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Bis hierher und nicht weiter! Wir protestieren gegen die rechtswidrigen Sanktionen gegen Oberst Jacques Baud und den Kriegskurs der EU


Fordert die Freilassung des sozialistischen Kriegsgegners Bogdan Syrotiuk aus einem ukrainischen Gefängnis!


Waffenstillstand sofort! Sofortiger Stopp aller Waffenlieferungen an die Ukraine! Kein Krieg gegen Russland! Abzug aller Atomraketen aus Europa!


Freiheit für Julian Assange! Aufruf des Komitees zur Verteidigung von Julian Assange und Chelsea Manning …


Kein Krieg gegen den Irak! – Kein Blut für Öl und Macht! Aufruf der Initiative gegen den Irak-Krieg vom November 2002…


Eine Ölblockade gegen den Iran ähnlich wie in Venezuela könnte es den USA ermöglichen, nach dem Prinzip „Teile und herrsche“ vorzugehen RIC

Von Andrew Korybko – 16. Februar 2026

Die kaskadenartigen Folgen einer solchen Blockade, die letztendlich aufgrund des hohen Risikos eines Krieges mit dem Iran möglicherweise nicht verhängt werden wird, könnten gleichzeitig Russland, Indien und China schwächen.

Das Wall Street Journal berichtete, dass Trump 2.0 erwägt, eine venezolanische Ölblockade gegen den Iran zu verhängen. Bislang wurde dies noch nicht umgesetzt, da befürchtet wird, dass der Iran die regionalen Militärgüter der USA angreifen und/oder die Öltanker ihrer Verbündeten am Golf beschlagnahmen könnte, was in beiden Fällen den globalen Ölmarkt destabilisieren und das Kriegsrisiko erhöhen würde, sodass es letztendlich vielleicht nie dazu kommen wird. Sollte es den USA jedoch gelingen, eine solche Blockade durchzusetzen, könnten sie Russland, Indien und China (RIC) geschickt spalten und beherrschen.

Die USA wollen das venezolanische Modell im Iran replizieren“, indem sie den Iran dazu zwingen, sich und seine Energieindustrie den USA unterzuordnen. Die „Trump-Doktrin“, die von der „Strategie der Verweigerung“ des Unterstaatssekretärs für Politik, Elbridge Colby, geprägt ist, zielt darauf ab, den Rivalen der USA strategische Ressourcen vorzuenthalten. Dementsprechend hat sie ein Interesse daran, Chinas durchschnittliche Importe von 1,38 Millionen Barrel iranischem Öl pro Tag im letzten Jahr zu unterbinden, was die chinesische Wirtschaft hart treffen könnte, wenn diese nicht ersetzt werden (was schwierig sein dürfte).

Diese Exporte könnten dann nach Indien umgeleitet werden, wodurch Indien seinen durchschnittlichen Import von einer Million Barrel russischem Öl pro Tag im letzten Monat mehr als ersetzen könnte, wobei die Einnahmen gemäß dem venezolanischen Präzedenzfall auf ein Treuhandkonto eingezahlt würden, um an den Iran freigegeben zu werden, wenn dieser ein Atom- und Raketenabkommen mit den USA schließt. Auf diese Weise könnte Indien seine Importe von russischem Öl auf Null reduzieren und gleichzeitig die Rolle der USA für seine Energiesicherheit genau so stärken, wie es Trump 2.0 will, was letztlich RIC unglaublichen Schaden zufügen würde.

Die Haushaltseinnahmen Russlands aus solchen Verkäufen würden sinken und könnten realistischerweise nur teilweise durch mehr Verkäufe an China ersetzt werden, was jedoch möglicherweise nicht so einfach ist, wie es klingt. Das Vereinigte Königreich bereitet eine Kampagne vor, um Russlands „Schattenflotte” im Ärmelkanal zu beschlagnahmen, nachdem es durch die Beschlagnahmung eines unter russischer Flagge fahrenden Öltankers vor seiner Küste durch die USA ermutigt wurde. Wenn Russland dem Vereinigten Königreich keine inakzeptablen Kosten auferlegt und es auch den USA keine Kosten für diese Maßnahme auferlegt hat, dann könnten seine Tanker aus der Ostsee China möglicherweise nie erreichen.

Auch die Tanker aus dem Schwarzen Meer könnten ihr Ziel nicht erreichen, wenn sich das Vereinigte Königreich mit Griechenland und Zypern verbündet, um Russlands „Schattenflotte” auch auf dieser Route zu stoppen. Pipeline-Exporte, deren Umfang begrenzt ist, wären dann neben den relativ geringen Tanker-Exporten aus Fernost das einzige Mittel, um einen Teil der verlorenen russischen Ölexporte nach Indien durch China zu ersetzen. Der daraus resultierende wirtschaftliche Druck auf Russland und China könnte sie anfällig für einseitige Vereinbarungen mit den USA in Bezug auf die Ukraine und den Handel machen.

Was Indien betrifft, so hat es bereits eine teilweise einseitige Vereinbarung mit den USA getroffen, indem es sich informell bereiterklärt hat, seine Importe von russischem Öl im Gegenzug für das Handelsabkommen vollständig einzustellen, und der wachsende Einfluss der USA auf die Energiesicherheit Indiens könnte dessen hart erkämpfte strategische Autonomie einschränken. Dies könnte dann genutzt werden, um Indien zu einer Reduzierung seines Einkaufs chinesischer Waren und Dienstleistungen zu zwingen, um so mehr Druck auf die Volksrepublik auszuüben, einem eigenen einseitigen Handelsabkommen mit den USA zuzustimmen.

Dieses Worst-Case-Szenario der Teilungs- und Herrschaftspolitik der USA kann verhindert werden, indem der Iran eine US-Blockade seines Öls abschreckt oder durchbricht, während Russland dasselbe in Bezug auf eine britische Blockade seiner „Schattenflotte“ tut. Diese Optionen erfordern einen immensen politischen Willen, da sie das Risiko eines heißen Krieges zwischen den Großmächten mit sich bringen. Es ist daher unklar, ob sie umgesetzt werden, aber ebenso könnten die USA und Großbritannien aus dem gleichen Grund letztendlich von ihren möglichen Blockaden Abstand nehmen.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors.

[Zum Originalbeitrag in englischer Sprache]

Epstein-Enthüllungen und kein Ende

Von vesti7.ru (Übersetzung: Thomas Röper) – 16. Februar 2026

Darüber, wie deutsche Medien wie der Spiegel vom Fall Epstein ablenken, indem sie ihn mit Artikel-Überschriften wie „Männlicher Blick auf Frauen – Dieser verdammte Epstein in uns allen“ banalisieren und mit leider täglich vorkommenden Fällen von Missbrauch vergleichen, will ich demnächst noch einen gesonderten Artikel schreiben.

Hier soll es darum gehen, wie anders als in Deutschland die russischen Medien darüber berichten, denn der Fall Epstein war auch an diesem Sonntagabend wieder das beherrschende Thema des Beitrages des USA-Korrespondenten, den das russische Fernsehen in seinem wöchentlichen Nachrichtenrückblick gezeigt hat und den ich übersetzt habe. […]

Die Epstein-Akten: Der Westen die geheimen Orgien seiner Eliten jahrzehntelang beobachtet

Kommen wir zurück zu einem Thema, das die internationale Presse seit Wochen beschäftigt. Das sind dieselben Epstein-Akten, über die wir letzten Sonntag gesprochen haben.

Zur Erinnerung: Jeffrey Epstein war ein US-amerikanischer Finanzier, der 2008 wegen Kindesmissbrauchs zu 18 Monaten Haft verurteilt wurde. Anschließend wurde er lebenslang als Sexualstraftäter registriert. Insgesamt fielen, wie inzwischen bekannt ist, mehr als tausend Mädchen und Frauen diesem Serientäter zum Opfer. Er wurde im Juli 2019 erneut verhaftet. Im August desselben Jahres hat er sich angeblich in einer New Yorker Gefängniszelle erhängt.

Die Polizei hat Millionen von Computerdateien mit Aufnahmen von Gewalt, Pädophilie und geradezu satanischen Orgien auf Epsteins Privatinsel in der Karibik. Zu den Teilnehmern gehörte die globale Elite: vom US-Präsidenten Bill Clinton über Regierungsmitglieder, Milliardäre und Popstars bis hin zu Mitgliedern europäischer Monarchien.

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Ein exklusives RT-Interview gibt Aufschluss über den Regimewechsel in Nepal im letzten Jahr

Andrew Korybko – 16. Februar 2026

Es spricht viel dafür, dass die von außen unterstützten Regimewechsel in Bangladesch und Nepal Teil eines größeren Komplotts der USA in Zusammenarbeit mit ihren „NGOs” und lokalen Verbündeten waren, um Südasien geopolitisch so umzugestalten, dass Indien maximal unter Druck gesetzt wird, sich den USA unterzuordnen.

RT India führte letzten Monat ein Exklusivinterview mit dem ehemaligen nepalesischen Premierminister KP Sharma Oli, sein erstes seit seinem Rücktritt inmitten eines unerwarteten Gewaltausbruch im vergangenen September. Oli begann damit, seine Regierung gegen Vorwürfe zu verteidigen, sie habe politische, wirtschaftliche oder korruptionsbezogene Fehler begangen. Er beharrte darauf, dass die vom Gericht angeordnete vorübergehende Regulierung der sozialen Medien als Auslöser für vorab geplante Studentenproteste gedient habe, die aufgrund der Beteiligung von Nicht-Studenten in Ausschreitungen ausgeartet seien.

Die sogenannten „Gen Z”-Proteste seien von Söldnern und bezahlten Elementen gekapert worden, da es nicht die Studenten gewesen seien, die geplündert, geraubt und Gebäude niedergebrannt hätten. Oli verteidigte daraufhin die gewaltsame Reaktion der Polizei auf diese Gesetzlosigkeit, äußerte jedoch gleichzeitig sein Bedauern über die Opfer. Er erwähnte es nicht, aber die „reflexartige Kontrolle” der Randalierer über die Sicherheitskräfte, indem erstere diese zur Gewaltanwendung provozierten, leitete die intensivste Phase der Unruhen in Nepal ein, die von den Randalieren fälschlicherweise als Selbstverteidigung dargestellt wurden

Oli lehnt es ab, die Ereignisse vom September als Revolution zu bezeichnen, da Revolutionen seiner Meinung nach ein klares Ziel und einen eindeutigen Weg dorthin haben müssen, während es sich bei den Ereignissen Ende letzten Jahres um mutwillige Zerstörung, Anarchie und die Schaffung einer Atmosphäre der Angst handelte. Dies entspricht dem regionalen Trend, der zuvor Sri Lanka und dann Bangladesch heimgesucht hatte. Oli ist sich nicht ganz sicher, ob dieselben Kräfte hinter den Unruhen in Nepal standen, lässt jedoch die Möglichkeit offen, dass externe Akteure dafür verantwortlich waren, und drängt auf eine detaillierte Untersuchung.

Oli behauptete, dass diese Atmosphäre der weit verbreiteten Angst bis heute in gewissem Maße besteht, und nannte als Beispiel Hooligans, die Richter und Beamte bedrohen. Er sagte auch, dass die Regierung sie nicht kontrollieren kann, sodass die Abhaltung von Wahlen im nächsten Monat ungünstig ist, solange die Menschen nicht ohne Angst wählen können. Zu diesem Thema reagierte er auf die Kandidatur des Rappers und Bürgermeisters von Kathmandu, Balen Shah, für das Amt des Premierministers, indem er dessen Jugend lobte, aber hinzufügte, dass die größten Nationen der Welt aufgrund ihrer Erfahrung von Siebzigjährigen geführt werden.

Uninformierte Leser sollten wissen, dass Shah ein Ultranationalist ist, der mit Narrativen eines „Groß-Nepals” liebäugelt, die die Souveränität des Nachbarlandes Indien verletzen, wie hier im September letzten Jahres erläutert wurde. Die vorangegangene Analyse, auf die der Hyperlink verweist, warnte davor, dass seine damals noch hypothetische Premierministerschaft (er hatte sich noch nicht offiziell beworben) dazu führen könnte, dass eine zukünftige Regierung in Nepal „negativen Nationalismus“ als Waffe einsetzt, um manipulierte Jugendliche für einen hybriden Krieg gegen Indien in Abstimmung mit dem benachbarten, neu „pakistanisierten“ Bangladesch zu mobilisieren.

Vor diesem Hintergrund und unter Berücksichtigung der Erkenntnisse, die Oli gerade geteilt hat, kann man davon ausgehen, dass ausländische Kräfte sich verschworen haben, um das auslösende Ereignis der gerichtlich angeordneten vorübergehenden Regulierung der sozialen Medien auszunutzen und ihren vorab geplanten Komplott zur Erleichterung seiner Ablösung durch Shah als Teil eines regionalen anti-indischen Plans auszuführen. Während Oli sich mit Details darüber zurückhielt, wer daran schuld sei, machte ein ehemaliger bangladeschischer Minister, der im November letzten Jahres von RT interviewt wurde, die USA, die Clintons und Soros für den De-facto-Putsch in seinem Land im Sommer 2024 verantwortlich.

Zusammenfassend lässt sich daher sagen, dass die von außen unterstützten Regimewechsel in Bangladesch und Nepal wahrscheinlich Teil eines größeren Komplotts der USA in Zusammenarbeit mit ihren „NGOs“ und lokalen Verbündeten waren, um Südasien geopolitisch neu zu gestalten und Indien maximal unter Druck zu setzen, sich den USA unterzuordnen. Dieses Muster erklärt diese beiden Ereignisse sowie die vielen Gemeinsamkeiten zwischen ihnen und kontextualisiert die Verschlechterung der indisch-amerikanischen Beziehungen von 2023 bis zu ihrer jüngsten Verbesserung, was es für die USA sehr nützlich macht.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors.

[Zum Originalbeitrag in englischer Sprache]

Die Münchner Kriegskonferenz

Von Peter Schwarz – 16. Februar 2026

Die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC), zu der sich in den vergangenen drei Tagen rund 60 Staats- und Regierungschefs und hunderte Minister, Politiker, hochrangige Militärs und Sicherheitsexperten aus aller Welt versammelten, war von scharfen Spannungen geprägt. Doch in einer Frage waren sich alle Teilnehmer einig: Die Zeit, in der Großmachtinteressen durch diplomatische Manöver und internationale Institutionen kaschiert wurden, ist vorbei. Eine neue Epoche hat begonnen, in der sie unverhüllt durch militärische Macht und Krieg entschieden werden.

Die Debatten auf der Konferenz drehten sich nicht darum, wie ein dritter Weltkrieg verhindert, sondern wie er am besten vorbereitet werden kann. Der Krieg selbst ist in den Augen der herrschenden Kreise der USA und Europas notwendig und unvermeidlich.

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz eröffnete die Konferenz mit den Worten: „Wir haben gemeinsam die Schwelle in eine Zeit überschritten, die wieder einmal offen von Macht und vor allem Großmachtpolitik geprägt ist.“ Die internationale Ordnung, die auf Rechten und auf Regeln beruht habe, gebe es so nicht mehr. Aufgabe der Europäer sei es, diese Realität anzuerkennen und „Vorkehrungen für die neue Zeit zu treffen“.

US-Außenminister Marco Rubio griff die internationale Politik der vergangenen Jahrzehnte vom rechten, nationalistischen Standpunkt der MAGA-Bewegung an. Die Vorstellung, das Ende der Sowjetunion vor 45 Jahren bedeute „das Ende der Geschichte“, sei eine „gefährliche Täuschung“ gewesen, die nun durch die Trump-Administration korrigiert werde.

„In dieser Illusion“, so Rubio, „haben wir uns einer dogmatischen Vision des freien und ungehinderten Handels verschrieben … Wir haben unsere Souveränität zunehmend an internationale Institutionen ausgelagert, während viele Nationen in massive Sozialstaaten investiert haben, auf Kosten der Aufrechterhaltung ihrer Verteidigungsfähigkeit. … Um einen Klimakult zu beschwichtigen, haben wir uns Energiepolitiken auferlegt, die unser Volk in Armut stürzen … Und in unserem Streben nach einer Welt ohne Grenzen haben wir unsere Türen für eine beispiellose Welle der Massenmigration geöffnet, die den Zusammenhalt unserer Gesellschaften, die Kontinuität unserer Kultur und die Zukunft unseres Volkes bedroht.“ Dies, so Rubio, „war eine törichte Idee, die sowohl die menschliche Natur als auch die Lehren aus über 5.000 Jahren Menschheitsgeschichte ignorierte. Sie ist uns teuer zu stehen gekommen.“ […]

Die anwesenden Staatsmänner dankten es ihm mit stehendem Applaus. Besonders Rubios Satz: Wir wollen nicht, dass unsere Verbündeten durch Schuld und Scham zurückgehalten werden“, dürfte v. a. den anwesenden Deutschen gefallen haben, werben sie doch seit langem dafür, sich durch die Verbrechen der Nazis nicht in ihrem erneuten Großmachstreben bremsen zu lassen.

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US-Militär bereitet „durchgehenden, wochenlangen“ Krieg gegen den Iran vor

Von Andre Damon – 16. Februar 2026

Wie Reuters am Freitag unter Berufung auf US-Regierungsvertreter berichtete, bereitet das US-Militär „durchgehende, wochenlange Operationen“ gegen den Iran vor, falls US-Präsident Donald Trump einen Angriff befiehlt. Der geplante Feldzug werde einen weitaus größeren Angriff auf den Iran darstellen als alle bisherigen.

Einer der Regierungsvertreter erklärte, das US-Militär könnte in einer länger anhaltenden Offensive „nicht nur die atomare Infrastruktur angreifen, sondern auch Einrichtungen des Staats und des Sicherheitsapparats“. Die USA gehen „fest von einem Vergeltungsschlag des Iran aus, was über längere Zeit zu gegenseitigen Angriffen und Vergeltungsschlägen führen wird“.

Ein solcher Krieg könnte massive Verluste von Menschenleben und unkalkulierbare globale Konsequenzen nach sich ziehen. Er wäre völkerrechtswidrig und würde sich über den Willen der Bevölkerung hinwegsetzen – laut einer YouGov-Umfrage lehnen 85 Prozent der amerikanischen Bevölkerung den Krieg ab.

Letzten Juni begannen die USA die Operation „Midnight Hammer“, die zusammen mit der zwölftägigen israelischen Bombardierung mehr als tausend Iranern das Leben kostete. Der Iran reagierte darauf mit einem begrenzten Vergeltungsschlag auf einen US-Stützpunkt in Katar. Die gegenwärtigen Pläne unterscheiden sich qualitativ davon: ein Feldzug mit Luft- und Raketenangriffen gegen den iranischen Staat selbst, wobei ein langwieriger wechselseitiger Kampf erwartet wird.

Der Militäraufmarsch kommt nur wenige Wochen, nachdem sich die USS Gerald R. Ford, der größte und modernste Flugzeugträger der Welt, am 3. Januar an der Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro beteiligt hatte. Das Schiff, das bereits seit mehr als 200 Tagen unterwegs ist, wurde jetzt von der Karibik in den Nahen Osten beordert, wo es sich der bereits in der Region befindlichen Flugzeugträger-Kampfgruppe der USS Abraham Lincoln anschließen wird. Der gleiche Flugzeugträger, der bei der Entführung des venezolanischen Präsidenten eingesetzt wurde, wird nun erneut für einen Krieg gegen den Iran benutzt.

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Münchener Sicherheitskonferenz: Rubios Rede war eine Kriegserklärung an das Völkerrecht und den Rest der Welt

Von Thomas Röper- 15. Februar 2026

Die Rede von US-Außenminister Rubio auf der Münchener Sicherheitskonferenz war eine Kriegserklärung an das Völkerrecht und den Rest der Welt. Aber deutsche Medien scheinen das nicht einmal zu bemerken.

US-Außenminister Rubio hat bei der Münchener Sicherheitskonferenz eine Rede gehalten, die man eigentlich nur als Kriegserklärung an das Völkerrecht und den Rest der Welt bezeichnen kann. Deutsche Medien sind jedoch voll und ganz damit beschäftigt, in der Rede irgendwelche Hoffnungsschimmer für die transatlantischen Beziehungen und die Unterstützung der USA im Krieg gegen Russland zu suchen.

Die Rede von Rubio war, wie immer bei Reden von US-Politikern, die nun einmal hervorragende Redenschreiber haben, sehr geschickt strukturiert. Ich werde die Rede hier zusammenfassen und die wichtigsten Passagen zitieren.

Abrechnung mit dem Globalismus

Rubio begann seine Rede mit einem historischen Exkurs über die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg und den Kalten Krieg, den der Westen gewonnen hat. Über die Zeit danach sagte Rubio:

„Doch die Euphorie über diesen Triumph verleitete uns zu einer gefährlichen Illusion: Wir glaubten, das „Ende der Geschichte“ erreicht zu haben, dass jede Nation nun eine liberale Demokratie sein würde, dass die durch Handel und Wirtschaft geknüpften Verbindungen die Nationalstaaten ersetzen würden, dass die regelbasierte Weltordnung – ein überstrapazierter Begriff – das nationale Interesse verdrängen würde, und dass wir nun in einer Welt ohne Grenzen leben würden, in der jeder zum Weltbürger würde.“

Rubio kritisiert hier völlig zu recht den Globalismus der vergangenen Jahrzehnte, der im Ergebnis zum Niedergang des Westens geführt hat, und fährt danach fort:

„Das war eine törichte Idee, die sowohl die menschliche Natur als auch die Lehren aus über 5.000 Jahren Menschheitsgeschichte ignoriert hat. Und sie ist uns teuer zu stehen gekommen. In dieser Illusion verfielen wir einer dogmatischen Vision von freiem und ungehindertem Handel, während einige Nationen ihre Wirtschaft schützten und ihre Unternehmen subventionierten, um unsere systematisch zu unterbieten, um unsere Werke zu schließen, was zur Deindustrialisierung großer Teile unserer Gesellschaften führte, Millionen von Arbeitsplätzen der Arbeiter- und Mittelschicht ins Ausland verlagert und die Kontrolle über unsere kritischen Lieferketten an Gegner und Rivalen abgegeben hat.“

Rubio erwähnt hier nicht, dass die Idee des Globalismus aus Sicht der USA durchaus gut war, sie hat eben „leider“ nur nicht geklappt. Man war der Meinung, Geld sei alles. Man könne Produktion ins billigere Ausland verlagern, dadurch die Gewinne der Konzerne maximieren und niemand auf der Welt könne etwas dagegen tun, weil die Welt ja den Dollar brauchte, den die USA kontrollieren, was ihnen ihr Handelsdefizit und ihren wachsenden Schuldenberg ermöglicht hat. So, das war die Idee des Globalismus, würden man die Welt kontrollieren und ausbeuten können.

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Die verzweifelte Bettel-Rede von Merz bei der Münchener Sicherheitskonferenz

Von Thomas Röper – 15. Februar 2026

Deutsche Medien loben die Rede von Kanzler Merz auf der Münchener Sicherheitskonferenz und ich frage mich, ob sie die gleiche Rede gesehen haben, wie ich. Für mich war das eine Bettel-Rede in Richtung USA, die auch noch voll von geopolitischen Fehleinschätzungen war.

Bundeskanzler Merz hat die Münchener Sicherheitskonferenz mit einer Rede eröffnet, die von deutschen Medien gelobt wird. Da ich mir die Rede angehört habe, frage ich mich, ob die Medien die Rede wirklich verstanden haben, denn die Rede war in meinen Augen unterwürfiges Betteln in Richtung USA einerseits und europäischer Größenwahn, basierend auf massiven geopolitischen Fehleinschätzungen andererseits. Schauen wir uns also die wichtigsten Zitate einmal an.

Die alte Weltordnung ist tot

Zu Beginn seiner Rede hat Merz das eingeräumt, was der kanadische Premierminister schon beim Weltwirtschaftsforum in Davos festgestellt hat, die alte Weltordnung mit einem fast allmächtigen kollektiven Westen und der “Freundschaft” mit den USA ist tot:

„Über dieser Konferenz steht ein düsteres Motto: Under Destruction. Dies Motto meint wohl, die internationale Ordnung, die auf Rechten und auf Regeln ruhte ist, im Begriff zerstört zu werden. Ich fürchte, wir müssen es noch etwas deutlicher sagen. Diese Ordnung, so unvollkommen sie selbst zu ihren besten Zeiten war, sie gibt es so nicht mehr.“

Das Jammern aus Europa

Schon in Davos haben die europäischen Vertreter gejammert, dass die USA mit unfairen Mitteln gegen ihre „Verbündeten“ vorgehen. Das sind jedoch genau die Mittel, die die europäischen Länder bisher selbst gegen schwächere Länder angewendet haben: Wirtschaftlicher Druck mit Sanktionen und Strafzöllen, um die schwächeren Länder zu politischem Gehorsam zu zwingen. Die EU hat zusammen mit den USA unzählige Sanktionen gegen andere Länder und damit faktische Handelsembargos verhängt, um die Länder politisch “auf Linie zu bringen”.

Nun jammern vor allem die Europäer über die angeblich neue amerikanische Großmachtpolitik, die – ganz was Neues – in Einflusssphären denkt und andere Länder mit der Drohung von wirtschaftlicher und schlimmstenfalls sogar militärischer Gewalt zum Gehorsam zwingen will. Dabei ist das genau das, was die EU selbst ständig mit schwächeren Ländern tut.

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Münchner Sicherheitskonferenz: Europa will Krieg

Von Dieter Reinisch – 15. Februar 2026

Der Historiker Dieter Reinisch aus Wien war in München und hat sich auch außerhalb des Bayerischen Hofes ein bisschen umgeschaut. NATO-kritische Stimmen waren – leider – eher selten. Globalbridge wird in den nächsten Tagen auf die kriegstreibende Rolle der NATO zurückkommen. (cm)

Ein starkes Europa wünsche er sich, sagte US-Außenminister Marco Rubio in seiner Rede auf der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz (MSC). Die USA hätten keine Pläne, die transatlantische Allianz zu schwächen oder gar aufzugeben, betonte Rubio, als er nach ausgleichenden Worten nach dem hitzigen Wortwechsel über die Zukunft Grönlands im Laufe des Jänner suchte.

Er erklärte auf der MSC: „Wir wollen uns nicht trennen, sondern eine alte Freundschaft wiederbeleben und die größte Zivilisation der Menschheitsgeschichte erneuern.“ EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zeigte sich am Samstag über Rubios Äußerungen „sehr beruhigt“. Danach wiederholte der US-Außenminister die bekannten Forderungen der USA an die EU und die europäischen NATO-Mitglieder, mehr in die Verteidigung zu investieren: „Wir wollen Verbündete, die sich selbst verteidigen können, damit kein Gegner jemals in Versuchung gerät, unsere kollektive Stärke zu testen.“

Von der Leyen zeigte sich zufrieden. Rubio sei „ein guter Freund, ein starker Verbündeter. Es war sehr beruhigend für mich, ihm zuzuhören.“ Doch obwohl die USA bei der 62. Auflage ihre bisher größte Delegation zur MSC entsandten, deutete alles auf die Stärkung der Europäer innerhalb der NATO hin: „Europäisierung“ wird dies in internen Dokumenten bezeichnet. Europa soll die Last der aktuellen und womöglich kommenden Kriege in Osteuropa tragen.

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Indien könnte russisches Öl bald doch in großem Umfang durch venezolanisches Öl ersetzen

Von Andrew Korybko – 15. Februar 2026

Eine neue US-Lizenz wird so interpretiert, dass sie venezolanischen Energieunternehmen Transaktionen mit China und anderen Ländern untersagt. Sollte dies zutreffen, könnte dies dazu führen, dass Indien die 642.000 Barrel Öl pro Tag, die China im letzten Jahr durchschnittlich importiert hat, aufkauft und damit seine Importe von russischem Öl halbiert.

RT machte in den sozialen Medien auf die neu erlassene „Venezuela General License 48” des Finanzministeriums aufmerksam, die es US-Unternehmen erlaubt, „Güter, Technologien, Software oder Dienstleistungen für die Exploration, Erschließung oder Förderung von Öl oder Gas in Venezuela” unter zwei Bedingungen bereitzustellen. Die erste Bedingung ist, dass alle Verträge, die ihre Partner abschließen, den Gesetzen der USA unterliegen, was zur zweiten Bedingung überleitet, die jegliche Transaktionen mit Russland, Iran, Nordkorea, Kuba und China verbietet.

Aus diesem Grund interpretierte RT die oben genannte Lizenz in ihrem Tweet als „US-Verbot für venezolanische Ölproduzenten, Geschäfte mit Russland und China zu tätigen“. Das ist nachvollziehbar, da hier erläutert wurde, dass die Trump-Doktrin von Elbridge Colbys „Strategie der Verweigerung“ geprägt ist, die in ihrer einfachsten Form darauf abzielt, strategische Ressourcen für US-Konkurrenten wie die zuvor beschriebenen Länder zu verweigern. Dies gilt insbesondere für China, den systemischen Konkurrenten der USA, aber Trump hat zuvor gemischte Signale gesendet.

Kürzlich begrüßte er chinesische Investitionen in die venezolanische Energieindustrie, aber rückblickend könnte dies nur dazu gedient haben, die Rivalität zwischen China und den USA inmitten der laufenden Handelsgespräche zu bewältigen. Trump strebt ein Abkommen mit Xi an, das für seinen Amtskollegen jedoch viel schwieriger zu akzeptieren sein dürfte, wenn er offen seine Absicht erklärt, China den weiteren Zugang zu den strategischen Ressourcen Venezuelas zu verweigern. Daher ist es für die USA sinnvoll, diese Politik stattdessen stillschweigend durch ihre neue Lizenz umzusetzen.

Noch vor der Verkündung dieser Maßnahme beklagte der russische Außenminister Sergej Lawrow, dass „unsere Unternehmen offen aus Venezuela verdrängt werden“, sodass diese Politik unter dem Druck der USA bereits informell von der Regierung unter Delcy Rodríguez umgesetzt wurde. Abgesehen von Kuba ist keines der Länder, mit denen die neue US-Lizenz keine Geschäfte mehr zulässt, von venezolanischer Energie abhängig, aber ihre Ausgrenzung aus dieser Branche dient einem anderen Zweck, der wohl noch strategischer ist als ihnen den Zugang zu den Ressourcen zu verweigern.

Trump prahlte Anfang dieses Monats damit, dass Indien zugestimmt habe, im Rahmen seines Handelsabkommens mit den USA den Kauf von russischem Öl einzustellen und seine Importe stattdessen durch amerikanisches und möglicherweise venezolanisches Öl zu ersetzen. Vor der neuen US-Lizenz wurde davon ausgegangen, dass „Indien seine Importe von russischem Öl nur langsam reduzieren wird”, was nicht zuletzt darauf zurückzuführen war, dass der venezolanische Botschafter in China das Interesse seines Landes an einer Fortsetzung der Exporte nach Indien bekräftigte und Trump chinesische Investitionen in dieser Branche begrüßte.

Wenn die Auslegung der Lizenz durch RT korrekt ist – und Lawrow glaubt dies, nachdem er sich bei seinem letzten Auftritt in der Duma über das neue Verbot der USA für venezolanische Energietransaktionen mit Russland beschwert hat –, dann könnte Indien die 642.000 Barrel Öl pro Tag (bpd) kaufen, die China im letzten Jahr durchschnittlich importiert hat. Das ist mehr als die Hälfte der eine Million bpd, die Indien im letzten Monat aus Russland importiert hat, was zu einem starken Rückgang der Haushaltseinnahmen führen könnte, die Russland aus solchen Verkäufen erwartet hatte.

Die USA überwachen aktiv Indiens direkte und indirekte Importe von russischem Öl gemäß der Bedingung, unter der sie kürzlich die im letzten Sommer wegen dieser Geschäfte verhängten Strafzölle in Höhe von 25 Prozent aufgehoben haben. Indem sie China aus der venezolanischen Energieindustrie verdrängen und es Indien damit ermöglichen, dessen Ölimporte zu ersetzen, erleichtern die USA Indien eine rasche Reduzierung seiner russischen Ölimporte und könnten diese sogar ganz zum Erliegen bringen, wenn diese Politik bald auch in Bezug auf die iranischen Ölexporte nach China angewendet wird.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors.

[Zum Originalbeitrag in englischer Sprache]

Lawrow räumt nüchtern die Herausforderungen ein, die Trump 2.0 mit sich bringt

Von Andrew Korybko – 14. Februar 2026

Russlands Außenminister Sergej Lawrow räumte in einem Interview gelassen ein, dass es für Russland aufgrund der erneuten Versuche der USA, die Weltwirtschaft durch Zwang und Gewalt zu dominieren, nun schwieriger sei, seine außenpolitischen Ziele voranzutreiben, er glaube aber weiterhin, dass die BRICS-Staaten eine entscheidende Rolle bei der Förderung des globalen Systemwandels hin zur Multipolarität spielen werden.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow gab kürzlich dem Fernsehsender TV BRICS ein Interview über die gleichnamige Organisation und ihre Rolle im globalen Systemwandel. Er begann damit, den gegenwärtigen Moment in der Geschichte als Übergangsphase zwischen dem Niedergang der von den USA angeführten westlichen Hegemonie und dem Aufstieg mehrerer Macht- und Einflusszentren zu kontextualisieren. Diese gegenläufigen Trends hätten zu Reibungen geführt, weil „der Westen seine Hegemonie verliert, aber weiterhin an den Institutionen festhält, die zur Sicherung dieser Hegemonie geschaffen wurden“.

Die USA könnten innerhalb der „regelbasierten Ordnung“, die sie selbst vor mehreren Generationen geschaffen haben, nicht mehr fair konkurrieren und greifen daher zu „offensichtlich unfairen Methoden“ gegen ihre Rivalen, insbesondere Russland. Dazu gehören Sanktionen gegen russische Energieunternehmen, die Androhung von Sanktionen gegen „wichtige strategische Partner“ wie Indien (das Lawrow namentlich erwähnte), um „Russlands Handel, Investitionskooperationen und militärisch-technische Beziehungen“ mit diesen Ländern einzuschränken, sowie die Ablehnung jeglicher alternativer Plattformen.

Zu diesem letzten Punkt stellte Lawrow klar: „Wir plädieren nicht dafür, dass der IWF, die Weltbank und die WTO ihre Existenz aufgeben“, und „Präsident Putin hat bei vielen Gelegenheiten gesagt, dass nicht wir es sind, die sich weigern, den Dollar zu verwenden. Die Vereinigten Staaten unter Präsident Joe Biden haben alles getan, um den Dollar zu einer Waffe gegen diejenigen zu machen, die als unerwünscht gelten.“ Die BRICS-Staaten, ihre vorgeschlagenen wirtschaftlichen und finanziellen Instrumente und andere alternative Plattformen sollten lediglich die bestehenden ergänzen und Reformen darin anregen.

Russlands oberster Diplomat räumte nüchtern ein, dass „angesichts des gegen uns entfesselten globalen Krieges und der fieberhaften Versuche des Westens, alle unsere Partner zu ‚bestrafen’, indem er von ihnen verlangt, den Handel mit uns einzustellen und die Zusammenarbeit im militärtechnischen Bereich zu beenden, es deutlich schwieriger ist, unsere Arbeit zu tun und maximal günstige Bedingungen für die interne Entwicklung zu schaffen, als dies beispielsweise vor zehn oder 15 Jahren der Fall war”. Er kritisierte auch Trump 2.0 in zurückhaltenden Worten dafür, dass er trotz seiner gegenteiligen Rhetorik im Wesentlichen den „Bidenismus“ fortsetze.

Weit davon entfernt, den „Geist von Anchorage“ zu respektieren, der sich auf die während dieses Gipfels erzielten mündlichen Vereinbarungen zur Lösung des Ukraine-Konflikts und zur Normalisierung der Beziehungen bezieht, „werden neue Sanktionen verhängt, ein ‚Krieg‘ gegen Tanker auf offener See geführt“ und mehr Druck auf russische Partner wie Indien ausgeübt. Lawrow warf den USA dann vor, sie versuchten, die globale Energieindustrie zu kontrollieren, um „die Weltwirtschaft zu dominieren“, aber wenn sie nachgeben würden, wäre Russland bereit, eine für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit zu prüfen.

In diesem Zusammenhang schloss er das Interview, indem er auf Russlands Vision der Rolle der BRICS-Staaten im globalen Systemwandel zurückkam, von der er sich „die Schaffung einer Architektur verspricht, die nicht den illegalen Handlungen des einen oder anderen Akteurs aus dem westlichen Lager unterworfen sein wird“. Die BRICS-Staaten würden auch eine Rolle in Russlands „Großer Eurasischer Partnerschaft“ spielen, die laut Lawrow die Grundlage für ein „gemeinsames Dach“ über dem Kontinent bilden könnte, mit der Andeutung, dass Eurasien eines Tages eine eigene Version der AU oder CELAC haben könnte.

Lawrow hat dies zwar nicht ausdrücklich gesagt, aber der Kontext lässt vermuten, dass die BRICS-Staaten dann als alternatives Zentrum der globalen Governance für die Reform der Weltordnung fungieren würden, um diese gerechter zu gestalten. Dieses Ziel würde durch die Zusammenkunft von Vertretern jeder kontinentalen Organisation vorangetrieben, um innerhalb dieser „Mini-UNO“ gangbare Wege dorthin zu diskutieren. Auf diese Weise könnten Russland und der Rest der Weltmehrheit trotz der neuen Herausforderungen durch Trump 2.0 weiterhin multipolare Trends vorantreiben.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors.

[Zum Originalbeitrag in englischer Sprache]

Lawrow im O-Ton: Die komplette Übersetzung des aktuellen Interviews mit Sergej Lawrow