewahrheiten oder auch nicht, und die Quelle kann einschätzen, ob der Journalist vertrauenswürdig ist und sich an die abgesprochene Vertraulichkeit hält.

Bei solchen Gesprächen bekommt der Journalist (oder Experte, etc.) Informationen zum Verständnis von Vorgängen, die man zwar als Hintergrundwissen für seine Analysen benutzen kann, aber über die man nicht direkt berichten darf. Manchmal kommt es bei solchen Gesprächen aber vor, dass der Gesprächspartner einem sagt, über dies oder jenes dürfe man schreiben, wenn man die Quelle nicht nennt. […]

Ich kenne jemanden, der durch einen dummen Zufall von dem weiß, was der Iran derzeit mit den USA und den Arabern verhandelt. Mein Bekannter hat mir eine Menge erzählt, wobei ich leider nicht über alle Details schreiben darf, aber ich darf einen groben Umriss geben, der erklärt, was da gerade abläuft.

Wenn man diese Informationen hat, dann versteht man auch, dass Trump keineswegs verrückt geworden ist, wie man nach seinen hektischen und teilweise widersprüchlichen Posts und Aussagen der letzten Tage und Wochen meinen könnte. Die Sache ist nämlich weitaus komplizierter und es ist nicht einmal klar, ob Trump vollständig und korrekt informiert ist.

Das Problem ist, dass es derzeit keine offiziellen Kontakte mehr zwischen dem Iran und den arabischen Staaten – und erst recht nicht zwischen dem Iran und den USA – gibt. Es gibt viele Beispiele aus der Geschichte, bei denen Geschäftsleute, die mit beiden Ländern schon Jahre vor der Krise Geschäfte gemacht haben und daher für beide Seiten vertrauenswürdig waren, zwischen zwei Krieg führenden oder kurz vor einem Krieg stehenden Ländern als Vermittler tätig waren, weil diese Geschäftsleute wirklich neutral sind und nicht im Verdacht standen, politisch parteiisch zu sein. Also konnten beide Seiten ihnen vertrauen, und so wurden Geschäftsleute immer wieder unfreiwillig zu einer Art Kurier oder Vermittler, die Nachrichten hin und her gebracht haben.

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Es spielt wirklich keine Rolle mehr, ob Serbien der NATO beitritt

Von Andrew Korybko – 26. März 2026

Das Land hat dem Bündnis bereits vor einem Jahrzehnt Transitrechte und Immunität für dessen Mitglieder gewährt, treibt durch vermehrte Rüstungskäufe bei den NATO-Staaten anstelle bei seinem traditionellen russischen Lieferanten aktiv eine pro-westliche Neuausrichtung seiner Militärpolitik voran und rüstet sogar die Ukraine aus.

Der serbische Präsident Aleksandar Vučić sagte kürzlich: „Was die NATO betrifft, so pflegen wir konsistente Beziehungen, aber wir werden der NATO nicht beitreten und unseren neutralen Status bewahren.“ Der seit langem bestehende Kontext betrifft seine Behauptungen, dass die mit dem Westen verbundenen Proteste gegen ihn im Laufe der Jahre teilweise von dem Hintergedanken getrieben seien, Serbiens NATO-Beitritt zu beschleunigen, falls er abgesetzt würde. Auch wenn dies überzeugend ist und wohl ein Körnchen Wahrheit enthält, spielt es eigentlich keine Rolle mehr, ob Serbien dem Militärbündnis beitritt.

Tatsächlich spielt dies bereits seit einem Jahrzehnt keine Rolle mehr, da Serbien Anfang 2016 „ein Abkommen ratifiziert hat, das dem Bündnis Bewegungsfreiheit auf serbischem Gebiet gewährt und seinen Mitgliedern diplomatische Immunität einräumt“ – was zu weitreichenden Protesten führte, die letztlich jedoch nicht zur Aufhebung dieses Abkommens führten. Serbien unterhält zudem bereits seit dem Jahr davor, also seit 2015, einen „Individuellen Partnerschaftsaktionsplan“ mit der NATO. Seit Beginn der russischen militärischen Sonderoperation hat das Land begonnen, seine Politik noch enger an die der NATO anzupassen.

Es stimmt in der UN-Generalversammlung regelmäßig gegen Russland in Bezug auf die Ukraine, treibt durch vermehrte Waffenkäufe bei der NATO statt bei seinem traditionellen russischen Lieferanten aktiv eine pro-westliche militärische Neuausrichtung voran, erwägt Sanktionen gegen Russland, falls eine EU-Mitgliedschaft „in Sicht“ ist, und rüstet sogar die Ukraine auf. Ob man nun glaubt, dass Vucic dies freiwillig oder unter Zwang tut, Tatsache ist, dass die oben genannten Maßnahmen tatsächlich in Kraft sind. Hier sind fünf Hintergrundinformationen, um die Leser auf den neuesten Stand zu bringen:

* 25. Dezember 2023: „Der Westen gibt sich mit Vucics zahlreichen Zugeständnissen nicht zufrieden und strebt die vollständige Kontrolle über Serbien an

* 11. August 2024: „Die serbische Regierung ist ungewollt für die jüngsten Intrigen rund um eine Farbrevolution verantwortlich

* 14. Januar 2025: „Serbiens oberster General deutete unter dem Druck von Sanktionen eine pro-westliche militärische Neuausrichtung an

* 9. August 2025: „Interpretation Serbiens gemischter Signale darüber, ob es Sanktionen gegen Russland verhängen wird

* 11. November 2025: „Serbiens fortgesetzte Bewaffnung der Ukraine birgt die Gefahr eines Bruchs der Beziehungen zu Russland

Zu diesem Zeitpunkt fungiert Serbien bereits als de facto NATO-Mitglied, nachdem das oben erwähnte Abkommen von 2016 dem Bündnis Transitrechte durch sein Territorium sowie Immunität für seine Mitglieder gewährte und Serbien daraufhin begann, die Ukraine zu bewaffnen. Dies fördert die Interessen der NATO, indem es ihre militärische Logistik auf dem Balkan erleichtert und der Ukraine hilft, mehr Russen zu töten – was für das Bündnis wichtiger ist, als dass Serbien sich zur gegenseitigen Verteidigung seiner Mitglieder verpflichtet oder Russland aus Solidarität mit ihnen sanktioniert.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Serbien jemals der NATO beitritt, ist ohnehin gering, da dieses Szenario tabu ist, seit die NATO Serbien 1999 bombardiert hat; dabei wurde die Autonome Provinz Kosovo und Metohija vom Staat abgetrennt, was den Serben immensen seelischen Schaden zugefügt hat, da dies die Wiege ihrer Zivilisation ist. Auch wenn einige in der NATO einen Beitritt vielleicht noch für möglich halten und diesen aus symbolischen Gründen weiterverfolgen wollen, ist er objektiv gesehen unwahrscheinlich, was Vucic zwar weiß, aber dennoch gelegentlich zur Sprache bringt, um Unterstützung für seine Herrschaft zu gewinnen.

Aus geografischen Gründen hat Serbien, nachdem es zu einem Binnenstaat geworden ist und entweder von NATO-Mitgliedern oder de facto Ländern wie Bosnien umgeben ist, kaum eine Alternative zur Zusammenarbeit mit der NATO, muss aber auch nicht so weit gehen wie Vučić mit dem Abkommen von 2016 und der Bewaffnung der Ukraine. Dennoch ist es unwahrscheinlich, dass er durch Wahlen oder auf andere Weise durch jemanden ersetzt wird, der eine härtere Linie gegenüber der NATO vertritt, da seine wahrscheinlichsten Nachfolger sogar noch NATO-freundlicher wären.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors.

[Zum Originalbeitrag in englischer Sprache auf dem Substack-Blog des Autors.]

Zum Autor: Andrew Korybko ist ein in Moskau lebender US-amerikanischer politischer Analyst, der sich auf die geopolitische Entwicklung sowie insbesondere den globalen systemischen Übergang zur Multipolarität spezialisiert hat.

USA verstärken Militärpräsenz im Nahen Osten und drohen, „die Hölle zu entfesseln“

Von Andre Damon – 26. März 2026

Die Trump-Regierung verlegt gegenwärtig Bodentruppen mit Tausenden Soldaten in den Persischen Golf. Unterdessen drohte das Weiße Haus am Mittwoch mit einer massiven Eskalation ihres Angriffskrieges gegen den Iran, wenn dieser die Forderungen der USA nicht akzeptiere.

Die Pressesprecherin des Weißen Hauses Karoline Leavitt erklärte: „Wenn der Iran die Tatsachen der aktuellen Lage nicht akzeptiert, wenn er nicht versteht, dass er militärisch besiegt wurde und daran auch nichts ändern kann, dann wird Präsident Trump dafür sorgen, dass das Land härter getroffen wird als jemals zuvor.“ Dann fügte Leavitt hinzu: „Präsident Trump blufft nicht, und er ist bereit, die Hölle zu entfesseln.“

Leavitt behauptete, die USA stünden kurz vor dem Sieg im Iran: „Deshalb ist jetzt zu erkennen, wie das Regime nach einem Ausweg sucht.“

Ein Reporter fragte Leavitt, wie die Mobilisierung der 82. Luftlandedivision mit der Behauptungen zusammenpasst, dass der Krieg bald vorbei sei, da diese Einheit normalerweise nicht zum Ende eines Konflikts ausgeschickt werde, sondern zum Beginn. Leavitt wich aus: „Der Präsident hat gerne mehrere Optionen an der Hand. Es ist Aufgabe des Pentagon, dem Oberbefehlshaber diese Optionen zu liefern.“

Laut verschiedenen Berichten haben zwei- bis dreitausend Fallschirmjäger der Immediate Response Force der 82. Luftlandedivision schriftliche Befehle zur Verlegung in den Nahen Osten erhalten. Die 82. Luftlandedivision ist eine Eliteeinheit der US Army, bestehend aus Fallschirmjägern, die auf den schnellen Einsatz in Kampfzonen spezialisiert sind. Eine solche Einheit schickt das Pentagon nicht, wenn es verhandeln will, sondern um anzugreifen.

Die Fallschirmjäger würden ergänzend zu zwei amphibischen Verbänden der Marines hinzukommen, die bereits auf dem Weg in den Persischen Golf sind. An Bord des Angriffsschiffs USS Tripoli befinden sich 2.200 Marines der 31st Marine Expeditionary Unit (MEU) und die USS Boxer hat letzte Woche mit 2.500 Marines der 11th MEU den Marinestützpunkt in San Diego verlassen. Die Tripoli wird laut Wall Street Journal vermutlich am Freitag den Kriegsschauplatz erreichen – an dem Tag, an dem Trumps fünftägiges Ultimatum ausläuft, auf das Angriffe auf das iranische Stromnetz folgen sollen.

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27. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran (Ticker 17:00 Uhr)

Von Peter F. Mayer und Jochen Mitschka – 26. März 2026

Die gegenseitigen Bombardierungen gehen weiter. Wobei der Iran fast spiegelgleich Vergeltung übt für Angriffe gegen das Land, mit einigen Ausnahmen: Es sind keine Raketen auf Schulen und Krankenhäuser durch den Iran bekannt, aber hunderte der angreifenden Koalition. Und es wurden bisher auch nicht ganze Wohnblocks zerbombt, um einen zivilen Wissenschaftler zu töten.

Die New York Times berichtet, dass Netanjahu die israelischen Streitkräfte angewiesen habe, innerhalb der nächsten 48 Stunden „alle Anstrengungen“ zu unternehmen, um so viel wie möglich von der iranischen Rüstungsindustrie zu zerstören. Die Schlagzeile lautet: „Israel versucht, Iran hart zu treffen, solange es noch kann.“ Der Befehl erfolgte, nachdem Israel eine Kopie des 15-Punkte-Waffenstillstandsplans der USA erhalten hatte. Anscheinend ist Israel nicht glücklich über diesen Plan. Shanaka Anslem Perera schreibt, dass es zwei Interpretationsmöglichkeiten für die aktuelle Situation gebe. Beide seien plausibel. Nur eine davon versetze Teheran in Angst und Schrecken.

Interpretation 1: Zerfall. Netanjahu liefere sich ein Wettrennen mit Trumps Diplomatie und beschleunige die Angriffe, um unumkehrbare Fakten zu schaffen, bevor ein Abkommen zu für ihn suboptimalen Bedingungen besiegelt wird. Trump braucht einen Waffenstillstand für seine Zustimmungswerte von 36 Prozent und den Benzinpreis von 3,98 Dollar. Netanjahu braucht den Krieg für die „langfristige Sicherheit Israels“. Die Verbündeten verfolgten unvereinbare Zeitpläne, meint der Autor. Der 48-Stunden-Befehl sei keine Koordination, sondern ein Wettlauf gegen die von Trump gesetzte Uhr.

Interpretation 2: Trump setze auf Frieden, Netanjahu aber auf Krieg. Der Iran steht beiden gleichzeitig gegenüber und kann sich gegen keine von beiden optimal wappnen. Wenn der Iran den 15-Punkte-Plan akzeptiert, gebe er unter militärischem Druck nach. Lehnt der Iran den Plan ab, „legitimiere“ er die Angriffe und beschere Netanjahu weitere 48 Stunden irreversibler Demütigung, während Trump der Welt verkündet, er habe es zunächst mit Diplomatie versucht. Lesen Sie weiter in der Quelle.

Militärbasen im Nahen Osten jetzt zerstört und leer

Von vielen vorausgesagt, sind Militärbasen zwar Orte und Werkzeuge der Machtprojektion, aber im Konfliktfall auch verwundbare Stellen, welche mit modernen Kriegsmitteln schnell zerstört sind. Wodurch das Land, dem die Basis gehört, geschädigt wird, ohne dass der Gegner seine eigene Region verlassen muss. Und so berichtet die NYT nun, dass alle größeren US-Militärbasen im Nahen Osten im Verlaufe des Angriffskriegs gegen den Iran inzwischen zerstört wurden.

Zerstörung der iranischen Energieinfrastruktur

Die Zerstörung aller Kraftwerke des Iran wird sich schwieriger gestalten, als vermutlich angenommen. Denn anders als Israel oder andere Länder des Nahen Ostens, besteht das Stromnetzwerk auf weit über 130 kleineren Kraftwerken. Selbst das größte Kraftwerk, Damavand, in der Nähe von Teheran, produziert nur ca. 2,9 Prozent der gesamten installierten Kapazität. Das Atomkraftwerk, welches Russland gerade baut, ist noch gar nicht vollständig in Betrieb. Die Vergeltung durch Raketenangriffe auf die Staaten, welche angreifen oder den Angriff ermöglichen, werden wesentlich schneller zu verheerenden „Erfolgen“ führen.

Maut-Gesetz verabschiedet

Der Iran hat das Gesetz endgültig verabschiedet, mit dem Schiffe, welche die Straße von Hormus innerhalb iranischen Hoheitsgewässern benutzen, eine Maut bezahlen müssen, mit der die maritime Sicherheit finanziert wird.

Neue ballistische Raketen auf Zentral-Israel

Auch am Morgen des 27 Kriegstages werden Raketen aus dem Iran gegen Zentral-Israel gemeldet.

Der Jemen hält sich noch zurück

Der Jemen, im Westen „die Huthis“ genannt, hält sich noch zurück, scharrt aber mit den Hufen. Offensichtlich ist die Schließung der Bab el-Mandeb Straße noch eine Eskalationsstufe, die der Iran sich für die erwartete Landungsoperation der USA aufbewahrt. Wie wir wissen, hatten die USA ja schon einmal vergeblich versucht, eine Blockade der Einfahrt zum Roten Meer aufzuheben, und waren nach drohenden Beschädigungen eines Flugzeugträgers und verlorenen Flugzeugen und Drohnen unverrichteter Dinge abgezogen.

Qatar / Katar mit außergewöhnlicher Rede

Gestern waren Gerüchte bekannt geworden, dass Katar nicht mehr vom Iran angegriffen werde, weil es eine Entschädigung an das Land gezahlt hätte. Heute wird über eine außergewöhnliche Rede des Sprechers des katarischen Außenministeriums berichtet: „Der Iran ist seit Jahrhunderten hier. Niemand wird irgendwohin weg gehen. Wir bleiben Nachbarn, ob es uns gefällt oder nicht, und kein Land wird durch Zwang oder Wunsch verschwinden.“ Die Interpretationen der Äußerungen sind noch nicht eindeutig. Einige meinen, der Iran müsse die Existenz Israels als Apartheid-Staat anerkennen, andere sagen, der Wunsch der angreifenden Koalition, sich ein Land nach seinen Wünschen zu formen, sei zum Scheitern verurteilt.

In einer Rede des katarischen Premierministers wird erklärt, dass man die Aussage des Irans, das Land bombardiere nur US-Interessen in Katar, nicht akzeptiere. Der Angriff des Vortages habe einer nationalen katarischen Gasförderanlage gegolten.

Sowohl Katar, als auch Bahrain und Kuwait, könnten vom Iran als Antwort auf eine Bodenoperation der USA gegen das Land ebenfalls mit Bodentruppen angegriffen werden.

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